BENDERS GAME ist die dritte von vier erscheinenden FUTURAMA-Folgen in sogenannter Spielfilm-Länge. Worum geht es? Leela hat eins Halsband um, welches ihr Stromstösse beschert, wenn sie was Böses denkt oder sagt, Zoidberg macht ihr den Hof (sehr lustig, als beide bei Leelas Eltern zum Essen sind). Der Professor ist sauer, weil sein Raumschiff geschrottet wurde (von Leela) und Bender verliert sich immer mehr im Dungeon-and-Dragon-Spiel, über das er sich zuerst lustig macht um später aufgrund seiner Sucht danach in der HAL- (haha...) Roboter-Psychiatrie zu landen. Dort gibt es ein Wiedersehen mit seinem Erzfeind Roberto. Zeitgleich wird die Dunkle Marterie knapp, diese wird von Mom kontrolliert, und es stellt sich heraus, daß sie mit dem Professor vor 30 Jahren eine Affäre hatte und ihm das Rezept für einen Treibstoff klaute, der durch die Umwandlung von dunkler Marterie in einen Kristall entstand. Woraus die dunkle Materie besteht, möchte ich hier nicht verraten :o) Die Seitenhiebe auf Energie- und Ölkonzerne sind ziemlich deutlich geraten. Besteht der erste Teil des Films aus aneinandergereihten slapstickartigen (und diesmal richtig gut zündenden Gags, teilweise hab ich mich schlapp gelacht) und es wird wieder etwas mehr auf die Eigenschaften der Hauptfiguren geachtet als bei dem letzten Film. Der Plot gewinnt hingegen im zweiten Teil deutlich an Fahrt: unsere Helden befinden sich in einer Herr-der-Ringe-mässigen Parallel-Welt, in der sie Rollen und Aufgaben übernehmen, die ihren Charakteren in der sogenannten realen Welt ähnlich sind. Figuren wie der Golum und die Baumwesen werden fast eins zu eins aus HERR DER RINGE übernommen, und ich bin gespannt, wie Fans der Fantasy-Saga das aufnehmen werden.
Alles in allem finde ich diesen Futurama-Film weitaus besser als den zweiten Teil und sogar leicht stärker als den allerersten. Die Story ist kompakt, nicht zu kompliziert und die Figuren verhalten sich albern, aber nachvollziehbar.
Es gibt noch einige Bonus-Features auf der DVD, wovon der Audio-Kommentar mal wieder gelungen ist. Einige Featurettes, ein 22-minütiges animiertes Story-Board und ein kleines Genmanipulations-Spiel runden das Ganze ab.