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Götzendämmerung - Fünfter und letzter Frost-Roman: 5. und letzter Band um den "Scheißbullen" Robert Frost
 
 
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Götzendämmerung - Fünfter und letzter Frost-Roman: 5. und letzter Band um den "Scheißbullen" Robert Frost [Gebundene Ausgabe]

Gregor Sakow
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Charon Verlag Grimme KG; Auflage: 1 (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393140658X
  • ISBN-13: 978-3931406585
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 17 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 756.778 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gregor Sakow
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Obgleich zu lebenslanger Haft verurteilt, wird Robert Frost der »Scheiß Bulle« nächtens aus dem Gefängnis entlassen. Nachdem er seiner aufgestauten Lust freien Lauf gelassen hat, macht er sich auf die Suche nach alten Freunden. Doch er findet nur Leichen und trifft Mareike, die Frau mit der Schildkrötenmaske, Herrscherin über ein Netz aus Bordellen und Bestattungsunternehmen.
Zur gleichen Zeit werden im Labor gezüchtete Elitesoldaten in ihren ersten Einsatz geschickt. Der Befehl lautet: Tötet Robert Frost. Als Köder, um Frost in die Falle zu locken, dient Lara seine einstige stille Geliebte.
Aber Frost begegnet auch Lady Angelina, einer jungen, rothaarigen Domina seiner letzten großen Liebe.
Neun Tage und Nächte voller Bösartigkeit, Hinterlist und Erotik kennzeichnen das furiose Finale des Frost-Zyklus. Der Roman zieht den Leser in einen Strudel aus Spannung und Lust, aus dem es kein Entrinnen gibt. Denn Gregor Sakows brillanter Schreibstil schockt und fasziniert zugleich.

Über den Autor

Nackt und stramm standen die fünf jungen Männer auf dem gefliesten Boden des großen Vorführraumes. Er war Teil eines gentechnischen Labors, das etwa fünfzig Meter tief unter der Cytadela lag. Drei weißgestrichene Wände reflektier-ten Neonlicht. Es legte sich wie eine zweite Haut über die muskulösen Körper, verlieh dem dünnen, langen Haar einen spärlichen Glanz. Jeder trug ein schwar-zes Stirnband mit roter Ziffer, durchnumeriert von eins bis fünf. Auf der Brust, nahe dem Herzen, waren Fasces tätowiert. Aus einem schwarzen Rutenbündel ragte die rote Schneide eines Beils. Ihre Glieder hatte man beschnitten. Fahnen-stangensteif zeigten sie in den Raum, auf die vierte Wand, in die mehrere Glas-scheiben eingelassen waren. Auf der anderen Seite der Scheiben verharrten zwei Männer und eine Frau vor einem computerbestückten Regiepult. Johanna Metzmacher-Heuberg, Biologin und einst auf den Wellenkämmen des Feminismus surfende Politikerin, trug einen dunkelgrünen, hochgeschlossenen Hosenanzug. Über der rechten Brust war silbern ein großes A gestickt. Das kurze Haar war grellblond gefärbt, als wollte sie damit dem faltenzerfurchten Gesicht ein jugendliches Aussehen zurückgeben. An beiden Handgelenken hing schwe-rer Goldschmuck. Die grauen Augen hatten den Mann neben ihr fest im Blick. »Nun, Jürgen, wie gefallen sie dir?« »Faszinierend«, murmelte Jürgen Foller. Mit seinem üppigen, schwarzen Schnauzbart und der angeknollten Nase erinnerte der Mann im dunklen Maßan-zug an ein altes Walroß. Wenn sein manchmal heftig ausgestoßener Atem die Bartfransen teilte, konnte man die Narbe bemerken, die eine kassenärztlich ope-rierte Hasenscharte in seiner Jugend zurückgelassen hatte. Bis zur vorgezogenen Bundestagswahl hatte Foller als Sonderbeauftragter für Visafragen im Bundes-ministerium des Äußeren die Fähnchen der Multikulti-Ideologie geschwenkt. Anschließend war er auf den neu geschaffenen Posten des zweiten Vizepräsiden-ten des Bundesamtes für die Sicherheit der Heimat befördert worden. Für ihn, der heimlich schon in den Räumen des Staatsministers probegesessen hatte, eine unsägliche Kränkung. Foller blickte abwechselnd auf die fünf Männer und die aufgeschlagene Dokumentenmappe, die er in seinen manikürten Händen hielt. »Diese Ähnlichkeit ist beängstigend.« »Sie sind ihm nicht ähnlich«, korrigierte Metzmacher-Heuberg. »Es sind perfekte Kopien aus seinem Genmaterial.« »Trotzdem, sie sind nicht einmal drei Jahre alt.« »Sie sind das Ergebnis einer äußerst effizienten Forschung, die von niemandem behindert oder reglementiert wird.« »Eigentlich schade, daß wir sie nicht auf dem nächsten Parteitag vorführen kön-nen. Die eine Hälfte der Basis fiele in Ohnmacht, die andere bekäme hysterische Anfälle.« Foller lächelte amüsiert, als stellte er sich das Ganze bildlich vor. »Wie viele habt ihr insgesamt hergestellt?« »Zwölf wurden geboren, acht begannen mit dem Training. Diese fünf sind ein-satzbereit.« »Was ist mit den sieben anderen geschehen?« »Unbrauchbares Material wird ausgesondert und entsorgt. Wir sind hier schließ-lich nicht in Berlin und können uns nicht erlauben, für moralische Mätzchen Geld zu verpulvern.« Sie klimperte mit ihrem Goldschmuck, als läutete sie wäh-rend einer Messe die Wandlung ein. »Bereit für die Vorführung?« Foller schloß die Dokumentenmappe und legte sie auf das Regiepult. »Natür-lich.« Metzmacher-Heuberg drehte sich zu der dritten Person, einem Mann von Mitte Fünfzig im weißen Arztkittel und mit einem Muttermal am Hals, größer als ein Zwei-Euro-Stück. »Legen Sie los, Doktor.« Dr. Tadeusz Lemwicz schaltete auf dem Regiepult ein Mikrophon ein. »Nehmt die Waffen!« Eine rote Haarsträhne fiel in das neandertaleske Gesicht, wurde von einer kurzfingrigen Hand zurückgekämmt. Der Befehl erreichte die Nackten über einen Empfänger im rechten Ohr. Sie lös-ten ihre Formation auf und schritten zu einem Tisch, auf dem fünf Revolver la-gen. »Neuste Ruger Blackhawks«, klärte Metzmacher-Heuberg Foller über die Waffen auf. »Du hattest schon immer Sinn für Humor.« Foller dachte an den Inhalt der Do-kumentenmappe und grinste hämisch. Während die Nackten die Waffen ergriffen und nebeneinander Aufstellung nahmen, hantierte Lemwicz auf der Computertastatur. Auf zwei Flachbildschir-men erschienen Bilder aus dem Vorführraum. Sie zeigten fünf Zielscheiben, die knapp fünfzehn Meter von den Nackten entfernt an der Wand hingen. Die Ziel-scheiben sahen aus wie Männer mit großen, kahlen Köpfen, gekleidet in Jeans und T-Shirts. »Das rechte Auge haben wir ihnen entfernt«, kommentierte Metzmacher-Heuberg die Bilder, »und durch eine Kamera ersetzt.« »Legt an!« befahl Lemwicz. Die Nackten hoben die Revolver. Lemwicz zoomte mit Hilfe des Computers auf die Zielscheiben. »Feuer!« Jeder schoß sechs Mal. Das Brüllen der Waffen ließ die Scheiben erzittern. Foller zuckte zusammen. Alle Attrappen hatten jeweils drei Löcher im Kopf und drei dort, wo beim Men-schen das Herz sitzt. Die Gesichter der Nackten zeigten keine Regung, als sie die Blackhawks zurück auf den Tisch legten. »Perfekte Kampfmaschinen.« In Metzmachers Stimme schwang deutlich hörbar Stolz mit. »Skrupellos und …« Sie blickte Lemwicz kurz an. »… schamlos.« »Vor die Scheibe treten!« Wie gehorsame Rekruten eilten die Nackten nach vorne, nahmen nebeneinander Aufstellung. Metzmacher-Heuberg ergriff das Mikrophon. »Spritzt ab!« Mit der rechten Hand umfaßten die Nackten ihr Glied und begannen, heftig zu masturbieren. Foller sah auf den Bildschirmen sein Gesicht. Daneben das von Metzmacher, von Lemwicz. Unruhig irrte sein Blick zwischen der Scheibe und den Monitoren hin und her. Er machte einen Schritt zurück. Doch den Kameraaugen konnte er nicht entkommen. Nahezu synchron schoß es aus den Gliedern heraus. Die Nackten salutierten. Das Sperma lief an der Scheibe hinunter. Und auf den Monitoren über die Gesichter der Betrachter. »Wegtreten!« Lemwicz machte eine Handbewegung, als wollte er die Bildschir-me sauber wischen. Die Nackten zogen sich zurück auf ihre Startpositionen. »Ist das Original eigentlich auch beschnitten?« fragte Foller. »Nein.« Metzmachers leckte sich mit der Zunge kurz über die dicke Schicht Lip-penstift. »Aber warum sollte ich mir die kleine Freude nicht gönnen?« »Man wird seine alten Vorlieben einfach nicht los.« Foller schüttelte seinen Wal-roßkopf ein wenig. »Ich werde es nie vergessen. Selbst an dem Tag, als unsere Freunde in Stammheim ermordet wurden, mußtest du mit Aaron ins Bett stei-gen.« »Vergiß die Vergangenheit. Es gilt, die Zukunft zu gestalten. Wann beginnen wir mit dem externen Test?« »Ich fliege gegen Mittag zurück nach Berlin.« Foller keschte sich die Dokumen-tenmappe. »Ich könnte für heute nacht alles arrangieren.« »Mach das.« Metzmacher-Heuberg wies Lemwicz an, die Nackten in den Ruheraum zu brin-gen. Dann begleitete sie Foller hinaus. Sie durchquerten einen langen, nach Desinfektionsmitteln riechenden Gang und blieben vor einer eisernen Schiebetür stehen. Metzmacher betätigte einen Schal-ter. Hydraulik öffnete die Tür, gab den Blick frei in eine Tiefgarage, in der ein schwarzer Mercedes mit Chauffeur vor einem Lastenaufzug parkte. Sie gaben einander die Hand. Früher hatte er sie zum Abschied immer geküßt. Auch das gehörte der Vergangenheit an.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bianca Flier VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Schade, schade, schade dass dies Robert Frosts endgültig letzter Fall ist. Aber Gregor Sakow hat den Schwanengesang des Scheißbullen mit Peitsche & Herz virtuos komponiert.

Die Leser begegnen alten Freunden und Gegnern des Protagonisten wieder. Frost muss nicht nur gegen menschliche Gegner antreten, sondern auch gegen seine "genetische" Nachkommenschaft. Aber Genexperimente sind unberechenbar. Und so kommt es kurz vor Schluss noch zu einer Überraschung, mit der niemand gerechnet hat. Frost nicht, und erst recht nicht seine erbitterten Feinde.

Nach vielen rasanten Jagd-Szenen und ebenso harten wie berührenden sm-erotischen Begegnungen kommt es zum finalen Showdown zwischen Frost und der sadistischen "Metze".

Da stellt sich den Fans die wagnerische Frage: Wann erwächst uns eine neuer Held, der diesem gleicht?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aus und vorbei 29. Dezember 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Lange hat es gedauert bis man den 5. Band erwerben konnte.
Wer die ersten vier Bände kennt, wird auch um den 5. und letzten Band nicht herumkommen.
Spannend wie immer und selten vorherzusehen in welche Richtung es gehen wird und häufig genau in die Richtung die man eigentlich nicht will. Der letzte Band ist für mich der düsterste und beklemmenste aller Frost Bände.
Sehr empfehlenswert zu diesem Zyklus ist der Besuch der Homepage des Autors. Dort sind viele Schauplätze beschrieben und auch im Bild festgehalten.
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