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Futurematic.
 
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Futurematic. [Taschenbuch]

William Gibson
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 2002 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453863291
  • ISBN-13: 978-3453863293
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 232.433 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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William Gibson
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Colin Laney lebt immer noch versteckt in einer Pappkarton-Stadt im Untergrund von Tokio. Er steht fast 24 Stunden am Tag mit dem weltweiten Datenstrom in Verbindung und spürt, dass ein einschneidender Paradigmenwechsel bevorsteht -- eine Umwälzung, geradezu eine Apokalypse. Unterdessen streift der Ex-Polizist Berry Rydell durch San Francisco. Er soll einem mysteriösen Schattenkabinett auf die Spur kommen, das sich hinter der Fassade mächtiger Konzerne verbirgt. An dessen Spitze steht der machtbesessene Industrielle Cody Harwood, der ein Netzwerk von Nanoreplikatoren schaffen möchte, die in den meisten Ländern noch verboten sind. Aber das kann sich bald ändern, mit unabsehbaren Konsequenzen.

Neben der Storysammlung Cyberspace und dem gemeinsam mit Bruce Sterling verfassten Roman Die Differenz Maschine hat William Gibson bisher sechs Bücher veröffentlicht -- nicht eben viel, wenn man bedenkt, dass er fast genauso lang im Geschäft ist wie der Apple Macintosh Computer. Futurematic nimmt Protagonisten aus seinen beiden vorangegangenen Romanen Virtuelles Licht und Idoru auf und bildet damit den Abschluss einer lose zusammenhängenden Trilogie.

Obwohl die Handlung dieses Mal weniger im Cyberspace, sondern meist in unserer Wirklichkeit spielt, zeigt Futurematic den Autor von Die Neuromancer-Trilogie in Hochform. Gespickt mit brillianten technischen Neuerungen, fühlt sich der Roman trotzdem echt an, als wären wir von Gibsons Zukunft nur einen Schritt entfernt. Bis zum Showdown auf der Golden Gate Bridge bleibt die Spannung ungebremst, der Text stilistisch aus einem Guss. Großartig! --Hannes Riffel

Kurzbeschreibung

Mit "Futurematic" liegt der dritte Teil von William Gibsons atemberaubender Zukunftstrilogie vor, die mit "Virtuelles Licht" und "Idoru" begann. Wie schon in den Vorgängertiteln beschreibt der amerikanische Bestsellerautor die Welt des 21. Jahrhunderts, in der gen- und nanotechnisch veränderte Produkte Teil des Alltags geworden sind und die Grenze zwischen Wirklichkeit und virtueller Realität immer durchlässiger wird. So sehr, daß die Zivilisation im Begriff ist, auf eine Apokalypse zuzusteuern ...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ja, es ist ein Gibson 28. November 2002
Format:Taschenbuch
Was soll man sagen? Es ist ein typisches Gibson-Buch. Das ist vielleicht auch der Punkt, den man ankreiden kann: Gibsons Schreibstil weist seit seinen ersten Kurzgeschichten keine Entwicklung auf: in Popart-stiligen Schnitten zeichnet er Detaileindrücke, läßt vieles ungesagt, nur angedeutet. Gibson ist "Erfinder" des Begriffes 'Cyberspace' - diese Visionäre Entwicklung im SF-Genre konnte er seit seinem "Neuromancer" leider nicht fortsetzen, darum gilt dieses Buch weiterhin als sein Meilenstein in der SF-Geschichte, auch wenn es nicht sein bestes Werk sein mag.
Dies alles stört den typischen Gibson-Fan wie mich aber nicht - mich fasziniert, wie er es schafft, zwischen den Zeilen zu schreiben, denn wenn man genauer hinsieht, schreibt Gibson Geschichten über Menschen - er benutzt technische Begriffe, deren Bedeutung man sich erst herleiten muß, um unterschwellig, fast nebensächlich (s)ein Bild einer pervertierten Zukunft zu zeichnen (Paradebeispiel hierfür: die ersten 2 Seiten seines Romans "Biochips", in denen der Protagonist faktisch getötet wird, er aber in stoischer Ruhe von seiner Wiederherstellung berichtet.). Das ist es, was seine Romane für mich so interessant macht! So bleibt viel Raum für die eigene Phantasie, ohne allerdings orientierungslos zu sein.
Fazit: für mich ist absolut jeder Gibson lesenswert, auch wenn die Geschichte vielleicht nicht die Qualitäten seiner visionären Erstlingswerke aufweist!
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Für alle Gibson Fans ... 4. November 2002
Von mdd42
Format:Taschenbuch
Colin Laney mag auf den ersten Blick vielleicht keinen besonderen Eindruck hinterlassen; er ist schwer krank, häufige Fieberkrämpfe schütteln seinen Körper und seine Behausung ist sicherlich auch kein Anlaß zu Begeisterungsstürmen; er lebt in einem Pappkarton auf dem Flughafen in Tokio. Aber wie so oft sollte man sich von seinem ersten Eindruck nicht täuschen lassen; Laney ist ein Netzläufer und verfügt über eine seltene Gabe - er kann Knotenpunkte in den weltweiten Datenströmen entdecken. Diese Knotenpunkte deuten sich immer dann an, wenn die menschliche Gesellschaft sich fundamental verändert. Wir alle erinnern uns ja noch an den letzten Knotenpunkt 1911. Ihr erinnert euch nicht? Kann schon sein, denn so ein Knotenpunkt muß nicht unbedingt etwas revolutionäres, offensichtliches sein, er kann ganz unauffällig daher kommen und seine Auswirkungen sind wahrscheinlich eher subtil. Auch Laney weiß nur, daß einer kommen wird - wann genau, woran man ihn erkennt oder in welche Richtung die Menschheit sich dann weiterentwickelt, all diese Fragen kann auch er nicht beantworten. Was er aber weiß, ist daß der nächste Knotenpunkt irgendetwas mit San Francisco zu tun hat, deshalb schickt er seinen alten Freund Barry Rydell auf die Suche nach einem mysteriösen Killer, der vor allem durch seine Abwesenheit im Netz auffällt. Was hat das alles mit dem Machtstreben des Milliadärs Cody Harwood zu tun? Lest es selbst.
Futurematic ist kein schlechtes Buch. Es greift die Figuren der beiden vorangegangenen Romane Idoru und Virtual Light auf, kann aber eigenständig gelesen werden. Die drei werden gelegentlich als Trilogie bezeichnet, aber das ist Unsinn.
Stilitisch erkennt man Gibson sofort wieder, die kurzen Kapitel zappen zwischen den Erzählkanälen hin und her, das Technikgebabbel ist an der Grenze des Unverständlichen und in bester David Lynch Tradition garantiert der Anfang eines Erzählstranges keineswegs, daß er an irgendeiner Stelle auch beendet wird. Auffällig ist die Farblosigkeit der Geschichte. Gibson verwendet keine Adjektive, die die Farbe
von was auch immer beschreiben, das erste schwarz-weiß Buch der Welt, als würde man einen alten Film sehen.

Ich weiß, daß ich mit dem nächsten Absatz Drohbriefe riskiere, aber ich bin ein sehr zwiespältiger Gibson Fan. Auf der einen Seite steht die Unfähigkeit dieses Mannes, einen einzigen klar formulierten Satz herauszubringen, die unendliche Aneinanderreihung technischer Fachbegriffe, die es nicht gibt und die im Grunde relativ langweiligen Hauptfiguren. Auf der anderen Seite ist Gibson eindeutig ein Visionär. Ich brauche niemandem erzählen, daß er den Cyberpunk erfunden hat und auch bei der Lektüre von Virtual Light, Idoru oder Futurematic denkt man: Verdammt! Es könnte wirklich so kommen.
Kommt es vielleicht auch. Und dann ist es besser ihn gelesen zu haben und vorbereitet zu sein.
Das Ende der Geschichte ist eindeutig eine Enttäuschung oder es geht noch weiter, aber das bezweifle ich.
Dennoch ist das Fazit positiv, Gibson ragt einsam aus der SF Literatur, wie Moorcock aus der Fantasy, auch wenn beide eher zweit - oder drittranginge Schriftsteller sind, kann die Kraft ihrer Vision immer wieder überzeugen.

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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "real_s"
Format:Taschenbuch
Inhalt: Der Roman ist der letzte Teil der zweiten Trilogie von Gibson, allerdings beginnt er - wie die erste Trilogie auch - ohne direkt am vorherigen Teil anzuknüpfen. Wir begegnen aber vielen Charakteren der ersten beiden Bände wieder, die sich zum Teil sehr viel, zum Teil sehr wenig verändert haben. Natürlich spielt auch in diesem Roman der Cyberpunk eine Rolle, wenn auch keine sehr große. Futurematic handelt von einem Ereignis, dass die Welt verändern wird, von dem aber keiner weiß, wie es aussehen wird. Verschiedene Personen bewegen sich alle auf den Nexus des Geschehens (die „Brücke" aus „Virtuelle Licht") zu, getrieben von unterschiedlichen Motiven und Mächten. Schließlich kommt es zum großen Showdown.
Bewertung: Zu bemängeln ist, dass es selbst zum Schluss unklar bleibt, warum die „Brücke" eigentlich den Nexus des Geschehens bilden soll bzw. was dieses Geschehen sein soll. Auch bleiben die Motive des „Bösen" unklar, ebenso wie die Bedeutung einzelner Personen, deren Hintergrund nur marginal angedeutet wird. Wie „Virtuelles Licht" auch, treibt die Handlung in Unklarheit auf den Höhepunkt zu, doch wirken die Charaktere schwächer und die Story weniger nachvollziehbar. Auch neue Ideen vermisst man fast völlig.
Fazit: Den ganzen Roman über wird versucht, Spannung aufzubauen, die dann am Ende einfach in sich zusammen fällt. Futurematic steht an Qualität innerhalb dieser Trilogie an zweiter Stelle, gelesen haben muss man ihn aber nicht, es sei denn, man schätzt an Gibson besonders das Unklare seiner Geschichten.
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