Klappentext
Die Insel Lanzarote ist heute eines der beliebtesten Urlaubsziele der Kanarischen Inseln. Es geht hier jedoch weniger um die touristische als vielmehr die künstlerische Entdeckung der Insel, die ohne die Arbeit eines Malers, der diesem Paradies seine ganze Liebe angedeihen ließ, völlig undenkbar gewesen wäre. Die Rede ist von Cesar Manrique (1919-1992), der nicht nur die Fähigkeit besaß, die Schönheit, die dem glücklichen Zusammenwirken der von den Griechen als Grundbestandteile der Schöpfung begriffenen Urelemente Luft, Erde, Feuer und Wasser entspringt, zu begreifen, sondern diese auch anderen nahezubringen. Nachdem Manrique 1968 nach einem längeren Aufenthalt in New York auf seine Insel zurückgekehrt war, widmete er sich mit Hingabe der Realisierung seiner Utopie, Lanzarote aus seinen eigenen Quellen heraus zu erneuern. Zu seinen bekanntesten Arbeiten als Architekt gehören der Jameos del Agua, der Mirador del Rio, der Kaktusgarten und sein eigenes Haus in Tare de Tahiche. Manriques Haus in Tare de Tahiche ist ein "work in progress". Fast 25 Jahre hatte der Künstler an ihm gearbeitet, und auch nach seinem Tod gibt es immer daran zu tun. Mit seinen fünf untereinander verbundenen unterirdischen Lavablasen, die nun das Untergeschoß bilden, stellt es eine Metapher für die Verbundenheit des Menschen mit der Mutter Erde dar. in jüngerer Zeit am besten umschrieben von Bruno Taut mit seinem Satz von der Erde als einer "guten Wohnung". Das obere Stockwerk kann in seinem Außeren leicht mit den weißen kubischen Bauten verwechselt werden, die man überall auf der Insel findet. Beim Betreten der Räume stellt sich jedoch sofort die Empfindung ein, daß hier etwas ganz Neues geschaffen wurde. Gleichermaßen ein Feind eines immer wieder dahergeboteten Regionalismus und eines kanonisierten. jeglicher Differenzierung abholden Internationalen Stils. goß Manrique das Bodenständige durch den Filter der Moderne eines Frank Lloyd Wright. Mies van der Rohe oder Le Corbusier und drückte ihm zugleich seinen persönlichen Stempel auf. Das Ergebnis ist ein Werk, das in seiner Authentizität und Unverwechselbarkeit seinesgleichen sucht. Simon Marchan Fiz ist Professor für Ästhetik in Madrid und einer der prominentesten Interpreten moderner Kunst in Spanien. Wie Marchan Fiz lebt auch Pedro Martinez de Albornoz in Madrid. Die hier gezeigten Aufnahmen stellen die bisher wohl beste photographische Interpretation eines Werkes von Manrique dar.
Synopsis
Text is available in English, German and Spanish. Over the last decade, the island of Lanzarote has become one of the favourite tourism destinations in the Canary Islands. However, our interest is more one of artistic than of touristic discovery, and this would be virtually unthinkable without the work of an artist who fell in love with this wonderful paradise. We refer to Cesar Manrique (1919-1992), who was able to see and reveal to us the unique beauties arising out of the happy marriage of the four elements believed by the Greeks to form the whole of creation: air, earth, fire and water. In fact, after returning to his island in 1968 after a period spent in New York, Manrique dedicated himself passionately to realising his utopia, to renew Lanzarote out of his own sources. Among Manrique's best known works on Lanzarote are the 'Casa Museo del Campesino', the 'Jameos del Agua', the 'Mirador del Rio', the 'Cactus Garden' and his own house in the Taro de Tahiche.Manrique's house in Taro de Tahiche, which nowadays houses the Cesar Manrique Foundation, can be considered as a 'work in progress' as it was built over a period of almost 25 years and was still not completed upon the artist's death. Arising out of the five interconnected volcanic bubbles of the underground storey, it has become a metaphor for the amorous meeting of man with Mother Earth, the latter being understood, to use Bruno Taut's expression, as 'a fine home for living'. The spaces on the upper floor can be virtually mistaken for the white cubic buildings dispersed throughout the island. But when we cross their thresholds, we have the unique feeling that here something was created which is really new. In fact, Manrique - enemy in equal measure of the 'pastiche' of regionalism and the off-key International Style blind to differentiation - sifted the vernacular with certain modern filters such as Frank Lloyd Wright, Mies van der Rohe or Le Corbusier, and at the same time he gave it such a specific stamp that the final result became indigenous and unmistakable. Simon Marchan Fiz is professor of aesthetics in Madrid. Like Marchan Fiz, Pedro Martinez de Albornoz lives in Madrid.The photographs shown in this book are the best photographic interpretation of one of Manrique's work up to now.
Über den Autor
Simon Marchan Fiz is professor of aesthetics in Madrid. Like Marchan Fiz, Pedro Martinez de Albornoz lives in Madrid. The photographs shown in this book are the best photographic interpretation of one of Manrique's work up to now.
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"Etwas ganz besonderes ist Manriques eigenes Haus. Es erinnert mich an ähnliche Häuser in Pedregal in Mexiko und ist doch einmalig, ist ganz Lanzarote, ist ganz Manrique, ist alt und dennoch neu: Höhlen, Gänge, Wasser, Treppen, Licht von der Seite, von oben, von unten. Es ist das Haus des Königs, der Kunst von Lanzarote. Es ist in Teilen verspielt, ist Experiment. Hier konnten Manriques Steckenpferde galoppieren. Manrique hat den Mut, an die Grenzen des Gestaltbaren heranzugehen."