Der Münchner Labelchef Michael "Compost" Reinboth präsentiert hier eine sorgfältig ausgewählte Zusammenstellung eines Stil, den zu beschreiben schwierig ist. Jazz als Prinzip, Jazz als Struktur, als Interaktion, als Energie- und Ideenaustausch. Die Frage ist, wie dieser synthetische, zusammengesetzte Jazz funktioniert, was er darstellen will. Für die Ohren von Jazzpuristen klingt er vermutlich unzumutbar poppig. Die sehr geschmackvoll und gefälligen schmooven Clubsounds auf FSOJ Vol.3 präsentieren weniger Innovation und Überraschung als auf ihren beiden Vorgängern, dafür aber viele hochwertig produzierte, teilweise unveröffentlichte Tracks. Wir haben es hier eben mit stilistischer Erneuerung von klassischer Clubmusik zu tun, bei der schon wieder eine gewisse Phase der Stagnation erkennbar wird.