Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Hoffnungsschimmer des deutschen Rap dieses Jahr, 30. April 2007
Eine der wenigen wirklich guten neuen Veröffentlichungen deutschen Raps ..
Die Kombination von Funk und Rap gelingt hier einmalig gut, man kann das Funkanimal im gegensatz zu Jan Delays Mercedes Dance als echte Funkplatte bezeichnen, was wohl an der klaren Funkherkunft von Safarisounds liegt, sodass der Funk diesmal nicht vor lauter Reggae/Hip Hop/Elektro- Einflüssen untergeht ...
Absolut empfehlenswert !
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Animalische Bedrohung!?, 4. Mai 2007
"Es lebt, es lebt direkt in dir, komm lass es doch raus hier, denn du bist dein eigenes Haustier...".
Heidelberg ist längst nicht mehr sicher! Das Funkanimal rennt durch die Straßen und infiziert die Menschheit. Angeführt von der Rap-Legende Toni L. und den Safarisounds bringt es jede Party zum Kochen.
Alte Klassiker von Toni L. und Advanced Chemistry sind mit brandneuen Songs gemischt, darunter liegt der animalische, groovige Sound der Power-Funk-Combo Safarisounds und niemand ist mehr sicher. Das Album sorgt für bombastische Laune und ist ein Lichtblick für alle HipHop-Freunde der alten Schule und jeden, dem der Funk im Blut steckt. Lyrische Meisterwerke und satter Funk sind delikate Nahrung für jedes Ohr. Schade ist nur, dass das Album mit 14 Songs etwas kurz geraten ist, denn die Begegnung mit dem Funkanimal hinterlässt irreparable Schäden und wer einmal Blut geleckt hat, will mehr.
Das Album ist absolut zu empfehlen!!!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist eine Wohltat!!, 21. Juni 2007
Wie im Titel bereits bemerkt, kann man das Anhören dieses Albums nur als Wohltat bezeichnen.
Die meisten werden Toni-L ja bereits als Mitglied von Advanced Chemistry (AC) kennen. Er gilt als einer der wahren "Veteranen" des deutschen HipHop. Er vertrat immer die Meinung, dass HipHop sich nicht an den Massengeschmack anpassen dürfe. Er sollte vielmehr "organisch" wachsen, sich entwickeln, ohne seine Wurzeln (die 4 Elemente, DJing, MCing, B-Boying und Graffiti) je zu vergessen.
Toni-L ist für einige Klassiker des deutschen Raps verantwortlich. 1996 veröffentlichte er sein Debüt "Der Pate", wo ein damals noch recht unbekannter MC namens "MC Curse" vertreten war. Schon mit diesem Debüt schaffte er sich eine Art Legendenstatus in Deutschland. 2001 war dann wiederum auf Torch´s Meilenstein "Blauer Samt" vertreten, bevor er dann 2002 mit dem "Funkjoker" sein bis dato letztes Album veröffentlichte.
Danach wurde es recht ruhig um ihn. Irgendwann 2005 ist dann noch eine Single mit DJ Defcut rausgekommen ("Der Zug rollt", ist ein Hammersong!!), aber albumtechnisch war zu befürchten, dass es um Heidelberg noch ruhiger wird als es eh schon war (Stieber Twins, Cora E und Torch, alle haben sich mehr oder weniger zurückgezogen). Diese Befürchtung hat sich zumindest bei Toni-L nicht bestätigt.
Nun aber zum Album: Die Idee Rap mit anderen Musik-Genres zu "vermischen" ist ja nicht neu (Guru von Gangstarr mit seinen Jazzmatazz-Projekten, Freundeskreis als FK Allstars, Jan Delay mit seinem Reggae-Album "Searching for..." oder jetzt mit "Mercedes Dance" usw.), hier aber mindestens so gut umgesetzt, wie bei den anderen oben genannten Projekten.
Es werden alte Klassiker aus AC-Tagen ("Heidelberg") und vom Paten-Album ("Dankbar") genommen und vollkommen neu interpretiert. Man muss sagen, die Songs können mit ihren großartigen Originalen mithalten. Besonders hervorzuheben sind vielleicht noch "Session" und "Hier geht der Funkjoker". Aber auch die anderen Songs sind wirklich eine Wohltat für jede geplagte HipHop-Seele, die sich vor lauter Gepose und unnötigem Aufgeplustere mancher Möchtegern-Gangsta schon fragt, was eigentlich aus der HipHop-Kultur in Deutschland wird. Toni-L gibt mit Safarisounds eine wunderbar funkige Antwort auf diese Frage!
Die oben beschriebenen 4 Elemente werden in der heutigen medialen HipHop-Wahrnehmung in keinster Weise mehr geachtet. Es wird der Anschein erweckt, als gehe es bei HipHop nur um Gewalt, Geld und Frauen. Dem ist nur leider nicht so, diese Kultur hat soviel mehr zu bieten!! Aber damit nicht genug, in einschlägigen Magazinen, wie der "Juice", wird ganz offen, von irgendeinem Hinterhof-MC aus Berlin (ich hab den Namen vergessen, war auch nicht so wichtig) an "Kulturgütern" wie Wildstyle gezweifelt, obwohl dieser Film mindestens 3 Generationen von Menschen an die HipHop-Kultur herangeführt hat und vor allem auch das positive an HipHop in den Vordergrund stellt. Man mag mich für einen Ewiggestrigen halten, aber ich finde diese positiven Ansätze wichtiger und besser als irgendein übertriebenes Gangster-Gehabe um falsche Images aufzubauen, die sich dann gut vermarkten lassen (siehe Aggro Berlin). Da die "Juice" erschreckenderweise solche Auswüchse neuerdings als Weiterentwicklung der HipHop-Kultur ausgeben möchte (was ist aus diesem Magazin geworden??), brauchen wir dringend solche MC´s wie Toni-L, Torch, die Stiebers, Freundeskreis, usw. um die Musik wirklich auf ein neues Level zu heben. Das so oft genannte "Next Level" erreicht man nur, wenn man offen für andere Einflüsse ist, für andere Musik-Genres oder eben Live-Instrumente.
Toni-L macht es mit Safarisounds sehr schön vor, wie das gelingen kann. Dieses Album kann man getrost als wahre "Weiterentwicklung" von HipHop in eine positive Richtung deuten. Leider wird es nicht die Verkaufszahlen erreichen, wie unsere ach so harten Hardcore-Gangster aus Berlin, aber für die Freunde des positiven HipHop aus Deutschland wird es eine Wohltat darstellen.
Bleibt mir nur zu hoffen, dass sich die anderen Heidelberger (Stiebers, Queen Cora, Torchmann) ein Beispiel an Toni-L nehmen. Für die deutsche HipHop-Szene wäre es eine ungemeine Bereicherung.
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