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Götterdämmerung: Die Gänse des Kapitols [Broschiert]

Frank W. Haubold , Timo Kümmel
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 241 Seiten
  • Verlag: Atlantis Verlag Guido Latz (April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3864020301
  • ISBN-13: 978-3864020308
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 524.782 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Frank W. Haubold wurde 1955 in Frankenberg (Sachsen) geboren und studierte Informatik und Biophysik in Dresden und Berlin. Seit 1989 schreibt er Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten unterschiedlicher Genres. Zahlreiche Veröffentlichungen im In- und Ausland. 2008 gewann er den Deutschen Science Fiction Preis.

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5.0 von 5 Sternen Vogelperspektive 1. September 2012
Von J. Pern TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
_Zur Story_

25 Jahre ist es her, seit die denkwürdige Weltraum-Schlacht gegen die geheimnisvollen Burgons bei Joyous Gard durch einen einzelnen Kampfpiloten entschieden wurde. Die unsichtbaren und nahezu unverwundbaren Alien-Schiffe streiften schon lange durch die äußeren Territorien der irdischen Föderation und griffen immer wieder Planeten oder die durchs All reisenden Nomadenstädte an - für die Streitkräfte, trotz großangelegter Mobilmachung, ein kaum zu lösendes Problem. Bis zu jenem Tag, als Christoph Rilke, ein junger Falken-Pilot, die Wendung herbeiführte - sie jedoch mit dem Leben bezahlte. Lucky Blow oder ESP-Befähigung? Zunächst unerheblich. Immerhin hatten die Menschen dank ihm nun endlich eine Idee davon, wie man den offenbar künstlich gezüchteten, lebenden Raumschiffen beikommen kann. Die dezimierte Burgon-Flotte flüchtete daraufhin jedenfalls und verschwand einstweilen spurlos.

Doch einer traut dem nunmehr einem Vierteljahrhundert dauernden Frieden nicht und harrt, quasi seit er ein junger Offizier bei der Schlacht damals dabei war, auf die Wiederkehr der Aliens: Raymond Farr. Der Colonel ist inzwischen Kommandant der Pendragon Base, einem vorgeschobenen, militärischen Außenposten der Menschheit. Er ist überzeugt davon, dass die Ruhe trügerisch ist und dass die Burgons, im Falle einer neuen Angriffswelle, genau hier als erstes zuschlagen werden. Er hat auch längst eine Theorie entwickelt, wer die wahren Herren hinter den Invasoren sind. Doch all diese langjährig akribisch zusammengesammelten Erkenntnisse behielt er bislang lieber für sich. Als er seiner wissenschaftlichen Leiterin Captain Miriam Katana auf der Basis näher kommt, plaudert er ihr gegenüber dennoch aus dem Nähkästchen - zunächst nicht wissend, dass seine Geliebte drastische Rachegelüste gegen die Aliens hegt. Und sie ist im Besitz einer potenten Waffe, diese durchzusetzen.

_Fazit_

"Die Gänse des Kapitols" mag einen recht seltsamen Titel haben, drin steckt allerdings eine flott wie spannend erzählte SciFi-Geschichte, bei der auch Federvieh zwar vorkommt, sich die Handlung aber vielmehr auf ganz andere Sachen konzentriert. Liebe etwa. Überraschend für einen Roman, dessen Covertext eher auf das Military-Subgenre hinweist? Nun ja: Die Mixtur ist eben äußerst interessant. Man darf gespannt sein, wie die im Auftaktband gesponnen Fäden zusammenlaufen. Bis zum Ende des Buches haben sich immerhin drei unterschiedliche Erzählstränge ausgebildet und Raymond Farr, nebst seiner bunten Crew, werden wohl auch weiterhin, von ihrem Erfinder Frank W. Haubold, ordentlich auf Trab gehalten - und wenn schon, dann gewiss nicht an Langeweile sterben. Genug Action wird geboten. Einstweilen weist der wurmlochgroße Rezensentendaumen klar in Richtung Weltall.

Jürgen Pern - buchwurm.info Redaktion
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine etwas andere Space Opera 6. Juli 2012
Format:Broschiert
Auch in der fernen Zukunft hat die Menschheit die Geißel des Krieges nicht hinter sich gelassen. Zwar hat sie sich über die Galaxie ausgebreitet, Kolonien gegründet und in fliegenden Habitaten die Weiten erobert, doch Neid, Missgunst und Aggression haben sie begleitet.

Seit Jahrzehnten greifen unbekannte, perfekt getarnte Raumschiffe der Burgons unschuldigen Kolonien und Habitate an, ermorden deren Bewohner und zerstören mitleidlos die neue Heimat der Bewohner. Selten gelingt es dem Militär zurückzuschlagen, oder Erkenntnisse über den mysteriösen Feind zu gewinnen. Intelligente Bioraumschiffe scheinen hinter den Anschlägen zu stecken, selbst die Angels, wohlmeinende aber geheimnisvolle Aliens, wissen kaum mehr.

Raymond Farr hat lange Jahre als Kommandeur an Bord einer der Stationen gedient, die sich dem Kampf gegen die Burgons verschrieben haben. Zusammen mit Miriam, einer bezaubernden Frau, die nicht nur weit mehr über die Angreifer zu wissen scheint als allgemein bekannt, sondern auch über eine unbekannte aber ultimative Waffe verfügt gelingt es ihm einen Gegenschlag zu initiieren. Dass Miriam zusammen mit ihrem Piloten dabei ins Ungewisse fliegt und vermisst wird veranlasst Farr nicht nur dazu seinen Abschied aus dem aktiven Dienst zu nehmen, sondern auch eine Expedition auf die Beine zu stellen, die nicht nur Miriam suchen, sondern auch die Hintergründe der Angriffe aufklären soll '

In der Originalanthologie 'Weltraumkrieger' (Hrsg. van den Boom / Naujoks, Atlantis Verlag) hatte Frank Haubold eine Novelle veröffentlicht, die er nun neu aufgreift, erweitert und zu einer geplanten Space Opera Trilogie ausbaut.

Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass sich auch der mehrfache Kurz Lasswitz Preisträger dem Trend der Military SF anbiedern würde, dass ein weiterer 'krach-bäng-boom' Roman auf den Leser warten würde. Bei näherer Betrachtung aber stößt man schnell auf markante Unterschiede, merkt, dass diese Annahme weit von der Realität entfernt ist.

Auch hier gibt es das Militär, gibt es Kriegsschiffe und Raumschlachten. Doch diese stehen nicht im Mittelpunkt, sondern bilden einen Teil der Kulisse, in der Haubold seine eigentliche Handlung ablaufen lässt.

Nie plakativ oder aufdringlich zeichnet der Autor ein gerade in den Details glaubwürdiges Bild einer vorstellbaren Zukunft, wobei sich sein Leser diese selbst erschließen kann und muss. Geschickt legt er hier Hinweise, stellt immer einmal wieder andere Figuren ins Zentrum der Aufmerksamkeit und beleuchtet so sein Bild der Zukunft aus unterschiedlichsten Blickwinkeln.
Vieles bleibt ' noch ' rätselhaft oder im Verborgenen, wenn man sich zusammen mit Farr auf die Suche begibt. Dabei wird schnell offenbar, dass scheinbar bekannte Tatsachen oft bei näherer Betrachtung nicht mehr so felsenfest zementiert bleiben, dass viele der Beteiligten ihr eigenes Süppchen kochen. Dabei wechseln sich dann kurze actionreiche Kapitel mit längeren, eher getragenen Sequenzen ab, in denen seine Figuren Zeit haben zu reflektieren, Vorgänge zu hinterfragen und zu planen.

Mit vielen tollen, weil ungewöhnlichen Bildern angereichert, von denen Timo Kümmel eines kongenial als Titelbild um- und in Szene gesetzt hat, erwartet den Leser ein in sich spannendes, atmosphärisch sehr dichtes Werk, das auch durch seine ungewöhnlichen Charaktere besticht. Voller Ecken, Rätsel aber auch Sorgen fühlen diese Menschen sich echt im Sinne von überzeugend an. Das sind keine platten Abziehbilder, keine Personen aus der Schublade, sondern Gestalten die träumen, die hoffen und bangen. Das ist inhaltlich wie erzählerisch sehr weit weg von den Romanen eine John Ringo oder David Weber, nutzt die Militärmaschine lediglich als letztlich unwichtige Kulisse und zieht aus dem Abschlachten des Gegners ' etwas das bei Haubold erst gar nicht vorkommt - keinerlei Genugtuung. Dem Autor kommt es mehr auf die inneren Werte seiner Figuren an, er will uns aufzeigen, was sie antreibt, was Liebe und Verantwortungsgefühl bewirken kann

Stilistisch auf durchweg hohem Niveau setzt der Autor den Opfern eines sinnlosen Krieges ein Mahnmal, berichtet von aufopfernden Helden, tatkräftigen Forschern und einer Zukunft, die die Geißel des Krieges nicht überwunden hat.
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4.0 von 5 Sternen Gute, alte Space-Opera 28. März 2013
Format:Kindle Edition
Am Anfang tat ich mich, zugegebener Maßen, etwas schwer mit dem Stil und den teilweise doch sehr langatmigen Beschreibungen. Allerdings, wenn man sich eingelesen hat, ist das kein Problem mehr.
Die Anfangssequenz ist meiner Ansicht nach beinahe etwas zu langatmig, da sie im weiteren Verlauf eigentlich kaum Bedeutung hat. Natürlich weiß ich nicht, wie es in den weiteren Teilen dann damit sein wird, aber in diesem Buch fand ich es beinahe zu lange für eine Einführung.
Die Personen sind an sich gut gezeichnet, die Dialoge wirken manchmal etwas steif, doch das ist den diversen Charakteren geschuldet.
Die Geschichte ist wie eine Hommage an die alten Space Operas. Man hält sich nicht lange mit Beschreibungen der Geschichte bzw. der behandelten Gegenwart auf. Auch fehlt das sonst übliche Technobabbel beinahe vollständig. Andererseits sind viele Begriffe und Bezeichnungen veraltet, was mir das Gefühl gab in den alten Perry Rhodan Romanen zu lesen. Doch das hat Charme und macht Spaß, als Gegensatz zu den sonst mit erfundenen Fachbegriffen durchsetzten sonstigen Publikationen.
Das offene Ende finde ich nicht sehr gut, besonders weil für mich nicht ersichtlich war, dass es sich hier um den Beginn einer mehrteiligen Serie handelte. Deshalb war ich richtiggehend verärgert über den ziemlich brutalen Cliffhanger.
Auch gab es Nebenerzählungen, die meiner Ansicht nach zwar gut geschrieben waren, jedoch für die Haupthandlung unbedeutend blieben. Möglicherweise ändert sich das ja im zweiten Teil, der ja noch kommen soll, ich kann allerdings nur diesen Teil bewerten.
Ich habe das Buch gerne gelesen und freue mich auf einen zweiten Teil. Zu einer Fünf-Sterne-Bewertung fehlt eigentlich nur noch der Feinschliff am Stil und der Verzicht auf Nebenhandlungen, welche die eigentliche Handlung nicht vorwärtsbringen...
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