Ich suche schon eine Weile nach einer Kamera, mit der ich qualitativ hochwertigere Bilder machen kann. Ich habe mich mit der Zeit dazu entschlossen mir keine Spiegelreflexkamera zu kaufen, sondern eine Bridgekamera. Mir waren mehrere Punkte besonders wichtig. Ich wollte eine gute Qualität der Bilder und eine einfache (teilweise auch automatische) Bedienung, mit der auch Laien, die nicht soviel Zeit haben, um sich mit den Funktionen auseinander zu setzen, gut zurecht kommen und direkt ‚losknipsen‘ können. Des Weiteren war mir wichtig, dass ich (wenn ich mit der Zeit besser werde) auch manuelle Einstellungen vornehmen kann und, dass die Kamera einen Akku hat und nicht von Batterien betrieben wird. Außerdem lässt mein Studentenbudget einen zu hohen Preis nicht zu. Dies sind also viele Anforderungen an eine Kamera. Ich habe lange Zeit gesucht und auch Bekannte befragt, die sich besser in diesem Bereich auskennen. Irgendwann bin ich dann endlich auf die Fujifilm SL 300 gestoßen und war von Anfang an begeistert. Im folgenen werde ich einfach mal ein paar Eigenschaften der Kamera durchgehen und beschreiben:
GEHÄUSE
Als ich die Kamera auspackte fiel mir die robuste, gute Verarbeitung direkt auf. Die Optik gefällt mir. Schwarz und schlicht ist genau mein Geschmack. Die Kamera liegt gut in den Händen und ist auffallend leicht, sodass sie auch mit einer Hand gut gehalten werden kann. Der ON/OFF Knopf ist zum schieben und gefällt mir so auch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kamera aus Versehen angemacht wird ist demnach also eher gering. Die Knöpfe sind meinem Erachten nach angemessen angeordnet und logisch aufgebaut.
Zoom-Funktion
Die Kamera hat einen großen 30-fachen Zoom. Der Zoom funktioniert gut und dank des Bildstabilisators werden die Bilder auch fast immer sehr scharf. Mir ist aufgefallen, dass es jedoch bei maximalem Zoom etwas schwieriger ist stechend scharfe Bilder zu schießen. Die leichten Zitterbewegungen der Hand fallen dann schon sehr ins Gewicht. Anders ist das, wenn man dafür sorgt, dass die Kamera einen festen Grund hat und nicht durch Handbewegungen „gestört“ wird.
Bildqualität
Die Bildqualität finde vollkommen in Ordnung. Entscheidend ist natürlich den Vergleich den man zieht. Im Vergleich zur Bildqualität, die ich bisher gewöhnt war, ist die Qualität der Fujifilm SL300 richtig gut. Im Vergleich zu der Bridgekamera meines Bruders (die jedoch auch das Doppelte gekostet hat) schneidet die Qualität der Bilder etwas schlechter ab. Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen habe ich bisher noch Schwierigkeiten sehr scharfe Bilder zu machen. Das kann aber vor allem auch meine mangelnde Erfahrung sein, weil ich noch nicht viel Zeit hatte mich abends mit der Kamera auseinanderzusetzen.
Schnelligkeit
Ich hatte bedenken, da Fujifilm-Kameras bei Bewertungssystemen häufig als eher langsam dargestellt worden sind und ich keine Lust darauf hatte, erstmal eine Ewigkeit zu warten bis die Kamera endlich mal bereit für ein Foto ist. Das wäre vor allem bei schönen Schnappschüssen besonders ärgerlich. Dies ist aber zum Glück nicht der Fall. Die Kamera arbeitet meines Empfindens nach schnell und braucht auch im automatischen Programm nicht lange, bis sie ein gutes Bild macht. Die Kamera schießt bei voller Auflösung 1,2 Bilder pro Sekunde, was wohl auch eher langsam sein sollte, mir aber ebenfalls nicht negativ auffällt. Finde das vollkommen in Ordnung. Außerdem habe ich gelesen, dass, wer sich mit 3 MP zufriedengibt auch 8 Bilder pro Sekunde machen kann.
Blitz
Die Kamera verfügt über einen integrierten Blitz, den man manuell hochklappen muss. Der integrierte Blitz ist vergleichsweise wohl eher klein, aber vollkommen ausreichend für den täglichen Gebrauch. Des Weiteren – und das finde ich, ist eine super Lösung, die Fujifilm da gefunden hat – gibt es zusätzlich so einen Blitzschuh, an dem man einen externen TTL-Blitz anbringen kann, wenn der integrierte Blitz nicht mehr ausreichend ist. Die Tatsache, dass der Blitz manuell hochgeklappt werden muss, finde ich auch gut. So kann man sich nicht vertun ;)
Bedienung
Ich hatte ja oben bereits erwähnt, dass es mir wichtig ist, dass auch Laien, die einfach drauf losknipsen gute Fotos machen können. Diese Anforderung erfüllt die Fujifilm SL300. Das automatische Programm gefällt mir gut. Auch die Funktion der Motivwahl finde ich super. Es gibt Programme unter anderem für Portraitfotos, Landschaften, Makroaufnahmen (für z.B. Blumen), Sportaufnahmen, Sonnenuntergänge und Programme für schlechte Lichtverhältnisse oder Nachtscenen. Des Weiteren gibt es auch eine Lächelerkennung (die auch gut funktioniert), ein Programm für das Fotografieren von Feuerwerken (ebenfalls super!) und Programme, bei denen die Kamera automatisch 3 Mal das Motiv ranzoomt oder z.B. ein Bild einmal mit und einmal ohne Blitz macht. Auch für das Fotografieren von Texten gibt es ein Programm, das ebenfalls sehr gut funktioniert.
Fazit
Für eine Kamera in der Preiskategorie ist diese Kamera sehr gut. Man muss natürlich immer deine Bedürfnisse und Wünsche ganz klar definieren. Meinen Ansprüchen wird die Kamera allemal gerecht. Wer einfach qualitativ hochfertigere Bilder von schönen Momenten haben will, als herkömmliche Kompaktkameras bieten können, aber keine professionellen Bilder machen möchte, den wird diese Kamera wohl zufriedenstellen. Die Kamera kann gut von Laien bedient werden, bietet jedoch bei mehr Erfahrung auch die Möglichkeit manuelle Einstellungen vorzunehmen. Besonders gut gefällt mir zudem, dass die Kamera so leicht ist und gut in der Hand liegt. Preis-Leistungsverhältnis stimmt vollkommen!