Meine Leidenschaft für Natur- und Tierfilme wurde wohl schon damals durch Filme wie »Die Wüste lebt« oder »Die lustige Welt der Tiere« geweckt. Erneut auf den Geschmack gekommen bin ich dann durch die Dokumentarreihe »
Planet Erde«. Nach weiteren Produktionen der BBC-Earth wie zum Beispiel
»Life - Das Wunder Leben -
Vol. 1 und
Vol. 2«
»
Ein Paradies für Tiere - Afrikas wildes Herz«
»
Die Südsee« und
»
Die größten Naturereignisse«
war »Frozen Planet« mehr oder weniger ein Pflichtkauf für mich. George Fenton, der sich schon durch die Musik zu »Planet Erde« und »Life - Das Wunder Leben« einen Namen gemacht hat, schuf auch für »Frozen Planet« wieder einen genialen Soundtrack - gespielt vom BBC Concert Orchestra. Christian Schult, die "Werbestimme" für Bitburger, Deutsche Post und DHL, nimmt uns mit auf eine fast 6-stündige Reise durch die eisigen Welten unseres Planeten.
Da in dieser Serie lediglich die Regionen des Süd- und Nordpols gezeigt werden, habe ich mich gefragt, womit die Leute der BBC in einer fast 6-stündigen Dokumentarreihe aufwarten. Ist das Filmmaterial neu ? Hat man das schon in anderen Dokus gesehen ? Ist es also sinnvoll, diese DVD/Blu-ray zu kaufen ? Eine um ca. 125 Minuten kürzere Version war ja bereits im Dezember 2011 im ZDF zu sehen. In dieser Reihe werden zwei komplette Episoden gezeigt, die nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Nach »Unser blauer Planet« und »Planet Erde« ist nun »Frozen Planet - Eisige Welten« der Abschluss der Planeten-Trilogie.
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Über die Produktion:
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· Vier Jahre Produktionszeit
· 2.365 Tage Außenaufnahmen
· 134 Stunden Filmaufnahmen unter dem Eis
Es wurde in so vielen Gebieten der Antarktis gefilmt wie niemals zuvor. Bis zu vier Teams waren gleichzeitig mit Schiffen, Flugzeugen und Helikoptern unterwegs. Es kamen neu entwickelte HD-Aufnahmetechniken zum Einsatz - wie zum Beispiel die Cineflash Luftbildkamera, um scheue Tiere aus großer Distanz völlig unbemerkt beobachten zu können. Computergesteuerte Zeitrafferaufnahmen über und unter Wasser zeigen nie gesehene, verblüffende Abläufe des Lebens im Extremklima.
Ja, die viel diskutierten und heftig kritisierten Aufnahmen des Eisbärenachwuchses [*] in der Schneehöhle wurden tatsächlich in einem deutschen Zoo gefilmt. Sicher hätten die Kameraleute technisch die Möglichkeit gehabt, einen "wilden Eisbärenbau" anzubohren und mit der Kamera draufzuhalten. Aus Respekt zur Natur, Kostengründen und vor allem aber zur Sicherheit der Kameraleute wurde dann wohl (Vermutung) die Variante im Zoo gewählt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich ein neugeborener Eisbär in einem Zoo nicht anders verhält als einer in der freien Wildbahn. Interessant fand ich den Beitrag dennoch, unabhängig vom Drehort. Einen von vielen geforderten Hinweis während des Films, dass es sich hier um Aufnahmen in einem Zoo handelt, hätte ich persönlich als störend empfunden. Es war nicht anders zu erwarten, dass es wieder zahlreiche Szenen gibt, die bisher noch nie gefilmt wurden.
Wer sich vom Inhalt dieser Dokumentarreihe überraschen lassen möchte bzw. nicht so viel lesen mag, kann ab "Zusammenfassung" weiterlesen.
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EPISODE 1 · DIE POLE DER ERDE - BLU-RAY DISC 1:
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In der ersten Folge werden die Polarregionen im Norden und im Süden thematisiert. Hier bekommt man wirklich eindrucksvolle und magische Eiswelten präsentiert, die ich so noch nicht gesehen habe. Besonders erwähnenswert sind die Eindrücke des schnellsten Gletschers der Welt. Aus diesem Gletscher bricht ein riesiges Stück Eis heraus - ein neuer, gigantischer Eisberg ist entstanden. Mit diesen Aufnahmen haben die Leute der BBC meines Erachtens wieder ein Stück Filmgeschichte geschrieben. Zudem werden weitere Eisberge gezeigt, die wie von Künstlerhand geschaffene Skulpturen wirken. Die antarktischen Trockentäler und Eisblöcke, die die Größe eines Wolkenkratzers erreichen, versetzen den Zuschauer zugleich in Erstaunen und Begeisterung. Ich habe in dieser Episode zu vielen Szenen zurückgespult, um diese nochmals anzusehen.
Eisbären, Wölfe, Bisons, Pinguine, Orcas und Robben sind die Hauptdarsteller in dieser Episode. Wieder einmal haben es die Filmemacher der BBC-Naturfilmabteilung geschafft, durch spektakuläre Kameraeinstellungen "alte Bekannte" aus der Tierwelt spektakulär in Szene zu setzen.
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EPISODE 2 · FRÜHLING - DISC 1:
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Die Regionen rund um die Polarkreise haben fast sechs Monate keine Sonne gesehen. Der Frühling naht unaufhaltsam. Die Kraft der Sonne nimmt Tag für Tag zu und die Eislandschaften beginnen, sich zu verändern. Dieses Ereignis wurde in einzigartigen Bildern dokumentiert. Die Eisschmelze, die nun stetig voranschreitet, wurde ebenfalls äußerst eindrucksvoll mit Zeitrafferaufnahmen gezeigt. Millionen Tonnen Eis werden vom Schmelzwasser in Sekunden weggespült.
Pinguine mit krimineller Energie, die Einhörner des Nordens, eine Raupe mit Frostschutzmittel, ein vier Tonnen schwerer "Strandmeister" und Killerwale gehören zu den interessantesten Geschöpfen in dieser Episode. Auch hier werden dem Zuschauer wieder Kameraeinstellungen präsentiert, die man wohl nirgends anders zu sehen bekommt.
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EPISODE 3 · SOMMER - DISC 1:
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Während des Sommers geht die Sonne nicht unter. Die Eisschmelze nähert sich ihrem Höhepunkt. Unzählige Wasserfälle ergießen sich nun ins Meer. Der Eisbärennachwuchs spürt zum ersten Mal Wasser unter den Pfoten. Die Landschaftsaufnahmen sind auch in Episode drei mehr als beeindruckend.
Seeschwalbenabfangjäger verteidigen ihr Gelege gegen hungrige Eisbären. Fußballgroße Plüschtiere, eine Pinguin-Wellness-Oase und das vielleicht wichtigste Lebewesen der Antarktis sind wesentliche Themen in dieser Episode. Zudem werden Killerwale und Wölfe bei der Jagd gezeigt. Was haben eigentlich Moschusochsen und Musketiere gemeinsam ?
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EPISODE 4 · HERBST - DISC 1:
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Die Monate ohne Sonnenuntergang neigen sich langsam dem Ende zu. Der Herbst kündigt sich an. Für viele Tiere ist dies das Startsignal, nach Süden aufzubrechen. Die Temperaturen fallen nun rapide. Täglich verliert der Ozean eine Fläche von ca. 50.000 km² an die immer größer werdende Eisfläche. Sogenanntes Teller- und Pfannkucheneis wird in sehr schönen Bildern gezeigt. Väterchen Frost breitet sich immer weiter aus. Vom Nordpolarmeer bis zur Tundra liegt die Nordhalbkugel unserer Erde nun unter Eis begraben. Der arktische Ozean ist wieder überfroren. Wachsende Eiskristalle an Blättern und Zweigen - mit modernster Zeitraffer-Technik wird selbst dieses eigentlich unspektakuläre Ereignis zu einem absoluten Hingucker. Auch Eiszapfen, die sich zu gigantischen Kathedralen bilden, versetzen den Zuschauer in Erstaunen.
Tausende Belugas versammeln sich in einer bestimmten Region. Allerdings sind Paarung oder Nahrungsaufnahme nicht das Ziel des Treffens. Eisbären schlemmen an einem 18 Meter langen Tisch und Karibus schlittern wie auf Kufen über das Eis. Desweiteren sieht man die Geier der Antarktis und Adelie-Pinguine, die richtig viel Stress haben.
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EPISODE 5 · WINTER - DISC 2:
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Es ist Winter in den Polargebieten. Die Natur zeigt sich nun von ihrer rauhen Seite. Schneestürme peitschen über die nun trostlosen und lebensfeindlichen Landschaften. Nur wenige Tiere sind zurück geblieben und trotzen mit erstaunlichen Methoden der eisigen Kälte. Dennoch entsteht auch unter diesen harten Bedingungen neues Leben. Ein Eisbärweibchen hat in der eigens dafür geschaffenen Schneehöhle Nachwuchs [*] bekommen. Die kleinen weißen Racker werden noch zwei Monate unter der Oberfläche ausharren, bis sie das (Tages)Licht der Welt erblicken.
Aurora Borealis und Aurora Australis bieten wunderschöne Lightshows. Unter Wasser ist es nun im Vergleich zur Oberfläche mollig warm. Dennoch schafft es "der eiskalte Arm des Winters", den Meeresboden zu berühren. In einer märchenhaft wirkenden Unterwasserwelt werden wieder sensationelle Bilder gezeigt. Die Klicklaute der Weddelrobben kündigen das Ende des Winters an. Tatsächlich - die ersten Sonnenstrahlen sind zu sehen. Die längste Nacht auf unserem Planeten ist vorüber. Der Kreis schließt sich. Nach dem Ende des langen Winters kommt der Frühling und mit ihm auch das reichliche Nahrungsangebot zurück.
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