Jede Künstlerin und jeder Künstler spielt in seiner Karriere einmal ein Album ein, welches vielleicht das Persönlichste bleiben wird. So verhält es sich mit diesem Album. "Fumbling towards ecstasy" von Sarah McLachlan kann den Hörer einfach fesseln, mitreißen und mitfühlen lassen. Auf den 13 Songs des Albums machen Sängerin und Hörer eine Reise durch ein Tal der Tränen. Melancholisch wie keine andere, mit einer unverwechselbaren Stimme und tiefgehenden Texten kann Sarah McLachlan bei jedem Track den Hörer elektrisieren. Es beginnt mit "Possession", gleich dem stärksten Track des Albums. Ein Song den man nicht alle Tage schreibt. Die perfekte Komposition dieses Tracks kann einfach überzeugen. Sarah McLachlan erzählt Geschichten von der Liebe, den Leiden, dem Geben und dem Nehmen, dem verlassen-werden und dem verlassen. So zeigt sie auf "Wait" und "Plenty" ihr stimmliches Volumen, ließt dem Hörer auf "Mary" wie aus einem Bilderbuch vor, öffnet sich komplett bis auf die Knochen in "Elsewhere" und beschreibt ihre eigenen Ängste vor der Liebe in "Fear". Zwischendurch fährt sie zwei absolute Hit-Garanten mit "Good Enough" und "Hold On" auf ehe sie erst ganz am Ende, in Track Nr. 12 - dem Titelsong - ihr Selbstvertrauen wiederfindet und alles in Frage stellt, wovon sie zuvor gesungen hat. Immer wieder singt sie die Zeilen "I won't fear love" und beendet dieses Märchen mit einem Happy-End. Im Anschluß an "Fumbling Towards Ecstasy" folgt noch eine Akustik-Version von "Possession", welche dem Hörer endgültig selbst die Tränen in die Augen treiben wird. Als Bonus-Track covert McLachlan schließlich noch "Blue" von Joni Mitchell. Vielleicht hat dieses Album nicht DEN Smash-Hit zu bieten, ganz sicher ist es jedoch eines dieser Alben, die durch das Zusammenspiel aller Songs überzeugen und sich einfach festsetzen. Dieses Album ist wie Schokolade: man wird einfach nicht satt, es macht süchtig!