Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen und habe mich erstmal riesig gefreut, weil die Rezepte an sich schon mal verdammt lecker klingen. Außerdem bin ich VEGETARIER und die Rezepte in diesem Buch sind alle ohne Gelatine und somit größtenteils sogar VEGAN!
Ich suchte mir also die besten Rezepte raus und zog los, Zutaten zu kaufen. Bei einigen Zutaten hatte ich echt Schwierigkeiten sie überhaupt zu bekommen, aber wenn man sie erstmal hat, reichen diese ewig (z.B. Pektin, Agavendicksaft etc.)
Voller Erwartung machte ich mich nun an die Fruchtgummiproduktion. Ich machte alles genau nach Anweisung, aber selbst nach 8-10 Versuchen war ich mit dem Endergebnis nicht zufrieden:
-Die Fruchtgummimasse war selbst nach stundenlanger Aushärtung nicht fest genug, um sie vernünftig in die Hand nehmen zu können.
-Des Weiteren klebte fast jedes mal so viel Stärke (warme Fruchtgummimasse wird in mit Förmchen ausgestochenes Stärkebett gegossen) am Fruchtgummi, dass sie nahezu ungenießbar waren.
-Selbst bei erhöter Zugabe von Agar Agar war keine Besserung feststellbar.
-Die Küche sieht, durch diese ganze Geschichte mit der Stärke, aus wie ein Schlachtfeld.
An sich waren die Fruchtgummibärchen zwar sehr lecker (was für die guten Rezepte spricht), aber der Aufwand, die nicht zufriedenstellende Konsitenz und die Sauerei machen das wieder wett.
Auf Grund meines Frustes, schaute ich mal bei Amazon nach, was andere Leute über dieses Buch denken. Die Idee mit den Pralinenförmchen, statt des Stärkebetts, annimierte mich, es doch nochmal zu probieren. Also kaufte ich mir Toffifee (das ist günstiger als Pralinen) und nahm die Förmchen von dort.
Die Umsetzung war nun viel besser, aber die Konsistenz nicht.
Nun kennt ja jeder die Haribo Schlümpfe, die kleben doch so schön zwischen den Zähnen. Und das liegt an der Stärke. *LICHTAUFGEH* Ich nahm also etwas Speisestärke und mischte sie unter das Agar Agar aus dem Grundrezept (in der Regel müssen das immer ca. 25g sein und in die KALTE Flüssigkeit eingerührt werden, sonst gibst Klumpen).
Wenn man nun alles nach Anweisung macht und die leicht abgekühlte (sonst schmelzen die Förmchen) Fruchtgummimasse in die Toffifeeförmchen füllt, so werden die Fruchtgummis zwar nicht so fest und klebrig wie Schlümpfe, aber angenehm zum in die Hand nehmen und zum lecker genießen!!!
Man muss aber beachten, dass man auch bei dieser Abwandlung des Rezeptes etwas Übung braucht, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Wenn man das aber hat, macht es richtig viel Spaß, sich seine eigenen Fruchtgummis herzustellen!!!!
Kleiner Tipp noch zum Schluss: Kauft euch einfach lustige Silikon-(Eiswürfel)förmchen, dann könnt ihr auf Toffifee verzichten ;)
Ich hoffe, ich konnte allen weiteren Käufern dieses Buches behilflich sein.
Viel Spaß beim Kochen!