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Produktinformation
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Gödel, Escher, Bach, ein mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnetes Buch über Genie, erforscht anhand von historischen Beispielen und Denkspielen die Gedanken brillanter Persönlichkeiten. Dieses Buch eignet sich nicht für den geistig Trägen und zeigt mehr als jedes andere, was es bedeutet, Symbole und Muster zu sehen, wo andere nur das Universum vor Augen haben. Gödel, Escher, Bach setzt sich mit Mathematik, Computern, Literatur, Musik und künstlicher Intelligenz auseinander und stellt nicht nur eine Herausforderung dar, sondern auch ein möglicherweise lebensveränderndes schriftstellerisches Werk. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Kurz vor Antritt meiner Reise hatte ich den Fehler begangen, das Buch anzulesen, und ich verfiel sofort Hofstadters brillant dargestellten Gedankengängen zu Bach, Aristoteles und Babbage, zur Logik, zur Zahlentheorie und vor allem seinem Humor. Kongenial und sehr gelungen sind die Dialoge zwischen Achilles und der Schildkröte sowie Hofstadters eigene Inspirationen zum Werk Magrittes in Verbindung zu buddhistischen Koans. Hier schreibt auch einer, der auch um die Schwierigkeiten des Übersetzens weiß, was als erfreuliche Nebenerscheinung noch zu einer hervorragenden Übertragung des Buches ins Deutsche geführt hat.
Wir haben es hier mit einem echten Querdenkerbuch zu tun, das zugleich ein Leckerbissen ist für naturwissenschaftlich interessierte Leser, für Fans von Johann Sebastian Bach und für Mathematikfreaks.
Letzten Endes las ich zwar doch ich nicht das ganze Buch, denn mein mathematisch ungeschultes Hirn mochte speziell die Ausführungen des Autors irgendwann nicht mehr bis ins Letzte nachvollziehen, die zu sehr nach Formeln aussahen, und so überflog ich am Ende gewisse Absätze. Doch bleibt das Ganze deshalb trotzdem ein absolut lesenswertes Gesamtkunstwerk und ein klarer Fall für die Hausbibliothek.
Ich denke, dieses Buch eignet sich auch ideal als Einführung in die Zahlentheorie und es kann Lust machen, Programmiersprachen zu erlernen - besser als manches herkömmliche Mathematik- und Informatik-Lehrbuch.
Es stimmt, daß es inzwischen an einigen Stellen etwas veraltet ist (zum Beispiel weiß man heute mehr über die Gliazellen im Gehirn. Sie sind durchaus keine uninteressante Füllmasse, sondern spielen eine Schlüsselrolle bei den Denkvorgängen). Ich teile auch überhaupt nicht den Optimismus des Autors hinsichtlich der Erschaffung künstlicher Intelligenz durch den Menschen. Doch ist und bleibt dieses Buch höchst originell in seinen ungewöhnlichen Gedankenverbindungen zwischen Bachs kontrapunktischem Werk, Eschers graphischen Vexierbildern und mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Eine Fünf-Sterne-Empfehlung noch mindestens für die nächsten hundert Jahre!
In den folgenden Jahren erlebte die K.I, getragen von diesem breiten öffentlichen Interesse, einen sagenhaften Boom, der sich jedoch mehr und mehr als ein Hype herausstellte: Die Ansätze erwiesen sich in ihrer technischen Umsetzung als nicht greifbar/implementierbar und brachten nur spärliche Ergebnisse. Man erkannte dessen Grundproblem: die Definition von Intelligenz und Bewusstsein als nicht geklärt an um ihre technische Realisierung 'nur' auf die Verknüpfung von klassischen Paradoxien, Möglichkeiten der menschlichen Sprache und mathematischen Systemen in einer unendlichen "Spiegelung/Rekursion ihrer selbst" zurückzuführen.
Ein viertel Jahrhundert später ist "Gödel, Escher, Bach" vor diesem Hintergrund Geschichte, wenn auch seine Ideen/Fragen nichts von ihrer ungeheuren intellektuellen Anziehungskraft eingebüsst haben. Um es einfach auszudrücken: wir warten heute auf und suchen nach einer sinnvollen evolutionsbiologischen Erklärung von Intelligenz und Bewusstsein, welche noch völlig ungeklärt ist, um es in unseren Labors mit evolutionären Algorithmen zu simulieren oder zu überprüfen.
Meine Meinung: Ich habe dem Buch ‚nur' vier Sterne gegeben, obwohl ich es selbst vor mehr als 15 Jahren als junger Student geradezu verschlang, ist es heute eine wenig überholt. Nichtsdestoweniger gibt das Buch auch heute noch eine grandiose Fülle von Ideen und Anregungen über das menschliche philosophische Selbstverständnis nachzudenken!
Zentrum des Buches bildet die Entwicklung der formalen Logik im 20.Jh, konzentriert auf die Ergebnisse von Kurt Gödel. Hofstädter versteift sich aber nicht auf trockene Beschreibungen (wie manch anderes Buch), sondern schafft es, anhand vieler Analogien und Denkbeispielen das Interesse des Lesers zu entfachen. So findet man sich plötzlich in einem Geflecht von Zusammenhängen, das sich von Logik über bildende Kunst, Kompositionstechnik, Zen, bis hin zu Informationstechnologie, Codierung von Gensequenzen, künstlicher Intelligenz und vielem mehr spannt. Immer amüsant sind dabei die Dialoge (und Trialoge ;-) ) zwischen Herrn Schildkröte, Archilles und Herrn Krebs, drei Archetypen, die auf verschiedenen Informationsebenen denken und immer wieder versuchen herauszufinden, was die Welt im Innersten zusammenhält.
Faszinierend und tiefgehend. Sehr zu empfehlen.
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