Tja, "Futures"... Nach dem großartig balladesken Clarity (mehr Gefühl geht nicht) und der rockigen Ohrwurmsammlung Bleed American waren die Erwartungen an Futures natürlich hoch. Große Melodien erwartete man, Musik zum Träumen, Tanzen, Mitsingen. Dann war die CD da, man legte ein und war gespannt. Das erste Durchhören ließ ein breites Grinsen auf dem Gesicht erscheinen: JEW hatte es mal wieder geschafft. Die Melodien waren da, lautes Mitsingen bei "Kill" und "Work", Träumen bei "23" möglich.
Ein schönes Album, das die Jungs da abgeliefert haben. Trotzdem erreicht es nicht ganz die Klasse von Clarity und Bleed American: Zu glatt scheint es an manchen Stellen, zu schnell hat man das Gefühl, die CD zu kennen. Nicht wie bei Clarity dieses Gefühl, ein Lied nach Monaten zum ersten Mal wirklich zu hören und sich prompt darin zu verlieben.
Aber was solls, im Gegensatz zu CDs anderer Bands immer noch ein Meisterwerk. Nur im JEW-Kosmos eben nicht der ALLERhellste Stern.
Die zweite CD mit Demoversionen ist eine nette Idee; man hat das Gefühl, mit den Herren Adkins, Lind, Burch und Linton im Studion zu stehen, möchte Verbesserungsvorschläge zurufen und sich manchmal ungläubig die Augen reiben: Ist das tatsächlich das selbe Lied? Für jeden Song wird im Booklet kurz die Enstehungsgeschichte skizziert.
Wie gesagt, eine ganz nette Idee, aber nicht unbedingt etwas, das man haben MUSS, ob es sich lohnt, dafür fast das Doppelte zu zahlen, sei jedem selbst überlassen. Die Deluxe Edition ist wahrscheinlich wirklich eher etwas für Fans.