Was diese Band alles ertragen musste, Namenswechsel, Streit mit dem ehemaligen Label und dessen Hauptpsychopathen Joey de Maio ( tja, dem sind wohl seine eigenen Texte von Manowar etwas zu Kopfe gestiegen) und natürlich die schlechte Presse aus der Fachliteratur, die sich schon seit Jahren auf die Symphonic Metaller eingeschossen hat.
Und eben dieser Meinungsmache wird mit dem Einstieg dieser wirklich genialen Band in weltweite Longplayer Charts der buchstäbliche Mittelfinger gezeigt, und das zu recht.
Denn Rhapsody of Fire haben der Kritik gelauscht und reagiert und sie dennoch so mit negativen Kritiken abzustrafen, die in das selbe Horn blasen wie zu früheren Zeiten, ist einfach nicht fair. Haben diese "hochprofessionellen" Musikfachleute eigentlich überhaupt die CD für fünf Minuten angehört? Ich denke nicht, denn wenn sie dies getan hätten, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass Rhapsody of Fire auf ihrem neuesten Output extrem metallastiger und weniger singalong mäßig vorgehen. Klar, es ist immer noch epischer Symphonic Metal mit viel Doublebass und einprägsamen Refrains, aber auf die Dosierung kommt es an und die geht defintiv Back to the Roots und damit zu dem Klassiker der Band von 1998 Symphony of Enchanted Lands.
Klar, haben die Italiener ihre Musik nicht neu erfunden, aber machen das die Hunderten von Death Metal und Black Metal Bands denn, die nach ihren Vorbildern musizieren? Nein, bestimmt nicht. Keiner anderen Musikrichtung wie dem Powermetal wird so oft vorgeworfen, dass sich alle Lieder immer wiederholen und das die Musik viel zu Tritratrullala mäßig sei. Was ist das denn für ein Käse, wo steht denn geschrieben, dass Metal auf Teufel komm raus düster und traurig sein muss. Der Metal ist mit der Rockmusik sehr eng verwandt und da gibts ja auch ne Menge fröhlicher Lieder.
Ende der Neunziger wurden eben diese Scheiben wie wir sie hier vor uns liegen haben von einschlägigen Magazinen wie dem Rockhard als Retter des wahren Heavy Metal abgefeiert und heute zerreissen sie die selben Gönner von eben damals. Ich finde es langsam lächerlich, legt mal ne andere Platte auf und rafft es endlich.
Diese Art vonn Metal ist nicht tot zu kriegen, und da ist es egal wieviele schlechten Kritiken ihr verfasst, besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die tolle Internet Seite Powermetal.de. Da hat es The Frozen Tears of Angels sogar auf den letzten Platz im Soundcheck geschafft. Also Jungs, gehts noch? Die schlechten Kritiken spiegeln in diesem Fall definitiv nicht den Erfolg der Band wider.
Lasst Euch nicht verdummen, gebt diesem absolut gut gemachten Werk eine Chance. Lauscht den progressiven Gitarren und Keyboarduellen eines Herren Turrilli und Staropoli und ergötzt Euch an dem wahrhaft endgenialen Gesang des Ausnahmesängers Fabio Leone. Auch Hollywood Legende Christopher Lee gibt sich auf dem neuen Werk ein Stelldichein und veredelt die Gesamtangelegenheit Hollywood Film Score mäßig.
Anspieltips:
Der epische Opener Sea of Fate, das stellenweise an Dimmu Borgir erinnernde bis dato härteste Lied der Band Reign of Terror, die Powermetalhymne Raging Starfire, das getragene Lost in Cold Dreams und der opulente Mammutsong The Frozen Tears of Angels.
Fans der ersten Stunde werden genausowenig enttäuscht sein von diesem Teil noch generell Power und Prog Metal interessierte. Bezeichnend finde ich es auch, dass ich die CD einem Bekannten vorgespielt habe, der frühere Outputs der Band als zu kitschig empfand und dem die neue CD auf Anhieb gefiel.
Also, worauf wartet ihr, schlagt zu und erfreut Euch an dieser wunderschönen Metal CD!!!