Spieler, die Beine und Verträge brechen. Trainer, die lieber tief ins Glas schauen als hoch zu gewinnen. Schiedsrichter, die nach der Pfeife zahlungskräftiger Gönner tanzen. Funktionäre, denen kein Geschäft zu schmutzig ist. All diese sympathischen Figuren lernen wir in "Fußball Das Allerletzte" kennen. In dem Buch tauchen viele große Namen auf, ein paar Beispiele:
Franz Beckenbauer ("Ich glaube, dass die deutsche Mannschaft über viele Jahre nicht zu schlagen sein wird") und sein Talent, immer mittendrin ohne ganz dabei zu sein.
Otto Rehhagel ("Die sollen sich nicht so anstellen, bei mir zählen nur glatte Brüche als Verletzungen") und sein Aufstieg vom Malermeister zum Meistermaler.
Uli Hoeneß ("Der soll hier herkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen") und seine tiefe Zuneigung zu Jürgen Klinsmann.
Wayne Rooney ("Meine Freunde nennen mich Pisser")und seine Verbindung zum letzten deutschen Kaiser.
Eduard Geyer ("Ausländer sind billiger, deutsche Spieler können wir uns nicht leisten") und sein erfolgreiches Bemühen, ein in DDR-Zeiten rechtmäßig erworbenes Betonkopf-Image zu bewahren.
Luiz Felipe Scolari ("Wenn du einen Titel gewinnen willst, höre zu, was Pelé sagt und mach genau das Gegenteil") und sein Rezept, als Trainer mit Brasilen Weltmeister zu werden.
Der Autor schreibt über fiese Typen, ewige Verlierer und die schlechtesten Sieger. Die Bundesliga nimmt breiten Raum ein, allerdings nicht so, wie wir es gewohnt sind: Statt der größten Erfolge sind hier die größten Pleiten und Peinlichkeiten aufgeführt, die schwärzesten Stunden von Vereinen wie Bayern, Schalke, HSV, Dortmund, Bremen, Mönchengladbach und Köln. Auch der Niedergang der Ost-Klubs kommt nicht zu kurz.
In Fußball Das Allerletzte erfahren wir, wie Profis über schwule Kollegen denken, wer die größten Abkocher sind, wie man Vereine nieder wirtschaftet oder wie ein Klub durch Tricks und einflussreiche Freunde fast Deutscher Meister geworden wäre. Dieses Buch ist rundum ein Vergnügen!