VORAB: Als Jahrgang 1981 bin ich mit der vollen Schaffensblüte Götz Georges Aufgewachsen. Von Karl May über Schimanski bis zu "Nichs als die Wahrheit" und der "Totmacher" - alles gerne gesehen.
ZUM INHALT: Wer ist eigentlich dieser Götz George? Benannt nach dem Lieblingsdrama des Vaters, den er früh verliert, verlebt George eine unruhige Kindheit zwischen Alpenidyll und Trümmer-Berlin. Nachgezeichnet wird sein Lebensweg vom ersten gescheiterten Theaterauftritt in der Schule bis zum gefeierten Star der Deutschen. Gekonnt wird seine private Seite mit eingeflochten ohne in Klatsch-Voyeurismus zu verfallen. Seine inneren Konflikte werden ebenso nachgezeichnet wie das Überbild seines Vaters Heinrich George - an dem er niemlas verzweifelt, ihm aber immer nacheifert.
ZUM BUCH: Eine gute Biographie - spannend, gut lesbar und informativ. Inhalte von Filmen oder Theaterstücken werden netterweise im Text immer kurz geklärt, so dass der Leser immer über das aktuelle Projekt informiert ist. Dem Autor gelingt es ein Gesamtbild von George zu zeigen.
FAZIT: Gutes Buch, toller Schauspieler und eben mehr als nur Schimanski...