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Futter fürs Volk: Was die Lebensmittelindustrie uns auftischt
 
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Futter fürs Volk: Was die Lebensmittelindustrie uns auftischt [Taschenbuch]

Volker Angres , Claus-Peter Hutter , Lutz Ribbe , Karl-Heinz Maget
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt Dinge über unsere tägliche Nahrung, die wir vielleicht lieber nicht wissen wollen. Aber nachdem die Lebensmittelskandale der letzten Zeit ohnehin den guten Glauben an die heile Welt der Ernährung angeschlagen haben, ist es eine gute Gelegenheit, sich mit noch mehr unangenehmen Hintergrundinformationen über das, was uns in Supermärkten und Restaurants vorgesetzt wird, zu versorgen.

Gesundheitsschäden durch Fehlernährung, Fertiggerichte für Restaurants, von denen wir glaubten, hier würden noch frische Zutaten zubereitet, die Geschichte des Rinderwahnsinns, wenig appetitliche Details der Hühnerzucht und Background-Infos über Gentechnik und wirtschaftliche Interessen sind nur einige der Themen, die gut recherchiert und verständlich aufbereitet wurden. Dafür haben sich die Autoren beispielsweise auf Lebensmittelmessen gewagt oder sind den großen Lebensmittelkonzernen mit kritischen Fragen auf den Leib gerückt.

Das Buch geht nicht nur detailliert auf Trendthemen der Gegenwart ein, sondern liefert tiefe Einblicke in Geschichte und Entwicklung der Lebensmittel- und Agrarindustrie in Deutschland und versucht die komplexen Zusammenhänge zwischen unserer persönlichen Ernährung sowie Wirtschaft und Umwelt zu erläutern. Und damit nicht ein Horrorszenario das andere jagt, bedienen sich die Autoren einer durchaus differenzierten Berichterstattung und sparen auch nicht mit Ratschlägen, sich unter den gegebenen Umständen dennoch sinnvoll und gesund zu ernähren. Dazu gehört eine umfangreiche Adressenliste -- von Verbraucherberatungen bis zu Direktvermarktern oder Restaurants der auf unverfälschte Naturprodukte setzenden europäischen Köchevereinigung Eurotoques.

So richtet sich das Buch nicht an den hoffnungslosen Nahrungspessimisten, sondern an jene, die sich mit simplen Erklärungen nicht zufrieden geben und auch bereit sind, das eigene Verbraucherverhalten von Grund auf in Frage zu stellen. --Falko Blask -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Wissenschaft-Online

So ein Fertiggericht ist doch eine feine Sache: Schnell zur Hand, nicht minder fix aufgewärmt und obendrein noch trendgerecht hat man etwas Nahrhaftes im Bauch. Dass einige Zutaten möglicherweise zweifelhafter Provenienz sind, ahnt man vielleicht dunkel, ignoriert es aber geflissentlich — auch hier verfährt man schnell und bequem. An diesem Punkt nimmt das Buch „Futter fürs Volk — Was die Lebensmittelindustrie uns auftischt“ seinen Ausgang. Volker Angres, Claus-Peter Huttner und Lutz Ribbe versuchen mit Macht, den schönen Schein zu entlarven, unter dem uns „convenience food“ als schmackhaft und gesund angepriesen wird, hinter dem aber letztlich nichts steht als die industrielle Massenproduktion von Tieren und Pflanzen. Die Demaskierung wird anhand von Beispielen vollzogen. Stichworte: Batteriehaltung von Hühnern oder — topaktuell — BSE-Krise und wie es dazu kommen konnte. Die bedrückenden Fakten sind sorgfältig recherchiert und lassen einen sein Frühstücksei mit ganz neuen Augen sehen. Nützliche Zusatzinformationen, etwa eine ausführliche Liste von ökologisch orientierten Lebensmittelbetrieben und Restaurants, werden ebenfalls angeboten. Das ganze wird in einem flüssigen, leicht sarkastischen Stil präsentiert, dem man die unappetitliche Thematik nicht negativ anrechnen kann. Doch an einigen Stellen wird der Sarkasmus übertrieben, und genau hier liegt der Schwachpunkt des Buches, ein zweiter — diesmal unfreiwilliger — Bezug zum so heftig kritisierten Fertiggericht. Denn hier wie dort werden völlig unnötige Ingredienzen hinzugefügt, nur um die Substanz zu strecken oder eine Erwartungshaltung zu bedienen. Der Text ist oft regelrecht überwürzt mit allerlei „gefährlichen“ und „Krebs erregenden“ Dingen; alte Skandale werden noch einmal aufgewärmt; eine Prise Dioxin darf auch nicht fehlen; mit dem ideologischen Nudelholz wird kräftig auf die „Diktatoren der Tütensuppe“ eingeschlagen; und am Ende wird gar über die „Lichtenergie“ von Lebensmitteln räsoniert. Es ist schade, dass sich ein ansonsten so faktenreiches, interessantes und wichtiges Buch durch unnötige Polemik, Halbwahrheiten und dunkle Andeutungen so angreifbar macht. Trotzdem — wer wissen möchte, ob der Preis seines Steaks wirklich dessen Wert entspricht oder wer die weitere Bevormundung durch platte, vorgefertigte Geschmacksschablonen nicht mehr hinnehmen möchte — dem sei dieses ofenfrische Buch wärmstens empfohlen. Rezensent: Michael Stelter -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Unsere Nahrung wird geradezu zwangsläufig verdorben: Indus-trielle Massenproduktion, gentechnische Wunder, selbstkochende Nudelsuppen – alles ist billiger und bequemer als je zuvor. Wir werden dabei nicht nur zu Koch-Analphabeten, sondern zahlen einen hohen Preis dafür: Wir zahlen mit unserer Gesundheit.

Klappentext

Es ist kein Zufall, dass uns jahrelang BSE-verseuchtes Rindfleisch aufgetischt wurde. Schon morgen kann die Milch verpestet sein oder das Schweinefleisch, der Fisch oder das Geflügel. Denn oft genug serviert man uns den letzten Dreck - Hauptsache billig, Hauptsache essbar.

Wie es so weit kommen konnte, dass nicht Lebensmittel auf unseren Tisch kommen, sondern eine Art Restmüll, das zeigt dieser Report aus der Unterwelt von Lebensmittelindustrie, Agrarpolitik und industrialisierter Landwirtschaft. Diese drei sorgen nämlich in einer unheimlichen Allianz dafür, dass in der Fischpfanne etwas anderes drin ist als nur Fisch und im Schweinebraten etwas anderes als nur Schwein, vom Rindersteak ganz zu schweigen. Wie BSE zur Seuche werden konnte, das decken die Autoren ebenso auf wie eine ganze Reihe weiterer Mißstände - bis hin zu der Tatsache, dass in den Supermärkten rund 30 000 nicht gekennzeichnete gentechnisch manipulierte Lebensmittel erhältlich sind, denen wir kaum entgehen können.

Neue Trends in der Nahrungsmittelindustrie geben uns den Rest. Unaufhaltsam auf dem Vormarsch sind das so genannte »Functional Food« und das »Convenience Food«:

· Beim Functional Food verwischen sich die Grenzen zwischen Nahrung und Medizin. Künftig soll es Kartoffelchips geben, die Krebs vorbeugen, oder Säfte, die die Gedächtnisleistung verbessern. Wissenschaftlich ist höchst umstritten, ob diese Produkte nicht vielleicht sogar gesundheitsschädlich sind.

· Als Convenience Food werden vorproduzierte und servierfertig in Plastik eingeschweißte Mahlzeiten bezeichnet. Was uns immer mehr Restaurants als angeblich frisch zubereitet vorsetzen, ist in Wahrheit bloß frisch aufgewärmt.

Schneller, billiger, schlechter - auf diesen Nenner lässt sich bringen, was die Lebensmittelindustrie uns auftischt. Weil die Autoren meinen, das muss nicht sein, bietet dieses Buch auch Verbrauchertipps: Vom richtigen Einkaufen über die Grundregeln einer gesunden Ernährung bis zu über 700 wichtigen Adressen.

Das Handbuch für alle, die wissen wollen, wie man sich heute trotzdem noch gut und gesund ernähren kann! -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Claus-Peter Hutter, Jg. 1955 hat zahlreiche Modellprojekte für praktische Naturschutzmaßnahmen konzipiert und gilt als engagierter Wegbereiter für einen unkomplizierten gesellschaftlichen Umweltdialog. Auf seine Initiative gehen Aktionen zurück, mit denen es gelang, ökologische Themen breiter gesellschaftlich zu etablieren. So initiierte C.-P. Hutter auch die ersten Umwelt-Städtepartnerschaften in Europa. Der Autor vieler z. T. mit Preisen ausgezeichneter Bücher und Reportagen in Zeitschriften setzt sich als Präsident der Stiftung Europäisches Naturerbe international für die Erhaltung von Großlebensräumen mit ihrer traditionellen Verbindung von Natur und Kultur ein. Hauptberuflich befasst sich C.-P. Hutter als Leiter der Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg mit der Suche nach neuen Wegen für eine breite Umweltbildung als Basis für die nachhaltige Sicherung von Umwelt- und Lebensqualität.
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