Beide Götterfluch-Bücher (der gestohlene Papyrus, die dunkle Priesterin) sind typisch für ihren Autor. Es gelingt ihm wieder sehr gut, den Leser in die jeweilige Zeit zu versetzen, nicht zuletzt durch seine herrlich lebendigen Protagonisten. Er hat mir diese Persiode der ägyptischen Geschichte sehr schmackhaft gemacht.
Die Übersetzung des Originales finde ich aber absolut mangelhaft, sowohl in Bezug auf das verwendete Vokabular (das sich sehr von den anderen Jacq-Büchern unterscheidet) als auch in Bezug auf die grammatischen Fehler (sehr oft fiel mir auf, dass statt 'niemandem' oder 'niemanden' einfach 'niemand' verwendet wurde ...).
Weiteres Manko ist aus meiner Sicht der Schluss - über den ich hier natürlich nicht viel verraten möchte. Ich habe ernsthaft nach einem dritten Band gesucht - und nicht gefunden. Stattdessen habe ich mir bei Wikipedia durchgelesen, wie diese Periode weitergeht bzw. endet. Sehr schade.
Etwas verwirrt hat mich auch der Esel 'Nordwind', der mir schon in anderen Büchern und damit in anderen Epochen begegnet ist, und der auch hier wieder auf magische Art den besten Weg findet.
mein Fazit: Das Buch verdient 4 Sterne, die Übersetzung nicht.