Der 5 Teil der Romanreihe um den Bruderkrieg des Horus berichtet vom Fall der Emperors Children und ihres Primarchen Fulgrim.
Zeitlich wird dabei eine Klammer um die ersten vier Bände gezogen. Das heißt, die Geschichte beginnt vor der dem ersten Band um Horus Aufstieg und endet nach der Flucht der Eisenstein. Wie auch in den ersten Bänden, ist die Geschichte des Buches in vielen kleinen Details mit den anderen Bänden verbunden.
Mit den Iron Hands wird erstmalig eine Nemesis-Legion zu den Verrätern präsentiert, die zwar auch nach Perfektion streben, dies aber auf einem ganz anderen Weg tun. Mit diesem neuen Element wird verhindert, dass das Buch zu eindimensional wird.
Denn etwas negativ fällt auf, dass das Buch zu sehr dem 0815-Horus-Heresy-Schema folgt. Es wird als wieder aus der Sicht von Zivilisten, SpaceMariens und Primarachen berichtet. Das führt nach vier Bänden zu einer gewissen Langeweile, weil sich dieser Erzählmodus eben mit der Zeit abnutzt. Insbesondere auf die Zivilisten-Perspektive könnte man gut verzichten, weil diese von der komplexeren Entwicklung des Primarchen ablenkt.
Leider ist die Geschichte auch sehr voraussehbar. Ich meine damit nicht die Rahmenhandlung, die ja sowieso bekannt ist, sondern die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Selbst bei den Nebenfiguren weiß man nach etwa einem Drittel des Buches schon, wohin sie sich entwickeln werden.
Positiv ist, dass das Buch die 'Primarchen-Ebene' der Horus-Verschwörung abdeckt, die in den ersten Bänden nur sehr am Rande (und etwas geheimnisvoll) dargestellt wurde.
Trotzdem erhält das Buch von mir 4 Sterne, weil es ein zwar nicht spannendes, aber doch irgendwie packendes Buch ist, das zudem handwerklich sehr ordentlich und detailreich geschrieben wurde (auch wenn die dt. Übersetzung manchmal etwas hinterher hinkt).