Harro Heuser schreibt über Dichter, Gelehrte und andere Griechen, die seit 2500 Jahren tot sind - und es ist alles andere als langweilig. Homer, Thales, Pythagoras, Hyppokrates (der mit dem Eid) und ihre Zeitgenossen sind die Figuren dieser "Philosophiegeschichte", und das ganze wirkt so lebendig, als wäre man auf dem Athener Markt. In neun Kapiteln werden antike Geistesgrößen entstaubt, als Menschen und als Denker ernstgenommen und dem Leser nahegebracht. Dabei verliert Heuser nie den Blick fürs wesentliche, schreibt unverschämt unterhaltsam und öffnet überraschende Einblicke in die antike Geisteswelt. Einziger Nachteil: Angesichts der sehr spärlichen Quellen, die uns von den meisten der von Heuser beschriebenen Denker erhalten blieben, sind einige seiner Deutungen doch etwas gewagt. Davon abgesehen: Das Buch ist witzig und spannend geschrieben, und Spaß am Denken vermittelt es allemal.