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Produktinformation
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Hoch über Manhattan wird im Jahr 2023 an einem neuen Turm zu Babel gebaut, der nach dem Willen des visionären Trillionärs Harry Grant die menschliche Fähigkeit zum Träumen bezeugen soll.
Inzwischen gehen im Kanalisationssystem merkwürdige Dinge vor. Meisterbrau, ein mutierter weißer Hai, treibt sein Unwesen. Beinahe fällt ihm Joan, uneheliches Retortenbaby einer Nonne, zum Opfer. Philo Dufresne führt mit seinem U-Boot »Yabba-dabba-doo« eine Attacke gegen einen Eisbrecher: Der Ökopirat ist als Kind von Amischen adoptiert worden, als alle Schwarzen von einem mysteriösen Virus vernichtet wurden. An ihre Stelle traten Elektro-Neger. War es einer dieser Roboter, der Anderson Teaneck erschlug?
Der neue Matt Ruff mindestens ebenso phantasievoll und atemberaubend spannend wie Fool on the Hill. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Ruffs lockerer Schreibstil, der mühelos mit gesellschaftlichen und philosophischen Themen jongliert und bisweilen zum Schreien komische Satire hervorbringt, scheint bei G.A.S. stark in den Vordergrund gerückt zu sein. Zu stark. Anders als in Fool On The Hill, wo die diversen Anekdoten aus Zeitgeschichtlichem und Fantastischem die bedeutungsvolle Geschichte amüsant umrahmten, fabuliert Ruff in G.A.S. mit spürbarem Genuss über fiktive Vorfälle wie den U-Bootangriff Howard Hughes auf die Hanffarm eines Kritikers, die ironischen Tode von Geschäftsleuten, die das Imperium des Supermagnaten Harry D. Gant zu Fall bringen wollen, sowie die Kriegsgeschehnisse, die der Massenepidemie im Jahre 2004 folgten, welche die afrikanischstämmige Population der Erde binnen weniger Tage auslöschte.
Ein witziger und satirischer Blick auf die nahe Zukunft? Durchaus. Leider vergisst Ruff über seine zu ausschweifenden Nonsensdiskurse oft die Protagonisten sowie den eigentlichen Plot.
Obwohl der Autor sich redlich Mühe gibt, die zahlreichen Elemente der Geschichte zueinander in Bezug zu setzen, kann man sich gegen Ende nicht des Eindrucks erwehren, dass der Schluss zu abrupt kommt und das bewußt offen gelassene Schicksal einiger Figuren vielleicht doch seinen Ursprung in einer überhasteten Fertigstellung des Manuskripts hat. (Und das, zumal Ruff seine ursprüngliche Deadline von zwei Jahren um das doppelte der Zeit überzog.)
Wer Ruffs Schreibstil mag und ein Faible für gut geschriebenen, intellektuellen Nonsens hat, kann sich G.A.S. ruhigen Gewissens zu Gemüte führen. Jedoch fehlt der Geschichte bisweilen der rechte Fokus auf seine Protagonisten und die Geschichte als solche, die im Grunde eine Konspirationskomödie ist, welche die Schreiber von Akte X aufgrund der johlenden Missachtung jeglicher Wahrscheinlichkeit blass werden lassen würde.
Während das erste Viertel des Buches fast übervoll gestopft ist mit grellen und amüsanten Kabinettstücken, versucht Ruff zu spät, sich wieder auf die eigentlich wesentlichen Geschehnisse sowie die Beweggründe der Charaktere zu konzentieren und verschenkt auf diese Weise eine Menge des Kreativpotentials, das in Fool On The Hill so brillant ausgeschöpft wurde. Wäre der Funke hier stärker übergesprungen, wäre G.A.S. mit Leichtigkeit vier oder fünf Sterne wert.
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