Soundtracks sind immer so eine Sache. Entweder man lässt aktuelle Künstler neue Songs für einen entsprechenden Film aufnehmen oder man greift auf bereits bestehende Songs zurück. Zweiteres ist natürlich mit einem wesentlich geringeren Risiko verbunden, freut sich doch der Kinogänger über die gängigen Melodien, die er bereits von früher kennt. Auf genau dieses Strickmuster greifen auch die Produzenten von "The Full Monty" zurück. Eine stattliche Anzahl 70er Jahre Diskokracher (z.B. "You sexy thing" von "Hot chocolate", "We are family" von "Sister Sledge" oder auch "Hot Stuff" von "Donna Summer"), gefolgt von je einer 80er und 90er-Jahre Discohymne ("Irene Cara" - "Flashdance" und "M-people" - "Moving on up") gepaart von einer Neuaufnahme ("You can leave your hat on" in der Version von "Tom Jones") sowie einige kleinere extra für diesen Soundtrack von Anne Dudley geschriebene Stücke ("The Full Monty", "The lunchbox has landed") sollten den musikalischen Hintergrund für den erfolgreichen Kinofilm bieten. Sicherlich, nachdem es in dem Film um Strippen geht, sind eigentlich bis auf Chris deBurghs "Patricia the stripper" alle wichtigen Songs, die irgendwo zwischen Hamburgs Reeperbahn, dem Pariser Montmartre und Londons Soho schon einmal gelaufen sind, enthalten. Trotzdem finde ich persönlich es immer schade, wenn ein Soundtrack sich nahezu nur darauf beschränkt, altes wieder aufzuwärmen und das Medium "Film" nicht dafür nutzt, neue Titel in die Charts zu bringen. Daher: 4 Sterne und keinen mehr.