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Fundbüro: Roman Taschenbuch – 1. Juni 2005

43 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423133368
  • ISBN-13: 978-3423133364
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.842 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Siegfried Lenz gehört zu den wichtigsten Vertretern einer Autorengeneration, die die Zeit des Dritten Reiches und ihre Auswirkungen auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft literarisch verarbeitet hat. Seine Romane, allen voran "Die Deutschstunde" von 1968, machten ihn einem internationalen Publikum bekannt und gehören heute längst zum Lesekanon nicht nur an deutschen Schulen. Lenz wurde 1926 in Lyck in Ostpreußen geboren und studierte nach dem Krieg Philosophie, Anglistik und Deutsche Literaturgeschichte in Hamburg. Er war zunächst als Journalist für "Die Welt" tätig, bevor er sich 1951 entschied, als freier Schriftsteller zu arbeiten.

Produktbeschreibungen

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Henry Neff ist auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Nicht nach der seiner eigenen Historie: Denn die hat der inzwischen 24-jährige Sachbearbeiter mit der Aufgabe seines enervierenden Jobs als Zugbegleiter an den Nagel eines Hamburger Fundbüros -- seiner neuen Arbeitsstätte -- gehängt. Zwischen Regenschirmen, Aktentaschen, Rucksäcken und Bücherbergen übt er sich nun, abseits "von allem Gerenne und Getöse" der Welt da draußen, in Muße, Liebe (!) und Geduld. Im Zwischenreich verlorener Dinge will Neff sich gänzlich im Augenblick verlieren und die im Trubel des Lebens abhanden gekommene Ruhe wiederfinden.

Eine Weile geht das gut, bis -- ja: bis die braune Vergangenheit in Gestalt einiger Neonazis und Ausländerfeinde in die Gegenwart hinüberschwappt. Und als dann auch noch Bahn-Reformen den Arbeitsplatz eines Kollegen bedrohen, erkennt Neff, dass man "manchmal auch zuschlagen" muss. Bis dahin aber ist viel geruhsame Erzählzeit verflossen, die den liebenswerten Helden mit allerlei Lebensschicksalen und Handlungssträngen (darunter auch kriminalistischen) konfrontiert: "An jeder Fundsache hängt etwas", heißt es im Roman, "du glaubst nicht, was da manchmal zum Vorschein kommt." Beizeiten entwickelt Neff sogar ganz eigenwillige Methoden, um rechtmäßige von unrechtmäßigen Besitzern zu scheiden. So lässt er eine Aktrice aus dem verlorenen Textbuch rezitieren. Und als ein Mann behauptet, jener Messerwerfer zu sein, dem das gefundene Wurfset aus Toledo im Regal gehöre, stellt Neff sich kurzerhand an die Tür und lässt den Artisten seine Kunst beweisen. An solchen zweischneidig-komischen Stellen (immerhin droht dem Erprober bei Falschaussage akuter Daseinsverlust) ist Lenz' neuer Roman vollkommen geglückt.

So erzählt Lenz vom Leid des Verlierens, aber auch vom beglückenden "Mysterium des Wiederfindens" in einer hektischen Gesellschaft, in der das Fundbüro (zumindest hin und wieder) als insularer Ruhepol der Glückseeligen erscheint. Auch wenn sich wohl niemand in dem bisweilen leider etwas langatmigen Schmöker und seiner einfachen Sprache verlieren wird, so gibt es doch so manches literarisch wertvolle Kleinod im skurrilen Fundsachen-Repertoire des Autors zu entdecken. Wer Muße hat und auf der Suche ist nach gut erzählter Literatur ohne komplexe Schnörkel, der wird hier eine ganze Menge davon wiederfinden. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Ein Buch, an das man sein Herz verlieren kann.«
Rheinischer Merkur

»Sehr komisch und voll herzerwärmender Menschlichkeit.«
Die Welt

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ulf Evers TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 11. August 2004
Format: Gebundene Ausgabe
„...Leopold sammelt Informationen aus seiner Außenwelt und gibt sie an uns weiter zu beliebiger Verfügbarkeit." (S. 271 f.)
Ein Schlüsselsatz dieses Buches:
das Buch kann gelesen werden, einfach so weggelesen werden. Dann wird mancher sich an der Sprache oder dem Protagonisten stören, die beide so nicht in unsere schnellebige Welt zu passen scheinen. Aber gelesen werden kann es: zügig und ohne Anstrengung.
Es kann jedoch auch genau gelesen werden: aufmerksam und den gestellten Fragen nachsinnend:
Weshalb wirkt Henry Neff, der mit seiner beruflichen Zukunft im Reinen zu sein scheint, der nicht nach Aufstieg und mehr strebt, der seine Zufriedenheit in anderen Bereichen findet, so weltfremd.
Warum preist ein Unternehmen wie die Bahn laufend Sonderreisen mit Rabatten an und sieht sich gleichzeitig genötigt, Personalreformen durchzuführen, die in Arbeitslosigkeit enden. Und was bedeutet dies für Betroffene?
Wie kommt es, daß Worte verletzender als Gewalttaten sein können und doch die Worttäter an unseren Nachbartischen sitzen, während die Gewalttäter geächtet sind?
Das Buch stellt noch viel mehr Fragen, es stellt Fragen nach Werten, Verantwortung und Gleichgültigkeit. Es ist ein sehr aktuelles Buch und ein Buch, das keine Antworten liefert, sondern Anregungen zu beliebiger Verfügbarkeit stellt.
Und wer will, kann nachdenken bis zur Schwindligkeit: über den Zusammenhang zwischen „Geiz ist geil" und der Arbeitslosigkeit Ihres Nachbarn z.B..
Wie gesagt, es kann nachgedacht werden bis zur Schwindligkeit. Dies ist Schwäche und Stärke dieses Buches zugleich, denn es steht zu fürchten, daß in dieser geistfernen Zeit immer gleich die Lösung oder doch zumindest ein Lösungsvorschlag mitgeliefert werden muß - der Schleier fällt jedoch nur durch eigenes Nachdenken von unseren Augen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von weisserstier am 1. Januar 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Henry Neff beginnt seine Arbeit im Fundbüro und ist dort vollkommen zufrieden. Er will nicht etwas anstreben, denn ein Ziel ist für ihn wie ein Zielbahnhof mit der Durchsage "Endstation, bitte alles aussteigen". Für seine Mitmenschen ist er deshalb etwas suspekt, doch mit seiner guten Beobachtungsgabe und seinem Einfühlungsvermögen gewinnt er rasch die Sympathien seines Umfelds. Henry erkennt die zerbrechliche aber schöne Seele hinter der Maske der Menschen. Immer wieder dringt jedoch die grausame, harte und schnelllebige Welt der allgemeinen Gesellschaft in sein Leben und versucht ihn und seine Freunde aus der Ruhe zu bringen.
Dieser Roman ist ein sehr sanftes und leises Werk. Hier gibt es nicht die Superhelden oder Action-Handlungen, sondern die handelnden Personen sind Durchschnittsmenschen, ihr Leben unspektakulär. Nur eines wünschen sich alle: in Ruhe und ungestört ihr anspruchsloses Leben führen zu können. Diese unausgesprochene Sehnsucht ist das unsichtbare Band, das alle verbindet und an dem sie sich festhalten.
Das Werk ist angenehm und züzig lesbar, man lässt sich gern von der leichten Melancholität der Sprache treiben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sidewinder am 15. Dezember 2010
Format: Audio CD
Siegfried Lenz, Jahrgang 1926, kann man guten Gewissens als eine der großen deutschen Stimmen der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur bezeichnen, wobei seine Bedeutung für die Gegenwart im neuen Jahrtausend nachgelassen zu haben scheint. So verwundert auch das späte Erscheinen seines aktuellsten Romans "Fundbüro" in 2003; der erste Roman nach "Arnes Nachlass" von 1999.

Inhalt:
Henry Neff ist ein orientierungsloser Mitt-Zwanziger mit allen Chancen, die gekonnt ungenutzt bleiben. Als er seinen neuen Job im Fundbüro der Bahn antritt scheint er auch ein Stück weit sich selbst zu finden, entwickelt Gefühle für eine verheiratete Kollegin und Freundschaft zu Dr. Lagutin, einen Mathematiker aus Baschkirien. Doch kann Henry den Kurs halten...?

Meinung:
Der Roman dümpelt ein wenig vor sich hin, wird von seiner altmodischen Erzählstruktur und einem Mangel an Spannung ausgebremst, besticht jedoch durch sympathische, verlorene Figuren, die sich im Altagskosmos finden und nicht zu verlieren suchen. Daneben reflektiert die Geschichte auch über Zukunftsängste, den Verlust des Arbeitsplatzes und Ausländerfeindlichkeit. All dies geschieht sehr gelungen ohne erhobenen Zeigefinger und Holzhammermoral.

Ein großes Problem ist die zeitliche Einordnung, denn viele Elemente wirken geradezu anachronistisch (Ortsbeschreibungen, Schreibmaschinen-Einsatz usw.), während an anderer Stelle demonstrativ unterstrichen wird, dass die Geschichte mindestens in den späten 90er Jahren spielt. Möglich, dass Lenz die Geschichte schon in den 50er Jahren entwickelte und erst heute zur Romanreife brachte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ossiwan am 16. August 2005
Format: Taschenbuch
Henry Neff, Mitte 20, lebenslustig und fatalistisch, ohne inneren Zwang nach Erfolg und Ansehen zu streben, entscheidet sich, obwohl ihm viele andere Möglichkeiten zur Verfügung ständen, in einem Fundbüro eines Bahnhofes zu arbeiten. Skurrile, kriminelle, zu Herzen gehende Schicksale passieren in diesem Büro wegen der verlorenen Gegenstände, doch all diese Eigenschaften sammeln sich auch in den Figuren, denen Henry begegnet.
Da ist auf der einen Seite der russische Wissenschaftler, mit dem er Freundschaft schließt, nachdem er ihm die verlorene Aktentasche zurückgebracht hat. Oder eine verheiratete Kollegin, die den, anscheinend, naiven Annäherungsversuchen Henrys nur schwer widerstehen kann. Und guter letzt die eigene Schwester, die in der familieneigenen Porzellanmanufaktur arbeitet und einen Lebensstil verfolgt, der in krassen Gegensatz zu ihrem Bruder steht.
Lenz schafft eigenwillige Charaktere, Henrys Naivität und Lebenslust kontrastiert mit seinem Hobby dem Eishockeyspiel. Ebenso ist es bei den anderen Figuren, die in einer, jedoch liebenswerten Schizophrenie leben und eine breite Bandbreite an Charakter besitzen. Dabei wird jedoch tunlichst vermieden moralisch oder belehrend zu werden, obwohl zwischen den Zeilen viele Schatten unserer Gesellschaft lesbar sind. Somit hat Lenz ein eigenwilliges Werk geschaffen, dass sich schnell und leicht liest, jedoch viel unter der Oberfläche brodeln lässt.
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