Fan man" ist ein witziges Buch von William Kotzwinkle, Fun man" ein aberwitziges Etwas, was kein richtiges Buch geworden ist. Christian Eisert, der sich Comedy-Coach nennt und Gags für Ingo Appelt, Harald Schmidt, Mike Krüger u. a. schreibt, versucht sich mit diesem Missionsbuch als ironischer Apostel des Lachens. Auf deutschem Boden soll kein Lachen mehr vergehen und so beschreibt er, was in Deutschland an Humorseminaren, Lachyoga, Tantra, Clowns oder was auch immer nach lustig klingt, so angeboten wird. So ein Vorhaben ist irgendwie widersinnig, weil mit Humor die Humorszene nicht beschrieben werden kann. Das ist alles eher traurig, weil es so gewollt ist. Man findet auch nicht den heiligen Gral des Lachens. Auch Christian Eisert findet kaum geglückte Pointen, das wirkt alles doch sehr schlapp. Man quält sich von Seite zu Seite und erfährt nicht wirklich etwas über die deutsche Humorszene. Wer wirklich qualitativ und durchaus flott geschrieben etwas über das Lachen in Deutschland und anderswo erfahren möchte, der nimmt sich besser die Bücher von Heiner Uber zur Brust, dort erfährt man Wissenswertes gut recherchiert. Wer etwas mit Esprit und Humor lesen will, der schaue einfach in die Tageszeitung, denn wer zu lesen versteht, der liest dort die Witze des Tages. Warum man Fun man" lesen sollte, dass muss man den Autor fragen. Mir als Leser ist keine Antwort in den Sinn gekommen.