Ich weiß noch gar nicht so recht was ich schreiben soll. Fest steht nur eines: dieses Buch MUSS die maximale Punktezahl bekommen.
Am Anfang habe ich mich ein wenig schwer getan, mit den vielen, fremd klingenden Begriffen und Eigennamen. Nachdem ich diese verinnerlicht hatte, konnte ich das Buch (fast) nicht mehr weglegen. Das Wechselspiel zwischen der Beschreibung aus der Sicht Außenstehender mit den eigenen Gedanken und Gefühlen der Kumari Amita, macht den besonderen Reiz dieses Buches aus. Man hat in jedem Moment den Eindruck, live bei den Geschehnissen dabei zu sein. Es ist weiterhin überaus interessant zu lesen, wie mechanisch und unreflektiert (vom westlichen Standpunkt aus) die religiösen Rituale durchgeführt werden und trotzdem eine so große Bedeutung für die Menschen in Nepal haben. Wenn man liest, wie z.B. am jährlichen Indra-Jatra-Fest versucht wird, die (göttliche) Kumari mir Münzen "abzuschießen", wird einem auch mal wieder klar, dass die Menschen in Asien zwar alle sehr reiligiös, aber keine Heiligen sind. Europäer haben eben oft den Drang, asiatische Religionen zu mystifizieren. Diese sind aber auch ohne "rosa Brille" spannend und faszinierend genug!!
Das Buch wird definitiv eine breite Leserschicht ansprechen. Ich (35 Jahre, männl.) interessiere mich für asiatische Religion. Meine Schwiegermutter hat aber auch schon Interesse an diesem Buch angemeldet ?!?! Ich bin sicher: früher oder später wird man das Buch oben auf den Bestseller-Listen finden.