Vorab. Ich bin kein deutscher Staatsbürger, und sehe die deutsche Geschichte bestimmt durch meine kleine "luxemburgischen" Brille.
Die Grösse und Prunksucht der Nazis erschlagen einen sowieso immer förmlich,
doch was Göring da abgeliefert hat, ist schon erschreckend.
Millionen und aber Millionen wurden verbaut, umgebaut, beigebaut, und schliesslich zerstört. Nun zum Buch:
Das Buch besticht, durch seine klare Gliederung, geschichtlichen Beifügungen, die natürlich nicht fehlen können. Die Fotos sind halt sw, da die Farbfotos eher selten waren. Es stünde dem Buche zwar gut auch einige (wenn es sie dann gibt), darzustellen.
Ich bin irgendwie schockiert, aber auch irritiert, über die Selbstverherrlichung des "Klempners" oder Herrn Meier. Bis dato, hielt ich nur Bücher in der Hand, wo man Göring als lamettageschmückten dicken Held sah. Irritiert ist man dann schon wenn man sieht, dass er sogar über einen Fitnessraum, Sauna, Pool verfügte.
Man lernt diese Person auch als "Sammler" kennen, und als Jäger. Dass seine ganze , war es "seine" ??, Sammlung (oder besser Beute) ausgestellt wurde wie im Museum, bezeugt das er sich selbst irgendwie zum Inventar mit inzinierte.
Die Zeittafel Seite 176 ist ganz gut gemacht, und gibt einen guten Einblick in das "Berufsleben" des "Dicken".
Also ingesamt kann ich das Buch empfehlen, es liefert ein anderes Bild Görings, wenngleich es auch nicht besser wird, trotz des Feudalismus, und Prunks.
Bokassa laesst gruessen.
Georges aus Luxemburg.