Nun, zunächst einmal sei festzuhalten, dass es bei Creed nur zwei Meinungen gibt:
Entweder man mag sie oder eben nicht! Ich bin ein Fan von Creed seit der ersten Stunde und habe die Musik immer geliebt. Das Debüt war wirklich super, Human Clay überragend und trotz der Schwächen von Weathered fand ich es auch noch sehr gut. Jetzt habe ich Full Circle zuhause und muss gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht bin.
Rein intuitiv würde ich behaupten wollen, dass hier mal eben ein paar Stücke komponiert worden sind, um zwar den Charterfolg zu sichern, aber sicherlich nicht, um einen Meilenstein in der Rockgeschichte zu setzen. Sicher, das Album ist gut produziert, hat einen tollen Klang, aber es bleibt trotz einiger weniger Ausnahmen flach!
Und irgendwie ist das total schade, weil man eben auf der Platte doch merkt, dass die Jungs mit den Jahren besser geworden sind. Das gilt sowohl für Stapp als auch für jeden der Musiker. Alleine der Titeltrack ist eine dieser Ausnahmen: Geniale Arrangements, geile Vocals und total eingängig. Auch die erste Auskopplung Overcome war ein richtiger Brecher. Dies könnte man jetzt noch von den Titeln "Bread of Shame", "Suddenly" und "Fear" behaupten, aber das war es dann auch schon!
Und gerade die ruhiger angehauchten Stücke klingen sämtlich nach Einheitsbrei!Vielleicht noch mit Ausnahme von "A thousand faces", welches auch Ohrwurmcharakter hat.
Fazit: Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen eine Mischung von Balladen und der härteren Gangart, aber dann bitte mit etwas mehr Tiefgang und Creed haben ja schon bewiesen, dass es anders geht!Meine Favoriten: "Full Circle", "Overcome", "Fear" und "A thousand faces". Hierfür fünf, für den Rest drei Sterne, macht insgesamt wohlwollend vier Sterne, auch durch den Treuebonus!