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Produktinformation
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Drexler und Braun tun dies mit mehr als nur einem Augenzwinkern: Ihre Geschichten sind aus dem Leben gegriffen, angefangen mit Kindheitserinnerungen zu ihren ersten Kontakten zum Fußball bis hin zum Fernsehfußball in der Gegenwart. Sie machen sich Gedanken zum deutschen Fußball, träumen von besseren Zeiten, ärgern sich über schlechte Spiele ihrer Mannschaften und überlegen, mit welchen Spielern sie wohl ein Bier trinken würden. Sie streiten sich in Zwiegesprächen über ihre Lieblingsvereine, berichten von der Angstlust, die sie immer wieder ins Stadion treibt, und fragen sich, warum sie selbst nicht Profis geworden sind. Ein Buch zum Schmunzeln für alle, für die der Ball auch ein Lustobjekt darstellt. Und natürlich "für alle anderen armen Schweine, die auch keine Wahl hatten" (Braun)... --Jens Keuchel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Dies geschieht in insgesamt 18 Episoden, in denen der Leser zunächst erfährt, wie man Anhänger seines Vereines wird („Man sucht sich keinen Verein aus . Der Verein wird einem gegeben“ – Episode: Wie der Löwe in unser Haus kam; gemeint ist Eintracht Frankfurt).
Köstlich sind insbesondere die Darstellungen der vier Erzählungen über den Vereinsfussball, hier speziell der Sport auf unterer Leistungsklasse.(„Episode GibDenBallAbDuArschloch – Warum ich Haken-Harry für ein Kompliment hielt“)
Dabei wird so köstlich, regelgerecht aus dem Leben erzählt, so das man das Gefühl hat, Mensch, wieso hast Du das nicht geschrieben, da die Leidens- und Leidenschaftsgeschichte sicherlich problemlos auf jeden Aktiven und Passiven Fussballanhänger zu übertragen ist.
Beispiel: „ Bei diesem Wetter?“ Fragt meine Frau in einem Tonfall, der ansonsten in der Sonderpädagogik zu Hause ist. Du wirst doch nicht am Sonntagmorgen um 8 Uhr aufstehen, um Fussball zu spielen? Draußen?“ Ich antworte nicht, aber ich fürchte, sie hat recht.
Genau das werde ich tun, an einem Novembersonntag, an dem es wie aus Eimern schüttet, Autos mit aufgeblendeten Lichtern fahren müssen und nur ältere Damen mit Zellophantütchen auf dem Kopf zu Fuß unterwegs sind, um ihre Tölen auszuführen. (...)
Es soll Menschen geben, die an keiner Imbißbude vorbeigehen können. Oder andere, sie stundenlang ihre Nase an Schaufenstern plattdrücken. Ich hingegen komme an keinem Fussballplatz vorbei, wenn sich dort irgendwer mit einem Ball zu schaffen macht.
Ich MUß das anschauen oder im besten Fall mitspielen.(...) Eines Tages stellte meine Fraundin eine verhängnisvolle Frage „ ollen wir mal spazieren gehen?“. Ich willigte ein, vermutlich nur mäßig begeistert. Doch als wir eine Abkürzung namen, standen wir plötzlich vor der Sportanlage des traditionsreichen Münchner Fussballvereins Teutonia.
Und ich dachte: „Boah, ey. Nur dreihundert Meter von zu Hause weg...“
Was sollte ich machen. Am Wochenende schaute ich ein Spiel der ersten Mannschaft (B-Klasse) (...) Am übernächsten Dienstag wurde ich mit Sportklamotten vorstellig. Mich selbst und meine Freundin hatte ich mit dem Versprechen beruhigt:“ Ich will da nur mal so mittrainieren, zum Fithalten. (...) Am erstenn Trainingsabend unterschrieb ich das Anmeldeformular (...) Am Ende der Saison waren wir aufgestiegen.“
Nebenbei erfahren wir in fiktiven Dialogen der beiden Autoren noch eine Mende mehr über das Seelenleben eines Fussballers, sowie als besonderes Highlight die Symphat- und Unsymphataufstellung.
Insgesamt handelt es sich um ein köstliches Buch, das immer wieder zum schmunzeln anregt und in einem Atemzug (ohne Übertreibung) mit „Fever Pitch“ von Nick Hornby zu nennen ist.
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