Eine ganz klare Steigerung zu Band 1.
Holperte und hakte die Geschichte im ersten Teil der Mitchell & Markby-Reihe sich noch Seite über Seite, entwickelt sich hier sofort eine gewisse Atmosphäre. Das winzige Dorf, in das Meredith zieht, hat etwas kuschlig merkwürdiges an sich. Die wenigen Leute die dort leben, haben mehr oder weniger skurille Persönlichkeiten und die interessanteste Dame davon, fällt bei einer Weihnachtsjagd tot vom Pferd.
Meredith ist hautnah dabei und gerät zusammen mit Markby in die Irrungen und Wirrungen der Dorfgemeinschaft.
Es hat etwas altmodisches, leicht betuliches, wie die beiden Protagonisten miteinander umgehen, jedenfalls wirkt das mühsame Miteinander nicht wirklich wie aus unserem Jahrhundert. Man möchte manchmal anschieben und nachhelfen und rauft sich die Haare, wenn die zwei ständig aneinander vorbei reden, sich wegen nichts das streiten anfangen und überhaupt. Aber vielleicht spricht die Autorin da ein wenig aus eigener Seele?
Die Story ist gut, langsam und beschaulich, ohne rasende Action oder überschlagende Ereignisse. Das Ende und die Auflösung steht wie in Band 1 *tschakkkaa* im Raum, hat aber diesmal etwas mehr Glaubwürdigkeit. Wenn man als Leser auch den/die Täter/in nicht vorher erkennen kann, da man die Motive erst am Ende des Buches erfährt.
Auch fand ich es sehr merkwürdig, dass es in diesem Band so gar keinen Zusammenhang mit dem erstem Buch zu erkennen gibt, außer der Andeutung, dass Mitchell & Markby schon einmal gemeinsam in einen Mordfall verwickelt waren. Das Meredith jetzt in unmittelbarer Nähe des damaligen Tatorts lebt, sowie ihren Verwandten, fällt in Band 2 schlicht unter den Tisch.
Mir gefällt das Buch, die weihnachtliche Atmosphäre und die gemütliche Erzählweise.
Band 3 lese ich auf jeden Fall.