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Produktinformation
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Gesundheitsschäden durch Fehlernährung, Fertiggerichte für Restaurants, von denen wir glaubten, hier würden noch frische Zutaten zubereitet, die Geschichte des Rinderwahnsinns, wenig appetitliche Details der Hühnerzucht und Background-Infos über Gentechnik und wirtschaftliche Interessen sind nur einige der Themen, die gut recherchiert und verständlich aufbereitet wurden. Dafür haben sich die Autoren beispielsweise auf Lebensmittelmessen gewagt oder sind den großen Lebensmittelkonzernen mit kritischen Fragen auf den Leib gerückt.
Das Buch geht nicht nur detailliert auf Trendthemen der Gegenwart ein, sondern liefert tiefe Einblicke in Geschichte und Entwicklung der Lebensmittel- und Agrarindustrie in Deutschland und versucht die komplexen Zusammenhänge zwischen unserer persönlichen Ernährung sowie Wirtschaft und Umwelt zu erläutern. Und damit nicht ein Horrorszenario das andere jagt, bedienen sich die Autoren einer durchaus differenzierten Berichterstattung und sparen auch nicht mit Ratschlägen, sich unter den gegebenen Umständen dennoch sinnvoll und gesund zu ernähren. Dazu gehört eine umfangreiche Adressenliste -- von Verbraucherberatungen bis zu Direktvermarktern oder Restaurants der auf unverfälschte Naturprodukte setzenden europäischen Köchevereinigung Eurotoques.
So richtet sich das Buch nicht an den hoffnungslosen Nahrungspessimisten, sondern an jene, die sich mit simplen Erklärungen nicht zufrieden geben und auch bereit sind, das eigene Verbraucherverhalten von Grund auf in Frage zu stellen. --Falko Blask
So ein Fertiggericht ist doch eine feine Sache: Schnell zur Hand, nicht minder fix aufgewärmt und obendrein noch trendgerecht hat man etwas Nahrhaftes im Bauch. Dass einige Zutaten möglicherweise zweifelhafter Provenienz sind, ahnt man vielleicht dunkel, ignoriert es aber geflissentlich auch hier verfährt man schnell und bequem. An diesem Punkt nimmt das Buch Futter fürs Volk Was die Lebensmittelindustrie uns auftischt seinen Ausgang. Volker Angres, Claus-Peter Huttner und Lutz Ribbe versuchen mit Macht, den schönen Schein zu entlarven, unter dem uns convenience food als schmackhaft und gesund angepriesen wird, hinter dem aber letztlich nichts steht als die industrielle Massenproduktion von Tieren und Pflanzen. Die Demaskierung wird anhand von Beispielen vollzogen. Stichworte: Batteriehaltung von Hühnern oder topaktuell BSE-Krise und wie es dazu kommen konnte. Die bedrückenden Fakten sind sorgfältig recherchiert und lassen einen sein Frühstücksei mit ganz neuen Augen sehen. Nützliche Zusatzinformationen, etwa eine ausführliche Liste von ökologisch orientierten Lebensmittelbetrieben und Restaurants, werden ebenfalls angeboten. Das ganze wird in einem flüssigen, leicht sarkastischen Stil präsentiert, dem man die unappetitliche Thematik nicht negativ anrechnen kann. Doch an einigen Stellen wird der Sarkasmus übertrieben, und genau hier liegt der Schwachpunkt des Buches, ein zweiter diesmal unfreiwilliger Bezug zum so heftig kritisierten Fertiggericht. Denn hier wie dort werden völlig unnötige Ingredienzen hinzugefügt, nur um die Substanz zu strecken oder eine Erwartungshaltung zu bedienen. Der Text ist oft regelrecht überwürzt mit allerlei gefährlichen und Krebs erregenden Dingen; alte Skandale werden noch einmal aufgewärmt; eine Prise Dioxin darf auch nicht fehlen; mit dem ideologischen Nudelholz wird kräftig auf die Diktatoren der Tütensuppe eingeschlagen; und am Ende wird gar über die Lichtenergie von Lebensmitteln räsoniert. Es ist schade, dass sich ein ansonsten so faktenreiches, interessantes und wichtiges Buch durch unnötige Polemik, Halbwahrheiten und dunkle Andeutungen so angreifbar macht. Trotzdem wer wissen möchte, ob der Preis seines Steaks wirklich dessen Wert entspricht oder wer die weitere Bevormundung durch platte, vorgefertigte Geschmacksschablonen nicht mehr hinnehmen möchte dem sei dieses ofenfrische Buch wärmstens empfohlen. Rezensent: Michael Stelter
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Diese Strukturen zeigt das Autorenteam anhand einer Reihe von Produkten wie Milch, Eiern oder Fleisch auf (etwas langatmig: die BSE-Krise und Gentechnik). Das meiste davon ist bekannt, wird aber hier nochmals mit Zahlen unterlegt. Das Traurige ist, dass die Einsparungen oft nur wenige Cents pro Mahlzeit betragen - einen Betrag, den die meisten Verbraucher gern für sich und ihre Umwelt zahlen würden. Deshalb ist der Bio-Boom erfreulich, der in den letzten Jahren eingesetzt hat: nur dadurch haben Ökobauern eine Chance!
Im zweiten Teil gibt das Autorenteam Tipps, wie eine gesunde Ernährung aussieht (Ernährungspyramide) und wo und wie man heute an Bioprodukte gelangt. Im Anhang ist ein umfangreiches Adressregister u.a. mit vielen Eurotoques-Restaurants enthalten (wo die Speisen garantiert keine Fertiggerichte sind). Insgesamt ist es ein schön gemachtes Buch; die Inhalte sind aber wie gesagt weitgehend bekannt, so dass es sich eher an Einsteiger richtet.
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