Die Bibel, das Buch der Bücher, kennt jeder mindestens aus dem Unterricht seiner Schulzeit. Damals wurden uns die Dogmen der Kirche beigebracht, und keiner der jungen Schüler widersprach seinem Religionslehrer. Die Bibel und die Lehren der Kirche sind in der öffentlichen Diskussion ein Tabuthema (wenn es nicht wiedermal um Verhütung geht). Zwar kennt jeder die wichtigsten Textstellen aus der heiligen Schrift, oder hat sie zumindest einmal gehört, aber auch wenn eine Bibelausgabe im häuslichen Bücherschrank steht, so hat sich kaum einer nähr mit ihr befaßt. Auch der größte Teil der glaubenden Christen, die Sonntag für Sonntag in die Kirchen pilgern, haben meist nicht selber im Alten Testament gelesen oder sich gar intensiv mit dem Grundstein ihrer Religion befaßt. Uns wurde vor mehr oder weniger langer Zeit in der Schule und in den Gottesdiensten etwas erzählt über Adam und Eva und ihre schlimme Versündigung Gott gegenüber, die bösen Menschen, die durch ihr Verhalten letztlich die Sintflut verschuldeten, den Propheten Gottes oder von den Stammvätern Mose und Abraham, die alle Wunder vollbringen konnten und erlebten. Oder auch von den verschiedenen Propheten Jahwes haben wir schon einmal etwas gehört. Dabei blieb es auch, und der christlichen Dogmatismus, der uns damals erreichte, oder erreichen sollte, ist entweder schnell wieder vergessen, oder aber als Wort Gottes verinnerlicht worden. Es ist an der Zeit, in der Bibel, und vor allem im Alten Testament, einiges neu auszulegen, denn die Kirche bleibt mit ihren alteingefahrenden Lehren von der Allmacht des biblischen Gottes viele Antworten auf biblische Rätsel schuldig. Alleine die widersprüchlichen Deutungen und Interpretationen der Bibelexegeten belegen, daß sich nicht einmal die allgemeine Theologie einig ist, was das Buch der Bücher überhaupt enthält. Aber auch die Tatsache, daß selbst heute noch in der Machtorgansisation Kirche an nachweisbar heidnischen Religionsansichten festgehalten wird, etwa die Jungfrauengeburt oder Symbole aus dem Hinduismus und Buddhismus (zum Beispiel der Kuppelbau), zeigen, daß die Kirche nicht bereit ist, neue Ansichten zu überdenken. Die Bibel, deren Inhalt oder auch die Religionen allgemein, sind für viele Menschen unserer Gesellschaft unwichtig. Dadurch werden auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, die wieder fällige Autoversicherung gezahlt oder die Miete gesenkt. Dennoch glauben zahllose Menschen seit der Kindheit bis zum heutigen Tag an die Lehren der Kirche. Wer aber hat sich jemalas die Mühe gemacht, das Buch mit sieben Siegeln aufzuschlagen, um nachzulesen, was Adam und Eva im Garten Eden so trieben, wie der Prophet Hezechiel (Ezechiel) und andere Propheten tatsächliche ihren Gott sahen und was die Menschen in Gottes Augen verbrachen, daß er gleich eine gewaltige Flut schickte, um seine Kinder vom Erdboden zu vernichten? Oder hat je einer versucht zu ergründen, warum der Herr im Alten Testament in seinem Zorn immer wieder tödliche Strafen über die Menschen kommen ließ? Welcher Christ hat seinen Glauben kritisch hinterfragt, bevor er die Kirche betritt? Wer setzt sich hin, um auch in den nichtkanoesierten Bibeltexten zu lesen - sofern sie bekannt sind? Lesen wir die Bibel aufmerksam durch, ziehen dabei ältere Texte aus Mesopotamien heran (von denen vieles von den Genesisautoren übernommen wurde), werfen dabei einen Blick in die verborgenen, apokryphen Bücher der Bibel und hören uns kurz die Überlieferungen einiger anderer Völker an, so fällt die schöne Welt der biblischen Geschichte zusammen wie ein Kartenhaus. Gleichzeitig eröffnet sich aber auch eine neue, phantastische Vergangenheit unserer Vorfahren. Wir können und wir dürfen nicht einfach die verbreitete theologische Deutung der biblischen und apokryphen Texte so hinnehmen, wie sie heute gelehrt wird. Als glaubender Christ kann niemand die Augen vor alttestamentarische Geschehnisse verschließen. Denn nur ein etwas genaueres Anschauen der Texte, die uns moderne Exegeten als inspiriertes Gotteswort verkaufen wollen, lassen Zweifel aufkommen, daß der Gott des Alten Testamentes tatsächlich der Gott ist. Unabhänig davon, wie die Bibelkundler die heilige Schrift auslegen, immer ist es in ihrem Sinn, und alles Unverständliche und Undeutbare wird zu Symbolismen, Visionen oder Gleichnissen erklärt. Das Wort Gottes ist in der Theologie sehr dehnbar. Die Bezeichnung Wort Gottes wird äußerst weitreichend interpretierte Behauptung. Theologen sehen darin entweder das direkte Wort aus Gottes Mund an den Menschen, oder aber inspirierte Worte Gottes, die von Menschen niedergeschrieben wurden. Beiden Auslegungen liegt jedoch zu Grunde, daß der Inhalt der Bibel auf die eine oder andere Weise von Gott stammt. Gott, um hier das gebräuchliche Wort zu verwenden, soll ein Wesen oder Geist sein, der allgegenwärtig, zeitlos und von vollendeter Weisheit ist. Er wird als Schöpfer des Universums, der Galaxien, Sonnen, Planeten, Atome und allen lebenden Geschöpfe angesehen. Der Kosmos entstand nach der Urkanlltheorie aus einem stark verdichteten Körper, der die gesamte Materie der Welt insich barg. Davor gab es nichts, nur Gott, denn er ist nicht zu fassen, nicht zu begreifen und erst recht nicht in irgendwelche Dimensionen zu zwängen. Genauso ist es! Das ist Gott - das allmächtige Wesen, mit dem alles begann und alles enden wird. Aber dieser Gott steht im krassen Widerspruch zu dem Gott in der Bibel, dessen Worte und Taten sich in den heiligen Büchern widerfinden und den die Religionslehrer und Priester als wahren Schöpfer bezeichnen. Ist dies nicht Blasphemie? Keineswegs, denn ich glaube an diesen allmächtigen Gott, der sämtliches Leben, egal wo im All, schuf, aber ich kann ihn beim besten Willen nicht in den Schriften der Bibel wiederfinden! Der biblische Gott erlaubt sich Fehler, ist nicht allwissend, er lügt, mordet oder läßt morden, ist oft zornig, reumütig und bedient sich sonderbaren Thronen als Hilfsmittel zur Fortbewegung etc. Sollten derartige Eigenschaften dem multidimmensionalen Erschaffer von Geist und Materie zu eigen sein? Ich bezweifele es energisch. Wer aber war Jahwe (bzw. Götter) des Alten Testamentes, wer seine Söhne oder Engel (Gottessöhne), denen es nach Sex mit den Menschen lüsterte, wie es unter anderem das Buch Genesis beschreibt? Wer oder was waren die himmlischen Wesen anderer Völker und Kulturen, und woher kamen sie zu unseren Urahnen? Die Hinweise führen uns tatsächlich in den Himmel, sie kamen von dort, denn in den Überlieferungen der religiösen Schriften stechen immer wieder technische Beschreibungen ins Auge. Andere Berichte über Jahwe enthalten Taten dieses angeblichen Gottes, die nicht mit unserem liebgewonnenen Gottesbild zusammenpassen: Gottes Reich ist nicht von dieser Welt - da hat die Bibel recht. Begleiten Sie mich nun auf eine Reise in die phantastische Welt der religiösen Überlieferungen unser Vorfahren. Eine Welt, voller rätselhafter Begegnungen, Erscheinungen und Berichte, voll von unglaublichen Aussagen und sensationellen Hinterlassenschaften der Götter der Sterne...