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Fuselfieber
 
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Fuselfieber [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

David Sedaris
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
  • Verlag: Haffmans Verlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3251004662
  • ISBN-13: 978-3251004669
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 566.879 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Eichhörnchen mit Auberginen

David Sedaris' Erstling «Fuselfieber»

Nick Papanides, der Saukerl, hat den Schwarzweissfernseher mitlaufen lassen, als er endlich aus dem Kellerloch ausgezogen ist, das Dales Mutter vermietet. Jetzt muss saubergemacht werden. Im Tiefkühlfach liegt noch ein in Zeitungspapier gewickeltes, platt getretenes Eichhörnchen. Nick hat die von der Katze angeschleppten Tiere immer gern mit Auberginen gekocht. Der Olympier! «Griechen sind Juden ohne Geld», sagt die biestige Mutter verächtlich. Sie hat etwas gegen Juden, seit sie weiss, dass ihr bei einem lächerlichen Autounfall ums Leben gekommener Mann es auch mit Sandy Ableman getrieben hat, einer ehemaligen besten Freundin. Sie würde ihn ganz gern exhumieren lassen, um ihn in Ruhe anzuspucken. In seiner Hinterlassenschaft hat sie ein mit Bärenwitzbildchen geschmücktes Notizheft gefunden, in dem er über sein Sexualleben Buch geführt hat. Sie selbst kommt nicht vor. Dass das Kürzel W. S. – Vermerk «blond (heute) Mannomann» – Weibchens Schwester und also die bierselige Margery meint, kriegt sie allerdings nicht heraus; ihr folgsamer Sohn belästigt deshalb am Telefon eine unschuldige Frau. Dale selbst weiss zwar Bescheid, weil er die beiden einmal ertappt hat («Oh, Jesus», haben alle gesagt), verrät aber nichts. Die Lage ist, wie meist bei Sedaris, hoffnungslos, aber nicht ernst. «Wir kommen zurecht» lauten Titel und Fazit des zitierten Textes.

Neu, wie der Klappentext behauptet, sind die auf Englisch unter dem Titel «Barrel Fever» erschienenen 16 Erzählungen zwar keineswegs. Vielmehr handelt es sich um den 1994 erschienenen Erstling des amerikanischen Autors, der hierzulande 1999 mit dem autobiographischen Band «Nackt» Furore gemacht hat. Neu ist nur die Übersetzung, und auch sie nicht ganz: Zwei längere Erzählungen, rund 80 Seiten Text, sind bereits in «Holiday On Ice» enthalten. Waren sie in jener recht heterogenen Gabentisch-Kompilation die stärksten Texte, so sind sie hier die schwächsten: rhapsodische Humoresken, deren eine die Abenteuer eines professionellen Weihnachtszwergs im Kaufhaus Macy's schildert, während die andere in Form eines Weihnachts-Rundbriefs eine abstruse Familiengeschichte aufrollt.

«Die WeihnachtsLand-Tagebücher», eine typische Odd-Job-Story, gleichen erzähltechnisch der FKK-Geschichte aus «Nackt»: Sie sind scharf beobachtet, lustig – und ein bisschen länglich. Die übrigen Texte des in der Tat fulminanten Erstlings sind wesentlich dichter, nicht zuletzt, weil sie sich nicht so offensichtlich bemühen, witzig zu sein. Sie spielen im gleichen Milieu wie «Nackt» und erzählen mit unbewegter Miene vom täglichen Wahnsinn. Man muss dauernd lachen, obwohl man es eigentlich nicht dürfte: nicht über diese Unverschämtheiten jenseits aller Correctness. Hier bestimmt indes nicht der böse Blick des heranwachsenden Aussenseiters allein die Erzählperspektive. Virtuos setzt Sedaris die Stilmittel der Rollenprosa ein, so dass der Leser auch hinter die Figuren sieht. Im Tagebuch einer Literaturstudentin, die als einzige Person auf der Welt den Schriftsteller Malison zu verstehen glaubt («Die Dichterlesung»), liest man nur zwischen den Zeilen, wie einseitig und hoffnungslos die Beziehung der Diaristin zu ihrem Idol ist. In «Glens Homophobie-Infobrief. Dritter Jahrgang, zweite Lieferung» wird man unverhofft zum Empfänger eines rührend komischen «Verständigungstextes», in «Mein Vermächtnis» gerät man in den Strudel der postumen Rachsucht einer gekränkten Frau.

Sedaris' Welt ist schrill und schräg, seine Prosa ist lakonisch und genau – solange er nicht der Versuchung erliegt, die Pointen zu überziehen. Literarischen Vorbildern jagt er nicht nach, referenzielle Pirouetten scheinen ihm nichts zu bedeuten. Er ist ein sensibler Beobachter, der sich mit Zynismen und drastischen Aperçus panzert. Nie aber ist sein Humor süffisant oder hämisch. Deshalb wirkt er befreiend. Der Erzähler schreibt sich selbst dem absurden Gewimmel, in dem es zu überleben gilt, ein. Alles Ungewöhnliche, Abseitige, Verdrehte interessiert ihn – also alles: Denn wo er hinsieht, gibt es nichts Gewöhnliches. Mit «Fuselfieber» und «Nackt» hat Sedaris einen eigenwilligen, in Episoden aufgefächerten Entwicklungsroman geschrieben. Man fragt sich gespannt, wie es von hier aus weitergehen kann: Autoren von Rang stehen ja immer am Ende eines Weges.

Manfred Papst

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 12.09.2000
Die Behauptung des Verlages, dies seien neue Erzählungen des mit dem autobiografischen Werk "Nackt" bekannt gewordenen Autors, ist eine bewusste Täuschung, moniert der Rezensent Manfred Papst. Vielmehr sei dies Sedaris` Erstling - und zwar ein "fulminanter". Das Milieu ähnle stark dem aus "Nackt" bekannten, die Erzählperspektiven aber, so Papst, sind hier raffinierter, insbesondere im Einsatz von" Rollenprosa". Der Wildheit des Beobachteten stehe die Sensibilität des Beobachters gegenüber. Und dieser wiederum die absolute politische Inkorrektheit der Beobachtungen, die dazu führt, dass man, der Rezensent wenigstens, "dauernd lachen" muss, "obwohl man eigentlich nicht dürfte".

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erfrischend schräger Humor 28. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Nach dem genialen Buch "Nackt", ist nun endlich auch "Fuselfieber auf Deutsch erschienen. Und das Schöne ist: Fuselfieber hat im Vergleich zu "Nackt" nichts an Qualität eingebüsst. Wiederum vermag es Sedaris den Leser mit seinem schrägen Humor zu fesseln. Das Buch enthält 16 herrlich komische Geschichten. Absonderliche Geschichten mit komischen Gedankenspielen. Sedaris schreibt mit seinem speziellen stil über Mensch, wie du und ich. Er erzählt von ihren Angewohnheiten, von ihrem eigentlich ganz normalen, faden Leben. Und das in einer rabenschwarzen, umwerfend komischen, typischen Sedaris-Art! LESEN UND AUF DEN NEUEN ROMAN WARTEN!
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Polarisierer 13. Juni 2002
Format:Taschenbuch
Fuselfieber war für mich die Entdeckung des Jahres. Anlaß alles lesen zu wollen, was er geschrieben und Harry Rowohlt übersetzt hat; Sedaris wäre ohne Rowohlt sicher nur halb so genial. Was an den Bewertungen auffällt sind die großen Unterschiede und ich denke, dass Sedaris in der Tat polarisiert: entweder wird man diese eigentümlichen Alltags-Beschreibungen lieben oder kann damit gar nichts anfangen. Ein Zwischending kann ich mir nicht vorstellen. Ihn mit irgendwas vergleichen geht auch schlecht, obwohl mich seine Art an Olli Dietrich erinnert, nur mit weniger Commedy-Anteil. Was soll man sagen? Allen literaturbegeisterten Freunden werde ich dieses Buch weiterempfehlen mit dem Ratschlag einfach nur die ersten drei Geschichten zu lesen. Wer bis dahin enttäuscht ist wird es bleiben. Dem Rest wird es so gehen wie mir und begeistert sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Chefzyniker David Sedaris 30. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Seit Lena Payne, das neue Dienstmädchen, eingestellt ist, um den verdreckten Haushalt zu sanieren, muss Mom endlich nicht mehr allein vor der Glotze sitzen.- Nick Papanides, der ehemalige Untermieter in der Kellerwohnung, mochte immer besonders gekochte Eichhörnchen mit Auberginen. Und seit er weg ist, machen es sich die zwei zurückgebliebenen Eichhörnchenschwänze im Gemüsefach gemütlich.- Marty jr. wiederum ist so hässlich, dass er es später schwer haben wird. Da er es im Jetzt schon schwer hat, sollte man entweder im Später das Licht abschalten oder aus dem Jetzt mit Ihm abhauen.- Nichts eigentlich Aussergewöhnliches geschieht bei Sedaris, nur das Gewöhnliche ist grotesk. Nach "Nackt" und "Holidays on Ice" zeigt sich der Amerikaner nun in "Fuselfieber" (übrigens in glänzender Übersetzung von Harry Rowohlt) einmal mehr als sezierender Beobachter. In der Perspektive von schräg unten mausert sich der geschützte Alltag zum ganz normalen Wahnsinn und die lieben Nächsten zu Frischhaltekonserven ihrer eigenen Phobien. Sicher, man kann sich streiten, ob man Sedaris' dunkelschwarzen Humor oder seiner halsbrecherischen Komik den Vorzug gibt. Selten hat ein Autor souveräner und irritierender eine Grenze zwischen Ernst und Heiterkeit ad absurdum geführt. Eines aber steht ausser Zweifel: Er wird immer besser - und er macht süchtig. Wann bekommen wir denn nun endlich den nächsten Sedaris?!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Die schräge Welt eines schrägen Menschen
Andres als die Vorgänger dieses Buches, beschäftigt sich "Fuselfieber" weniger mit D. Sedaris' tatsächlicher Realität bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. März 2009 von L. Fröhlich
einfach ein wenig verrückt
Dem Amerikaner Sedaris gelingt mit seinem Erstlingswerk "Fuselfieber" ein skuriler Angriff auf unsere Lebensperspektive. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. März 2009 von LITsnacks.de
Weder lustig noch unterhaltsam
Nachdem ich bereits drei andere Bücher von Sedaris gelesen und dabei viel gelacht hatte, freute ich mich auf neue unterhaltsame Geschichten in diesem Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. März 2008 von julia141622
Gut, aber Sedaris kann es besser
sehr witziges, ironisches Buch mit skurillen Kurzgeschichten, jedoch nicht so gut wie der Vorgönger Nacked....
Veröffentlicht am 17. Mai 2007 von T. Mendel
16 Kurzgeschichten voller skurrilen Sarkasmen!
"Fuselfieber" von David Sedaris ist das erste Buch das mich so richtig zum Lachen gebracht hat! 16 Erzählungen über seine Familie und andere Absurditäten des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2006 von Steolicious
Weder lustig noch unterhaltsam
Nachdem ich bereits drei andere Bücher von Sedaris gelesen und dabei viel gelacht hatte, freute ich mich auf neue unterhaltsame Geschichten in diesem Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. November 2006 von julia141622
Kleiner abstieg von Seadaris.
Als ich "Nackt" gelesen hatte war ich begeistert, als ich dann "Ich ein Tag sprechen hübsch" gelesen hatte war noch begeisterter. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2003 von Tom E.
Heftig,deftig!
Ich habe mir dass Buch gekauft, weil es in einer der grösseren Boulevardzeitschriften Deutschlands als Meisterwerk des schwarzen Humors empfohlen wurde. Lesen Sie weiter...
Am 14. November 2002 veröffentlicht
Im Schneidersitz mit der Gitarre auf dem Fußboden
Nein, es ist schon irgendwie wunderbar, wie Sedaris schreibt und wie Harry Rowohlt e s übersetzt in unsere herrliche Sprache, einfach entzückend ! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2002 von Klaus Grunenberg
leider langweilig!
Bin auf der Suche nach interessanten Kurzgeschichten auf dieses Buch verwiesen worden - angeblich schräge Geschichten. Davon war jedoch nichts zu spüren. Lesen Sie weiter...
Am 14. Juli 2001 veröffentlicht
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