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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Weniger waere mehr gewesen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Götterdämmerung: Roman (Taschenbuch)
Tanja Kinkel waehlt in "Goetterdaemmerung" ein voellig anderes Genre als in ihrem Historiengemaelde "Der Puppenspieler". Ein Polit-/ Wissenschafts-/ Wirtschaftsthriller. Es gelingt ihr sehr gut, ihre Protagonisten einzufuehren und dem Leser so nahe zu bringen (auch mit ihren Unzulaenglichkeiten), dass man schon bald mitten im Geschehen ist und gar nicht mehr heraus will.Bis zu dem Zeitpunkt, als der Schriftsteller und unsere Hauptperson Neil LaHaye dem ebenso brillianten wie mysterioesen Arzt und Wissenschaftler Dr. Victor Sanchez hinterherreist und ihn tatsaechlich auch findet, war das Buch auch klar auf 5-Sterne-Kurs. Die Romanze zwischen Neil und Beatrice war zwar etwas vorhersehbar, aber wenigstens schoen beschrieben - genau wie sein Elend und seine Gewissensbisse, weil er die Chance, den 25 Jahre lang verschollenen Wissenschaftler zu treffen genau dann bekam und letztlich auch wahrnahm, als er dabei war, ein innigeres Verhaeltnis zu seinen Kindern aufzubauen und fuer diese Chance ein Versprechen ihnen gegenueber bricht. Genau hier jedoch beginnt Kinkel, gegen den Grundsatz der Schreiberei zu verstossen, den sie Neil an einer Stelle ihres Romans sagen laesst: "Wenn du eine Story schreiben willst, dann tue das. Schreibe eine Story, und nicht drei oder vier." AIDS-Forschung - Atom-Tests - Journalistische Meinungsfreiheit - Genmanipulation - Terrorbedrohung - Wirtschaftsmacht - Biogenetik: das ist alles ein bischen viel und wirkt am Ende etwas konstruiert und leider auch etwas verzettelt. Ein bischen weniger waere hier mehr gewesen. Das Ende schien dann - im Gegensatz zu den schoen aufgebauten Haupthandlungsstraengen - gar etwas nachlaessig und schnell runtergeschrieben. Hat da der Verleger endlich Resultate verlangt, genau wie bei ihrem Helden? Trotzdem: ich mag Tanja Kinkel bzw. die Art wie sie schreibt und freue mich auf weitere Buecher von ihr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bunter Mix an Themen und Stilen,
Von Thomas BTF "btf12" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Götterdämmerung (Gebundene Ausgabe)
Oftmals liest man über Tanja Kinkels Bücher, sie seien "großartig recherchiert". Solche Behauptungen sind natürlich immer ziemlich vermessen, weil um dies beurteilen zu können, man schließlich selbst Experte auf den behandelten Gebieten sein müßte. Und das ist bei diesem Buch ein mindestens so schwieriges Unterfangen wie bei ihren historischen Romanen.Die "Götterdämmerung" behandelt neben den Risiken und Chancen der Genforschung vor allem das gesellschaftliche Leben in den USA nach dem 11.September. Daneben nehmen die Verquickungen von Pharmaindustrie und Politik einen großen Raum ein und natürlich die persönliche Geschichte von Neil LaHaye, einem bekannten Journalisten, und seine Jagd nach der ganz großen Story. Genauso bunt wie der Themenmix ist die Mischung aus Genres die in diesem Buch bedient werden. Zunächst mal ist ganze natürlich ein Thriller, der ganz im Stil unserer Zeit ein modernes Thema aufgreift und dabei ausführlich die privaten Verwicklungen (inkl. einer handfesten Lovestory) des Protagonisten ausführt. Darüber hinaus nimmt sich die Autorin aber auch die Zeit, in aller Ausführlichkeit die Schönheit der Wildnis Alaskas auszumalen. Am Ende entwickelt sich das ansonsten recht realitätsnahe Buchs dann noch über das Zwischenstadium "geschriebenes Roadmovie" in einen apokalyptischen Endzeit-Thriller. Dieser Bunte Mix aus Themen und Stilen macht den Roman extrem abwechslungsreich und vielschichtig. Neben dem somit hohen Unterhaltungswert ist es nicht minder positiv, dass die Götterdämmerung zum Nachdenken anregt. Und das nicht nur über Ethik in der Forschung sondern auch über Politik und Beziehungen. Warum ich dem Buch den fünften Stern verweigere ist, weil es oftmals etwas konstruiert wirkt. Nicht unglaubwürdig sondern so wie "auf dem Reissbrett" entworfen mit dem Ziel, es allen recht machen zu wollen. Sogenommen vielleicht etwas "überrecherchiert", aber dennoch extrem lesenswert, weil es so brandaktuell ist und zwei wirklich brisante Themen, Genforschung und Anti-Terror-Kampf, so spannend aufbereitet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die "neue" Tanja Kinkel,
Rezension bezieht sich auf: Götterdämmerung (Gebundene Ausgabe)
Götterdämmerung - Der Titel ist das Historischste an dem neuen Werk von Tanja Kinkel. Wer ihre Bücher kennt, kauft natürlich sofort das neu erschienene - so auch ich. Und an das zwar angekündigte, aber dennoch gewöhnungsbedürftige Neue ist, dass es ein Roman ist, der in der Gegenwart (und wohl auch in der Zukunft) spielt.Es geht um Existentielles, um die Beschreibung und damit auch Bewertung von gegenwärtigen Fragen und Problemen. Tanja Kinkel greift also diesmal nicht zurück auf eine bekannte historische Persönlichkeit oder auf eine bestimmte historische Epoche, die sie dann aus ihrem eigenen, manchmal eigenwilligen Blickwinkel auseinandernimmt, erforscht, neu zusammensetzt und mit Fiktion bereichert. Sie benutzt auch keinen abgeschlossenen historischen Kontext, in den sie ihre erfundene Geschichte platziert (wie in meinem Lieblingsbuch "Unter dem Zwillingsstern"). Sie wagt in "Götterdämmerung" viel und mutet dem Leser einiges zu, indem sie medizinische und bioethische Grundfragen die gesamte Handlung durchziehen lässt. Die Schilderung der Personen , das Einfühlungsvermögen in die je eigene Psychostruktur gelingt der Autorin wieder einmal glänzend. Männliche und weibliche Verhaltens - und Denkweisen spiegelt sie meisterhaft wider. Im Gegensatz zu anderen Werken, in denen sie das Ende der Geschichte hinauszögert, kommt dieses in "Götterdämmerung" für mich zu früh. Aus der glänzend beschreibenden und erzählenden historischen Betrachterin Tanja Kinkel wird die fast schon politische Prophetin.Auch wenn sie sich spürbar in das politische und soziale Umfeld der USA nach dem 11. September hineinversetzt, überzeugt mich mehr die Historikerin der früheren Bücher. Deshalb: 4 Punkte für Handlung und Personen. Der fünfte Punkt (das i-Tüpfelchen) bleibt diesmal in der Tasche... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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