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Furcht und Elend des Dritten Reiches
 
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Furcht und Elend des Dritten Reiches [Taschenbuch]

Bertolt Brecht
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 31 (1970)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351810392X
  • ISBN-13: 978-3518103920
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 10,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 63.700 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Bertolt Brecht
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der ursprüngliche Titel Deutschland - ein Greuelmärchen zeigt, in welche Tradition Brecht dieses Stück eingereiht wissen wollte Er sah die Verhältnisse im "Reich" mit dem scharfen Blick der Emigranten und beschrieb sie mit knapper, realistischer Genauigkeit. Die vierundzwanzig Szenen des Stücks zeichnen das Bild des Faschismus und der ihn konstituierenden Mentalität.

Über den Autor

Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht, Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, wo er sich die nächsten fünf Jahre aufhielt. Außer Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war. Der Film Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt? aus dem Jahr 1931 ist in der filmedition suhrkamp erschienen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ohne Frage ist dieses Werk eines der wohl eindeutigsten Werke der deutschen Exilliteratur in Bezug auf seine Position gegen den Nationalsozialismus, welches schon in den grundsätzlichen Umrissen des Buches deutlich wird: Anstatt eine zusammenhänge Geschichte in seinem Drama zu erzählen, wählte Brecht 24 Einzelepisoden, die den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland beschreiben sollten. Die Auswahl eben jener Episoden ist durchweg überaus gelungen und durchdringt wirklich alle Bereiche des täglichen Lebens vom Fleischer neben an über den Dorfpfarrer bis zu den Größen der deutschen Physik, wobei die Darstellung an vielen Stellen schon etwas Gleichnishaftes besitzt. Dieses wird dann im jeweiligen Kontext auch noch dadurch unterstrichen, dass jedem Abschnitt ein kleines Gedicht vorangeht, welches wohl die zentrale "Moral" der jeweiligen kurzen Geschichte auf den Punkt bringt.
Stilistisch bleibt Brecht (wie sollte man es anders erwarten?)das ganze Stück über auf höchsten Niveau und liefert ein wahrlich "rundes" Bild ab: Keine überflüssigen Wortschwälle, keine abgehobenen Fabulierungen mit dem moralischen Hammer, keine schroffen, harschen Misstöne, die den Leserhythmus stören könnten.

Dennoch gibt es zumindest einen sehr gewichtigen Nachteil dieses Buches, nämlich das es überaus zeitgenössisch zu betrachten ist und somit wohl eher für jene geeignet ist, die an der literarischen Qualität des Buches gefallen finden. Der Grund dafür ist wohl ebenso banal wie nicht zu verleugnen: Manche Geschichten wirken arg übertrieben (Beispiel: Eine Frau führt ein Haushaltsbuch und wird allein wegen dieser Tatsache verhaftet, weil die darin festgehaltende allgemeine Preissteigerung staatsfeindliches Gerede sei.), wohingegen andere schon aus Film und Fernsehen den meisten Menschen bereit sein dürften. Kaum jemand mag so noch allzu überrascht sein, dass Richter im Nationalsozialismus meist versuchten im Sinne der Staatsgewalt zu urteilen oder dass SA-Männer alle Kreise der Gesellschaft unterwanderten und sogar enge bekannte an die Gestapo verrieten. Kurz und gut: Für die damalige Zeit beeindruckende Einsichten über den NS, die heute aber schon eher zum Allgemeinwissen gehören.

Als kleine Besonderheit soll hier noch hinzugefügt werden, dass in dieser Ausgabe die Chorgesänge der Bühnenfassung des Dramas nachzulesen sind, was nicht nur schön zu lesen ist, sondern die generelle Intention des Stückes noch einmal deutlich bekräftigt.

Alles in allem ein Stück bedeutender deutscher Exilliteratur, dass wegen seines literarischen Wertes sehr lesenswert ist, mag es auch beim Leser nicht allzu tiefgreifend neue Erkenntnisse über den NS hervorbringen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beeindruckendes Drama 1. Juli 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bertolt Brecht schrieb dieses Drama in den Jahren des Exils. In 24 Szenen wird der Alltag und das Innenleben der NS-Zeit gezeigt. Brecht betreibt Heerschau, er zeigt den Zustand des Volkes, daß sich unter der Fahne Hitlers versammelt hat. Machtbesessene SS-Offiziere, Denunzianten, die aufgrund ihrer Schuld "schlecht schlafen", SA-Leute, Häftlinge des Konzentrationslager Esterwege, die das Moorsoldatenlied singen und gewalttätige Lagerwächter treten auf. Richter, die nach der Devise "Recht ist was dem deutschen Volke nützt" handeln und die solange arbeiten, bis "das ganze Volk sitzt" sowie Ärzte, die geschundenen Häftlingen aus dem KZ Oranienburg höhnisch "Berufskrankheit" attestieren, zeigen den katastrophalen Zustand dieser Berufsgruppen. Physiker betreiben eine "arisch gesichtige genehmigte deutsche Physik", eine jüdische Frau nimmt von ihrem Mann Abschied, da arisch-jüdische Lebensgemeinschaften verboten sind. Eltern haben Angst, von ihren Kindern verraten zu werden, Witwen und Weisen leben in erbärmlichen Verhältnissen, Folteropfer treten auf und die Verfolgung von Christen wird thematisiert. Die Szenen geben ein Bild von der elenden Wirklichkeit einzelner Berufsgruppen sowie vom Schicksal von Einzelpersonen. Die Szenen spielen von 1933-38 in verschiedenen Städten und zeigen auf diese Weise den Zustand im ganzen Land und verstärken die Allgemeingültigkeit der Aussage. Dies wird dadurch unterstrichen, daß nur die KZ-Häftlinge Namen besitzen, alle anderen Charaktere aber namenlos bleiben und nur durch ihre Berufe oder familiären Beziehungen bezeichnet werden. Dieses Drama ist ein beeindruckendes Dokument dieser Zeit.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schulbuch 14. Oktober 2011
Von J.W.
Format:Taschenbuch
Kam sehr schnell an. Habe es für die Schule gebraucht, würde es für Privatlesestunden nicht empfehlen. Ist sehr schwer zu Lesen und eindeutig nichts für kleine Kinder, da schwer zu interpretieren.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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