Man schreibt das Jahr 1970. Godfather of Soul war gestern, James Brown hat sich nun komplett dem Funk verschrieben, er mausert sich nun endgültig zum Godfather of Funk.
Anfang des Jahres steht James Brown nach internen Problemen ohne Band da. Er engagiert daraufhin eine blutjunge, kaum erfahrene Band, die später als die Original-JBs in Musikgeschichte eingehen sollten. Die neue Band ist so völlig anders als die alte: sie spielen rau, ungeschliffen, mit einer unbändigen Energie und die Anzahl der Musiker ist viel geringer als es sonst bei James Brown üblich ist. Der bekannteste von ihnen dürfte wohl ihr Bassist Bootsy Collins sein (er spielt später bei Funkadelic und Parliament).
Dadurch verändert sich natürlich auch die Musik von James Brown: Die Melodie rückt mehr in den Hintergrund, dafür spielt nun synkopierter Rhythmus eine viel wichtigere Rolle. Spärliche Instrumentierung, unter anderem mit Congas und gerade mal drei Bläsern, dafür aber Groove wie die Hölle.
Zwar existiert die Band in dieser Formation nur etwa 1 Jahr, doch in dieser Zeit nehmen sie viele Hit-Singles auf, wie Sex Machine, Soul Power oder Get up, get into it, get involved.
Hier nun sind ihre Songs erstmals in Originallänge auf einer CD versammelt, plus ausführlichen Liner-Notes.
Jedem Funk-Fan muss man dieses Album empfehlen, ganz einfach weil es von James Begründer des Funk Brown ist und weil es mit zum Besten gehört, was es im Bereich des harten Funks gibt. Stillsitzen geht bei dieser Musik nicht, also einfach nicht dagegen wehren, sondern die Musik schön laut aufdrehen.
P.S.: Hat man sich dann davon erholt und braucht Nachschub, dann gibt es nur eins: Die CD Love Power Peace von James Brown, die einzige Live-Platte der Original-JBs.