Beim "Querlesen" einiger weniger Seiten von "Funky Business" freute ich mich noch darauf, dieses Buch von Anfang bis Ende zu lesen...nach den ersten fünfzig Seiten bedurfte es jedoch mehr und mehr Überwindung, denn etwas wirklich Neues findet der Leser nicht. Gut, wer nicht regelmäßig "populärwissenschaftliche Karrieremagazine" durchblättert mag den ein oder anderen neuen Gedanken finden, andernfalls stellt sich das Buch eher als Zusammenfassung diverser aus Zeitschriftenartikeln bereits bekannter Überlegungen dar.
Der Versuch, eine "lockere Sprache" an den Tag zu legen, mißlingt - warum alles "funky" ist (funky you, etc.) wird zudem nicht deutlich und auch nicht, was die Autoren damit sagen wollen. Wer sich mit englischen Redewendungen oder gar der englischen Zeichensetzung auskennt, wird zudem bemerken wie oberflächlich hier auch übersetzt wurde...Kommata wurden entsprechend den englischen Zeichensetzungsregeln übernommen und diverse Redewendungen wörtlich übersetzt...
Nicht nur deswegen ließ sich "Funky Business" auch nur sehr holprig lesen - vergebens sucht man auch einen roten Faden, eine grundlegende Struktur im Buch. Ebenso bekommt man unweigerlich das Gefühl, daß recht vieles innerhalb des Buches wiederholt wird.
Interessant hingegen sind einige Zahlen und Beispiele (wobei mir aber bereits ein falsches Beispiel aufgefallen ist...), welche jedoch recht schnell an Aktualität verlieren sollten.
Insgesamt jedoch ein schwaches Buch, welches auf einer "Trendwelle des Zeitgeistes" mitzuschwimmen versucht; dieser Versuch jedoch muß als gescheitert betrachtet werden.