Vor 33 Jahren geschah etwas, was die dogmatische Welt in ihren Grundfesten erschütterte: Erich von Dänikens erstes Buch, "Erinnerungen an die Zukunft", entfachte einen globalen Flächenbrand. 1970, zwei Jahre Später, fragte der Wissenschaftsjournalist Ernst von Khuon 16 Experten: "Waren die Götter Astronauten?" (so der Titel des Buches). 31 Jahre später schlägt Erich von Däniken zurück: Ja, "die Götter waren Astronauten". In seinem neuesten Werk räumt der Schweizer Autor und Forscher wieder einmal auf mit einem tradierten, verkrusteten Geschichtsbild - doch diesmal entrümpelt er es gnadenlos. Der metaphysische Gott des Alten Testaments wird enttarnt, in rational erfassbare Bestandteile zerlegt und mit der dem Schriftsteller eigenen analythischen Akribie seziert. Seiner mystisch verklärten Be- oder Verkleidung wird jener Gott durch messerscharfe Beweisführung und mit dem Alten Testament entledigt, das der Vorkämpfer der Paläo-SETI als ein Konglomerat von Ungereimtheiten, Widersprüchen und Anachronismen entlarvt. Allein die aufgelistete Anzahl von Orten, an denen vermeintliche Grabstätten diverser Propheten und Patriarchen liegen sollen, lässt den Leser nur noch den Kopf schütteln.
Des weiteren reflektiert EvD weltweite Marienerscheinungen, in deren Zentrum er Fatima stellt. Penibelste Recherche offenbaren ein Sammelsurium von Fragwürdigkeiten, die besonders was die Rätsel um Fatima betrifft, eines beweisen: Die ranghöchsten irdischen Vertreter der katholischen Kirche lügen, dass sich die Balken ihrer Gotteshäuser nur so biegen. Das tatsächlich geschehene Sonnenwunder von Fatima lässt den Verfasser ausserirdische Einflüsse in Betracht ziehen, wobei er die Mimikry-Hypothese von Dr. Johannes Fiebag in seine Gedanken integriert.
Weiter zieht der 66-jährige Bestseller-Autor seine globale Bahn zu symbolträchtigen Bauten, die auch ohne präastronautisches Weitwinkel-Objektiv als Raumschiff zu deuten sind.
Als hätte er nicht schon genügend Argumente für die Untermauerung seiner These (siehe Buchtitel) auf dem Tabeltt serviert, setzt der Querdenker noch eines drauf und schildert für uns mehr als futuristisch anmutende Waffen und Kriegsluftschiffe als Teile prähistorischer "Star Wars", wie sie altindische Überlieferungen zweifelsfrei beschreiben. Unterschiedlichsten Contra-Argumenten entzieht er im wahren Wortsinn entwaffnend den Boden, präsentiert englische Texte des 19. Jahrhunderts im Original, verweist präzise auf einzelne Kapitel der insgesamt 560000 (!) Verse altindischer Schilderungen. Nicht fehlen dürfen wie stets Seitenhiebe gegen Skeptiker und Orthodoxe, von EvD mit liebevollem Augenzwinkern als "Freunde von der anderen Fakultät" tituliert.
Fazit: Hier präsentiert sich in seinem schnoddrig-frech-respektlos-brillanten Stil ein kämpferischer Däniken wie seit Jahren nicht mehr! Das Buch ist ein Orkan, der wissenschaftliche wie kirchliche Dogmen kräftig durcheinanderwirbelt. Denn die explosiven Argumente lassen kaum eine andere Antwort zu als: Die Götter waren Astronauten!