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Fundbüro: Roman
 
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Fundbüro: Roman [Taschenbuch]

Siegfried Lenz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423133368
  • ISBN-13: 978-3423133364
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.033 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Siegfried Lenz
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Henry Neff ist auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Nicht nach der seiner eigenen Historie: Denn die hat der inzwischen 24-jährige Sachbearbeiter mit der Aufgabe seines enervierenden Jobs als Zugbegleiter an den Nagel eines Hamburger Fundbüros -- seiner neuen Arbeitsstätte -- gehängt. Zwischen Regenschirmen, Aktentaschen, Rucksäcken und Bücherbergen übt er sich nun, abseits "von allem Gerenne und Getöse" der Welt da draußen, in Muße, Liebe (!) und Geduld. Im Zwischenreich verlorener Dinge will Neff sich gänzlich im Augenblick verlieren und die im Trubel des Lebens abhanden gekommene Ruhe wiederfinden.

Eine Weile geht das gut, bis -- ja: bis die braune Vergangenheit in Gestalt einiger Neonazis und Ausländerfeinde in die Gegenwart hinüberschwappt. Und als dann auch noch Bahn-Reformen den Arbeitsplatz eines Kollegen bedrohen, erkennt Neff, dass man "manchmal auch zuschlagen" muss. Bis dahin aber ist viel geruhsame Erzählzeit verflossen, die den liebenswerten Helden mit allerlei Lebensschicksalen und Handlungssträngen (darunter auch kriminalistischen) konfrontiert: "An jeder Fundsache hängt etwas", heißt es im Roman, "du glaubst nicht, was da manchmal zum Vorschein kommt." Beizeiten entwickelt Neff sogar ganz eigenwillige Methoden, um rechtmäßige von unrechtmäßigen Besitzern zu scheiden. So lässt er eine Aktrice aus dem verlorenen Textbuch rezitieren. Und als ein Mann behauptet, jener Messerwerfer zu sein, dem das gefundene Wurfset aus Toledo im Regal gehöre, stellt Neff sich kurzerhand an die Tür und lässt den Artisten seine Kunst beweisen. An solchen zweischneidig-komischen Stellen (immerhin droht dem Erprober bei Falschaussage akuter Daseinsverlust) ist Lenz' neuer Roman vollkommen geglückt.

So erzählt Lenz vom Leid des Verlierens, aber auch vom beglückenden "Mysterium des Wiederfindens" in einer hektischen Gesellschaft, in der das Fundbüro (zumindest hin und wieder) als insularer Ruhepol der Glückseeligen erscheint. Auch wenn sich wohl niemand in dem bisweilen leider etwas langatmigen Schmöker und seiner einfachen Sprache verlieren wird, so gibt es doch so manches literarisch wertvolle Kleinod im skurrilen Fundsachen-Repertoire des Autors zu entdecken. Wer Muße hat und auf der Suche ist nach gut erzählter Literatur ohne komplexe Schnörkel, der wird hier eine ganze Menge davon wiederfinden. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Ein Buch, an das man sein Herz verlieren kann.«
Rheinischer Merkur

»Siegfried Lenz hat einen kleinen Roman über große Dinge geschrieben ... ein Meisterstück literarischen Understatements. Nur ein ganz Großer kann aus scheinbarer stilistischer Anspruchslosigkeit, kann aus dem sparsamen Einsatz spannungserzeugender Mittel eine so runde und dabei in ihrem hindernislosen Abrollen so irritierend surrende Sache machen, wie Siegfried Lenz es hier tut.«
Tilman Krause, Die Welt

»Humane Utopie ... Lenz, der immer gelassener, immer mutiger seinen Weg der sanften Subversion geht, des untergründig glucksenden Humors, der konsequent gehaltenen Linie der Menschenliebe, erzählt von einem Anti-Karrieristen, von einem, der in die Generation Golf passt wie ein Sprengsatz.«
Simone Dattenberger, Münchner Merkur

»Selten ist ein deutscher Roman zu lesen, in dem so bescheiden, schlicht und natürlich, mit so viel Sympathie von Menschen gesprochen wird, deren Liebenswürdigkeit allein in ihrer Unauffälligkeit liegt.«
Beatrix Langner, Neuen Zürcher Zeitung

»Sehr komisch und voll herzerwärmender Menschlichkeit.«
Die Welt

»Ein Plädoyer für die Mitmenschlichkeit.«
Hamburger Abendblatt

»Lenz' Beobachtungsgabe für Details im zwischenmenschlichen Umgang und den Szenarien machen das Buch symphatisch.«
Siegener Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein leiser Roman 1. Januar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Henry Neff beginnt seine Arbeit im Fundbüro und ist dort vollkommen zufrieden. Er will nicht etwas anstreben, denn ein Ziel ist für ihn wie ein Zielbahnhof mit der Durchsage "Endstation, bitte alles aussteigen". Für seine Mitmenschen ist er deshalb etwas suspekt, doch mit seiner guten Beobachtungsgabe und seinem Einfühlungsvermögen gewinnt er rasch die Sympathien seines Umfelds. Henry erkennt die zerbrechliche aber schöne Seele hinter der Maske der Menschen. Immer wieder dringt jedoch die grausame, harte und schnelllebige Welt der allgemeinen Gesellschaft in sein Leben und versucht ihn und seine Freunde aus der Ruhe zu bringen.
Dieser Roman ist ein sehr sanftes und leises Werk. Hier gibt es nicht die Superhelden oder Action-Handlungen, sondern die handelnden Personen sind Durchschnittsmenschen, ihr Leben unspektakulär. Nur eines wünschen sich alle: in Ruhe und ungestört ihr anspruchsloses Leben führen zu können. Diese unausgesprochene Sehnsucht ist das unsichtbare Band, das alle verbindet und an dem sie sich festhalten.
Das Werk ist angenehm und züzig lesbar, man lässt sich gern von der leichten Melancholität der Sprache treiben.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ulf Evers VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
„...Leopold sammelt Informationen aus seiner Außenwelt und gibt sie an uns weiter zu beliebiger Verfügbarkeit." (S. 271 f.)

Ein Schlüsselsatz dieses Buches:
das Buch kann gelesen werden, einfach so weggelesen werden. Dann wird mancher sich an der Sprache oder dem Protagonisten stören, die beide so nicht in unsere schnellebige Welt zu passen scheinen. Aber gelesen werden kann es: zügig und ohne Anstrengung.
Es kann jedoch auch genau gelesen werden: aufmerksam und den gestellten Fragen nachsinnend:

Weshalb wirkt Henry Neff, der mit seiner beruflichen Zukunft im Reinen zu sein scheint, der nicht nach Aufstieg und mehr strebt, der seine Zufriedenheit in anderen Bereichen findet, so weltfremd.
Warum preist ein Unternehmen wie die Bahn laufend Sonderreisen mit Rabatten an und sieht sich gleichzeitig genötigt, Personalreformen durchzuführen, die in Arbeitslosigkeit enden. Und was bedeutet dies für Betroffene?
Wie kommt es, daß Worte verletzender als Gewalttaten sein können und doch die Worttäter an unseren Nachbartischen sitzen, während die Gewalttäter geächtet sind?

Das Buch stellt noch viel mehr Fragen, es stellt Fragen nach Werten, Verantwortung und Gleichgültigkeit. Es ist ein sehr aktuelles Buch und ein Buch, das keine Antworten liefert, sondern Anregungen zu beliebiger Verfügbarkeit stellt.

Und wer will, kann nachdenken bis zur Schwindligkeit: über den Zusammenhang zwischen „Geiz ist geil" und der Arbeitslosigkeit Ihres Nachbarn z.B..

Wie gesagt, es kann nachgedacht werden bis zur Schwindligkeit. Dies ist Schwäche und Stärke dieses Buches zugleich, denn es steht zu fürchten, daß in dieser geistfernen Zeit immer gleich die Lösung oder doch zumindest ein Lösungsvorschlag mitgeliefert werden muß - der Schleier fällt jedoch nur durch eigenes Nachdenken von unseren Augen.

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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Banal und ereignislos 29. Juli 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman erreicht bei weitem nicht die Klasse seiner Vorgänger. Thema, Sprache, Charaktere, Aussage -- all das, was die "Klangprobe" oder die "Auflehnung" zu solch spannenden und berührenden Büchern machte, ist hier nur unzureichend ausgearbeitet oder fehlt völlig; von Lenz' Meisterwerken wie der "Deutschstunde" oder "Heimatmuseum" gar nicht zu reden.

Wann spielt die Geschichte, die Lenz erzählt? In den 60ern, den 70ern? Das ganze setting scheint ein wenig angestaubt, vielleicht ist das auch Absicht, aber dann wirken aktuelle "Schnipsel" wie ICE, Politiker, die Probleme der EU-Osterweiterung besprechen, oder der Personalabbau bei der Bahn nur aufgesetzt, irgendwie unglaubhaft. Verglichen mit Lenz' anderen Werken ist der literarische Wert der Sprache nicht vorhanden, vieles klingt einfach zu schlicht, banal und hat wenig Aussagekraft; die Sprachgewalt ist Lenz völlig abhanden gekommen.

Keiner der Charaktere hat mich überzeugt: sie sind einfach langweilig. Am besten gefiel mir noch der alte Vater von Bußmann, der, 90-jährig, von seiner Zeit als Lokomotivführer auf der Transsib träumt, und seltsamerweise ist die spannendste Stelle des Buches die Beschreibung eines irischen Filmes, den sich Henry und Paula im Kino anschauen. Aus DIESEN Charakteren hätte Lenz ein Buch machen sollen!

Schließlich die Aussage: Man kann nicht nur ein Leben ohne Antrieb führen, sich treiben lassen, ohne irgendwann einmal einzusehen, dass man sich für gewisse Dinge einsetzen muss. Schön. Aber es wirkt alles so konstruiert, bis Henry das einsieht, und richtig platt wirkt die Szene, als er den Briefträger verteidigt. Und derjenige, der Henry zu dieser Einsicht gebracht hat, verschwindet so mir nichts dir nichts wieder aus dem Erzählstrom. Da hätte man zum Thema Fremdenhass aber mehr draus machen können. Tut mir leid, aber um Lenz kennenzulernen taugt dieses Buch nicht. Man halte sich an die oben erwähnten Meisterwerke.

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Veröffentlicht am 20. Mai 2010 von Detlef Knut
Ein leises Buch
Das Buch ist gerade richtig für die beschauliche Zeit des Jahres, der Vorweihnachtszeit. Es lässt einen innehalten und bedenken, dass nicht immer alles höher,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2009 von Lerndrache
Verlierer unter sich
Auch Lenz hatte wohl etwas verloren als er sich literarisch ins Fundbüro begab. Die zahlreichen Gutmenschen, die alle reichlich uninteressante Geschichten zu erzählen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2009 von Buchfink
sympathisch, aber nicht mitreißend
Ich hatte bei der Lektüre öfters den Eindruck, dass das Buch darauf angelegt ist, als Lektüre für den Deutschunterricht zu dienen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2007 von K. Dünhölter
Altbacken...
Das "Fundbüro" ist ein eher mäßiges Stück neuerer deutscher Literatur. Man merkt Lenz hier geradezu an, dass er kein grosses, zeitgenössisches Werk... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2006 von McJ
diesen Lenz mochte ich gerne....
Lenz, Deutschstunde, ach so... dann gab mir eine Freundin dieses Buch mit und ich war doch angenehm überrascht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. September 2006 von Bücherwurm
Mühsames Lesen
Das Thema "Fundüro", die Begegnung mit Menschen, deren Geschichten und Erlebnisse, die Tatsache, dass an jedem Fund emotionale Erinnerungen haften, das alles, hätte ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. August 2006 von Mirka
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Am 13. März 2006 veröffentlicht
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Oh, lieber Siegfried Lenz, in der Schule musste ich Dich lesen und es war mal kein Muss, sondern ein Darf. Lesen Sie weiter...
Am 21. Dezember 2005 veröffentlicht
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