Ein Flachbettscanner ist eine gute Sache, wenn man ab und an mal etwas cannen will oder sehr hohe Qualität erzielen will.
Ich hatte aber das Ziel private alte Belege und Unterlagen in hoher Stückzahl zu scannen. Meine erste Idee war ein Multifunktionsgerät (Drucker, Scannner, Fax, mit Einzug). Aber was soll ich mit dem Drucker, ich habe schon einen. Auch ein Fax brauche ich nicht. Und über die Mechanik der günstigen Multigeräte (um die 200 EUR)liest man ja nicht immer etwas Gutes.
Ich habe mich dher für einen reinen Dokumentenscanner, eben den ScanSnap entschieden, auch wenn er "etwas" teuerer ist. Denn wenn das Werkzeug nichts taugt, macht auch die Arbeit keinen Spass.
Und die Erfahrungen mit dem Snapscan sind bisher sehr gut.
- Keine Fehleinzüge (Es sein denn ich hatte eine Heftung zweier Papiere übersehen)
- Keine fehlerhaften Doppeleinzüge (wurden alle erkannt und gemeldet, war also zu beheben).
- Wenn Doppeleinzug, dann lag es an der doch recht schlampigen Vorbereitung durch mich (Einfach Heftklammer rausgehebelt und den Packen in den Einzug gesteckt.
- Geschwindigkeit ist sehr gut! Die versprochenen Seiten / Minute werden gut erreicht.
- Bedienung ist simpel (Einfach blaue Taste drücken, dann scannt er los). Wenn man z. B. nur Vordereiste oder nur Rückseite will, dann muss allerdings in der Software ein Häkchen gesetzt werden. Ist aber auch recht einfach.
- Selbst Belege (Thermopapier) geht problemlos durch, nur Stapel habe ich noch nicht probiert, da die Belege zu zerknittert waren.
- Eindeutig ein professionelles Gerät und kein Spielzeug, allerdings kein Scanner für Wochenlanges Dienstleistungsscannen. Eher ein Gerät für den Schreibtisch um schnell mal 100 bis 500 Scans zu machen ohne viel Zeit zu verlieren.
- Gute Software
- Hohe Scangeschwindigkeit
- OCR funktioniert gut und problemlos, braucht aber doch gefühlt recht lange (AMD 64 X2 dual Core 4200+ 2,2 GHz). Aber da es im Batchbetrieb läuft ist das auch nicht so kritisch.
- Klein und kompakt auf dem Schreibtisch (Nicht mehr als ei A4 Papier).
- Duplexscan ohne Wenden ist perfekt und schnell.
Kleine (empfundene) Nachteile:
- Ich habe einen Windows Home Server auf den ich eigentlich alles ablege. Hier gibt es einen kleine Nachteil. Die Software kann zwar das Ablageverzeichnis auf das Netzwerk setzen (über eine Verknüpfung), aber leider kann dann die OCR Texterkennung nicht mehr über Verzeichnisse inkl. Unterverzeichnisse laufen (Warum?). D. h. man muss die Texterkennung nach dem Einscannen (und vor dem Einsortieren in die Ablage) im Rootverzeichnis laufen lassen. Das ist nicht so praktisch.
Habe mir geholfen durch Ablage auf der lokalen Platte und Kopie über MS Synctoy (googeln) auf das Netzwerk.
- Evtl. wären weitere Tasten auf dem Scanner ganz gut gewesen (Einseitig, doppelseitig), da doch recht oft die Rückseite mtigescannt und nicht verworfen wird (heftlöchen, Felcke, Umweltschutzpapier).
- Der Adobe Writer 9.0 ist eigentlich nicht notwendig. Die normale Software kann auch schon die elementaren Dinge (Seiten löschen, hinzufügen). Aber wo bekommt man schon einen Adobe Writer für unter 100 EUR Aufpreis!. Wer aber nur scannen und ablegen will ist mit der mitgelieferten Software gut bedient.
Dem Twain Interface habe ich nicht nachgetrauert. Es ist ja eh kein Präzisionsscanner, sondern ein Dokumentenscanner und die mitgelieferte Software ist für Privatleute (würde sogar sagen für Firmen) allemal ausreichend. Wenn man aber schon ein Dokumentenverwaltungsprogramm hat, sollte man vor dem Kauf prüfen ob der ScanSnap gut integrierbar ist.
Fazit: Gutes Gerät für hohes Scanvolumen. Würde es immer wieder kaufen.
Nicht kaufen, wenn man ab und an mal Dokumente scannen will, dann ist es eigentlich schon zu teuer und zu aufwendig. Wenn einem aber die Zeit zum Scannen etwas wert ist, dann ist das Gerät auch für Privatleute super.