Ich hatte mich auf den zweiten Teil der Göttlich-Serie eigentlich richtig gefreut, es war jetzt nicht maßlos schlecht oder so, aber er war einfach um längen nicht so gut wie der erste Teil. Zwar war Göttlich verloren eine solide Fortsetzung, die ich gern gelesen habe und mich auch nie gezwungen fühlte es wieder in die Hände zu nehmen, bin ich dennoch ein wenig...enttäuscht.
NEGATIV
- Ich frag mich das immer wieder und das nicht nur bei Göttlich Verloren, aber..
Warum? Warum? Wann fingen Romane an nicht mehr innovativ und originell zu sein?!!!!!! Vielleicht bin ich auch nur genervt von Pandemonium, das ich zuvor erst gelesen habe, aber warum kommt absolut nicht ein Roman, ganz besonders Trilogien NICHT ohne eine Dreiecksbeziehung aus!!!!! WARUM?????????????? Haben sich die Autoren untereinander ausgesprochen, dass das jetzt ein Muss ist? Ich zitiere meine Freundin: ''Machen Dreiecksbeziehungen nicht die Liebesgeschichten aus?'' NEIN!!! Aber leider Gottes, in den meisten Geschichten schon. Neben den anderen Problemen muss die Liebe natürlich auch dermaßen viel Drama beinhalten und dazu kommt das typische 0815-Klischee: Er und Sie können sich nicht lieben (In dem Fall, wäre es eine Inzestbeziehung), das führt zu einer Dreiecksbeziehungen, weil sie sich an jemand anderen wenden muss, der irgendwie immer ein Kerl ist, der sich in die Protagonistin verliebt und sie sich IRGENDWIE auch in ihn verliebt, oder noch besser, denkt sie würde ihn lieben und sich nahezu dazu bringt, um ihre eigentlich große Liebe zu verdrägen. Aber um ihren besten Vertrauten nicht zu verletzen... bla bla bla ist doch immer das Selbe, ich könnte jetzt alle Klischees runterrasseln und sagen 'hmmm... trifft irgendwie auf Göttlich Verloren zu' !! Ich meine, es gibt wenige, naja, in meinen Augen eins, wo die Dreiecksbeziehungen, genau richtig dosiert wurde und nicht nervt, unzwar in der Panem Reihe. Ach ja und nebenbei erwähnt ist der zweite Liebeskanditat entweder entsetztlich nervig, schon fast aufdringlich und ätzend oder er ist so unglaublich lieb und ekelhaft nett, dass einem echt jedes Mal die Spucke wegbleibt, weil man merkt: ''Nicht schon wieder! -____________-'' Okay, ich werde langsam zynisch :D Aber ich lass meine Wut grad irgendwie total bei Göttlich Verloren aus, aber mal ehrlich, wem geht es nicht wie mir? Es ist und bleibt nervtötend.
- Die mega Ameise, um ehrlich zu sein ist sie eher amüsant als negativ :D Der Gedanke ein Ameisenviech sei stärker als die Scions ist... nein, sie zerstört meine Traumwelt der göttlichen Superhelden :D Come on, der wirkt doch nicht bedrohlich, soll die Autorin doch ein Oktopus oder so nehmen :D Aber Ameisen sind lästig und wirkt in der Geschichte nur als Lückenfüller der Bösewichte, jeder weiß doch das Tantalus und seine ach so bösen Ziele das eigentliche Problem sind.
- DIE PERSONEN! Die haben mich teils so unglaublich aufgeregt!!!
Helen: Sie war noch zu ertragen, zwar konnte ich mich teils einfach nicht mit ihr identifizieren, aber verstehen konnte ich sie. Sie ist einfach nur so selbstlos, nett, will alle helfen und hält sich manchmal sogar echt für den letzten Dreck wie zB dachte sie mal, warum sie diese Gabe habe, in die Unterwelt zu reisen, obwohl alle anderen doch so viele bessere Menschen seien als sie. Irgendwie so ähnlich. Aufjedenfall, Mädchen, wo bleibt dein Selbstbewusstsein, okay ich weiß es ist ihr Charakter, schüchtern und nicht sonderlich von sich selbst überzeugt, aber warum muss sie sich immer so rumschubsen lassen?! Der Rest der Delosfamilie behandelt sie echt mies, besonders Jason, weil er ja diesen mega nervigen Beschüchtzerinstinkt gegenüber Claire entwickelt und sie echt JEDES MAL anschnauzen muss, wenn sie Claire in Gefahr bringt! Ich meine, sie geht wortwörtlich durch die Hölle für ihn und alle anderen und absolut alle danken es ihr mit sowas! Sie sind unfreundlich, man spürt nicht mehr die Wärme aus dem ersten Band. Dann kommt sowas immer wie: 'Wir haben ja angst um Helen.' oder 'Wir alle wollen sie ja beschützen' HAHA das ich nicht lache. Und sie ist zu nett um sich zu wehren, mal an sich selbst zu denken oder der Delosfamilie mal gehörig die Meinung zu sagen! Wenn sie es nicht bald tut, krieg ich die Krise...
Lucas: Was hat Angelini nur mit dem armen Lucas gemacht? Er kommt VIEL zu kurz. Und obwohl ich ihn echt verstehe, ist er nicht mehr so charmant, er hat noch seine Momente, die ich echt genossen habe, aber er ist so... aggressiv und wütend geworden. Ich hab nichts dagegen, aber durchgehend? Er schreit Helen an, hält es nicht mehr aus, nähert sich ihr wieder, macht Helen Hoffnung, um dann wieder ihr Herz zu brechen. Und wie Helen nun mal ist, lässt sie sich es gefallen. Aber aufgrund des ersten Teils gehört Lucas immer noch zu meinen Lieblingspersonen, ist sogar meine Nr. 1, einfach aus Loyalität, weil er es schon im ersten Teil war :D Aber wenn die Autorin ihn nicht wieder liebenswert macht, dann muss ich wohl oder übel diesen Rang an Hector abgeben... :D
Jason/Ariadne/Cassandra: Ein Wort: nervig. Zu viele nebensächliche Lovestorys, die nicht relavant sind und echt nur da, konnte ich mich mal mit Helen identifizieren, ich hätte auch wegschauen müssen, die waren echt unerträglich. Und das ist doch die Höhe das Claire Helen für Jason sitzen lässt!!!!!!!! Die Delosfamilie wird mir zu lieblos und oberflächlich dargestellt, die Familie bröckelt und verliert echt ihren Charm.
POSITIV
- Lucas und Hector!!!!!!!
Wie schon zuvor erwähnt ist Lucas trotz einige Macken, immer noch ein ganz lieber :) Und Hector?! Der ist absolut mein Superstar im Buch! Er ist einer der wenigen der wirklich nett zu Helen ist und einfach seine Art macht ihn unglaublich symphatisch. Er kommt zwar selten vor, aber wenn er mal kommt, hätte ich wie Helen ihn auch andauernd um den Hals fallen können!!
- Orion: Der Konkurrent von Lucas, aber eigentlich ein ganz Süßer :D Aus Loyalität sollte ich ihn eigentlich hassen, aber er war angenehm. Hat die Story interessanter gemacht und gibt der Handlung etwas mehr Abwechslung, anstatt immer wieder und wieder und wieder die Hölle, Leid und bli bla blub
Auch er ist mal um ehrlich zu sein nett zu Helen, er kann witzig sein und obwohl ich ihn nicht übermäßig liebe, war er in Ordnung. Ich kann mir gut vorstellen, dass für viele Leser Orion so eine Art Ersatzfigur für Lucas geworden ist, aber mal ehrlich...er ist mir nicht markant genug. Er hat nicht das gewisse Etwas.
- Um ehrlich zu sein, hier hört meine Kreativität auch schon wieder auf :D Ich stehe darauf zu kritisieren und das tu ich mal gerne, aber die ganzen postiven Aspekte, ich meine die fallen einem nicht ins Auge, sie sind einfach da...ich analysiere sie nicht so sehr und es kommt bei mir immer auf das Gefühl an, das ein Buch hinterlässt, nachdem man es zu klappt. Spannung ist definitiv da, es ist einfach und flüssig zu lesen, obwohl ich den Schreibstil der Autorin nicht so sehr mag, er sagt mir einfach nicht zu und ihre Witze können teils echt lahm sein :D, aber wäre da nicht die verdammte schule, wäre das Buch in zwei Tagen ausgelesen. Ich glaube um mehr postive Aspekte zu erfahren, solltet ihr andere Rezis lesen. Lese ich Rezensionen achte ich immer auf die Kritikpunkte, ich weiß ja nicht wie ihr es so empfindet, aber jeder das Seine :)
Im Großen und Ganzen ist das Buch schon lesenswert, die zwei Punkte sind hart vergeben, aber einfach im Vergleich zum Vorgänger ist der zweite Teil schwach, dennoch ist Göttlich Verloren ein Muss, schließlich sollte man das Finale nicht verpassen, wenn einem wirklich der erste Teil gefallen hat. Trotz meiner schlechten Bewertung, SOLLTET IHR ES LESEN. Es ist nicht so, dass es eine Qual ist, es hat seine Macken, aber dennnoch war es ein Leseverngügen :) So schlussendlich,klinge ich noch sehr positiv, aber das liegt wohl nur daran, dass ich den ersten Teil so mochte.
Also, lest und beurteilt selbst.
Myninha (17Jahre)