Maceo Parker ist ein alter Bekannter des Funk. Als der Kopf hinter (den Bläsern von) James Brown hat er Musikgeschichte geschrieben. Heute macht er immernoch das was er am besten kann: Funk. Die Musik ist erwachsen geworden, d.h. zu dem immerpräsenten Groove kommt ein ausgereiftes Arrangement dazu, gut gespielt und gut aufgenommen. Dabei ist die Rhythmsection recht 'busy' - sprich sie spielen alle eigentlich so viel, dass man nur noch Chaos hören müsste, aber irgendwie ist das nie der Fall. Endeffekt ist, dass die Songs voller Kleinigkeiten in allen Stimmen sind und nicht mit der Zeit langweilig werden. Die Instrumentalisten sind alle exzellent, wobei selbstverständlich Maceos Solospiel heraussticht. Aüßerst groovy und mit viel Dynamik und Deadnotes ist sein Saxstil, zu dem auch der etwas blecherne Sound gehört. Doch diese CD ist keine Selbstdarstellung einer Legende, es ist eine Platte, die hauptsächlich grooven soll, wie auch der Titel funkoverload nahelegt, und so sind auch die Soli immer songdienlich. Es sind auch gecoverte Songs drauf, wie z.B. Stevie Wonders Tell Me Something Good. Dabei singt hauptsächlich Maceo selbst, was meist gut kommt, selbst wenn er zu rappen versucht. Der größte Missgriff war die Besetzung von Maceos Neffen (?) Corey als Rapper. Es ist nicht, dass Rap grundsätzlich nicht zu der Musik passen würde, vielmehr ist Corey einfach schlecht. Ohne Einfühlungsvermögen und mit so wenig Groove in der Stimme, dass man kaum glauben kann, dass er aus der selben Familie stammt, stört er in jedem Track, in dem er auftaucht. Glücklicherweise passiert das nicht allzu oft. Die langsamen Stücke sind wie so oft bei Funk nichtssagend und damit redundant. Ein, zwei schwache Stücke sind gegen Ende der CD auch bei den schnellen Songs dabei, und somit ist dies kein perfektes Album. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)