Sex & drugs gehören ja bekanntlich zum Rock 'n' Roll wie Tick und Trick zu Track. Insofern ist das einschlägig skandalöse Leben des Hollywood-Schauspielers Robert Downey Jr. sehr geeignet für einen Metierwechsel. Doch eigentlich war die Musik für ihn der Anfang von allem. Lange bevor er für "Chaplin" Oscar-nominiert wurde, sang er seine Lieder am Piano. Jetzt sitzt Downey wieder dort, singt Eigenes und Fremdes (von Yes und - na klar - Chaplin) und tut das auf bestürzend überzeugende Weise. Der Mann kann singen, leicht gepresst, wie ein Klon aus Sting und Chris Martin, doch mit dem Elan des Getriebenen; und das Produzententeam hat ihm einen superben Sound zwischen Pop, Jazz und Billy Joel maßgeschneidert, in dem das Piano im Zentrum thront und drumherum Bass, Gitarren und Streicher für glamouröse Fülle sorgen. Ein erstaunliches Album. Es würde auch Tick, Trick und Track gefallen. (mw)
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