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Frostnacht: Island Krimi
 
 
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Frostnacht: Island Krimi [Gebundene Ausgabe]

Arnaldur Indriðason
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 395 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Verlag); Auflage: 3 (17. Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785715935
  • ISBN-13: 978-3785715932
  • Originaltitel: Vetraborgin
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 191.077 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Reykjavík, Mitte Januar: An einem der eisigsten Tage des ohnehin schon frostigen Winters wird vor einem trostlosen Wohnblock die Leiche eines zehnjährigen Jungen entdeckt – erstochen und im eigenen Blut am Boden festgefroren. Ein grausiger Anblick auch für die Kriminalbeamten um Kommissar Erlendur Sveinsson, die fast reflexhaft von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgehen: Denn der Junge, Elías, ist thailändischer Abstammung. Die Mutter, Sunee, eine alleinerziehende Thai, die einen Isländer geheiratet hatte, mit ihm nach Reykjavík gegangen war und sich nach der Scheidung nun in dem fremden Land mühsam durchs Leben schlägt, ist verzweifelt. Nicht nur wegen Elías’ brutalem Tod, sondern auch weil dessen älterer Bruder Niran spurlos verschwunden ist. Für die Beamten stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Niran ebenfalls Opfer eines Verbrechens wurde. Oder ist er womöglich in den Mord an Elías verwickelt und versteckt sich?

Der siebte Krimi um die drei Polizisten Erlendur, Elínborg und Sigurđur Óli lebt von seiner Atmosphäre: Das düstere, von arktischem Nordwind in eine Froststarre versetzte Island korrespondiert mit dem Gefühlsleben der drei Polizisten, deren Gedanken und private Angelegenheiten stimmig in den Roman eingewoben sind. Die Krimihandlung dagegen ist, vorsichtig ausgedrückt, etwas zäh: Verhör um Verhör um Verhör folgt man als Leser den Ermittlungen; Mutter, Vater, Oma, Nachbarn, Lehrer, ehemalige Lehrer, Mitschüler, Eltern von Mitschülern, Freunde – einer nach dem anderen wird vernommen, in den meisten Fällen ohne dass sich auch nur der leiseste Anhaltspunkt daraus ergäbe, geschweige denn eine konkrete Spur. Das mag realistisch sein – natürlich besteht Polizeiarbeit zu einem großen Teil aus zermürbenden, ergebnislosen Verhören –, aber Spannung baut man so nicht auf.

So ist dieser Roman als Krimi nicht wirklich ein Meisterwerk, die Ermittlungen ziehen sich zäh dahin, die wenigen falschen Fährten, auf die man als Leser geführt wird, verlaufen unbefriedigend im Sande, und auch die Auflösung ist nicht allzu spektakulär. Doch auf einer anderen Ebene funktioniert das Buch: als sozialkritische Auseinandersetzung mit dem alltäglichen Rassismus in Island, mit den Lebensbedingungen der südostasiatischen Zuwanderer. Wenn dies das eigentliche Anliegen Arnaldur Indriđasons war – und diesen Eindruck hat man –, muss man diesen melancholisch-düsteren Roman dann doch als gelungen bezeichnen. -- Christoph Nettersheim -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Ein offenbar kaltblütig ausgeführter Mord lässt den Menschen in Island das Blut in den Adern gefrieren ? mehr noch als die eisigen Stürme, die in diesem ungewöhnlich kalten Winter über die Insel im Nordatlantik hinwegfegen: Ein kleiner Junge isländisch-thailändischer Abstammung wird erstochen aufgefunden. Im eigenen Blut am Boden festgefroren. Wie kann es zu einem derart grausamen Mord kommen? Wer bringt so etwas fertig?Die Ermittlungen von Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík konzentrieren sich zunächst auf das direkte Umfeld des Kindes: die Lehrer, die Mitschüler und die Angehörigen. Je mehr sie dabei in Erfahrung bringen, desto tragischer erscheint der Tod des kleinen Jungen.Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem siebten Fall, der ihm auch aus persönlichen Gründen schwer zu schaffen macht ...

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Karolyi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
An einem eisigen Spätnachmittag im Januar wird in Reykjavík die Leiche eines erstochenen zehnjährigen Jungen aufgefunden. Das aus weiteren Krimis des Autors bekannte Ermittlerteam steht am Beginn einer schwierigen und undankbaren Aufgabe. Denn bei dem Jungen handelt es sich um den Sohn einer geschiedenen thailändischen Frau und eines Isländers; ein rassistischer Hintergrund liegt aus diesem Grund nahe.
Andere Jungen beschuldigen den älteren Halbbruder, mit Drogengeschäften zu tun zu haben. Plötzlich ist dieser verschwunden. Steht er mit der Tat unmittelbar in Zusammenhang, oder befindet er sich selbst in Gefahr? Und dann gibt es noch einen Lehrer, der aus seinem Rassismus keinen Hehl macht. In welcher Weise ist er in die Tat verwickelt?
Als unerwartet die Tatwaffe auftaucht, ergibt sich ein überraschender Zusammenhang mit einem anderen Fall, den einer der Ermittler bisher erfolglos bearbeitet hat.

Die Figuren in diesem Krimi wirken authentisch und überzeugend, insbesondere die drei Ermittler und die Mutter des getöteten Kindes.
Die Auflösung allerdings ist ziemlich schwach, ebenso wie der gesamte Plot. Ausgesprochen spannend ist der Krimi nicht. Bisweilen schleppen sich die Ermittler stundenlang durch letztlich belang- und ergebnislose Verhöre; dies gehört zwar zum Polizeialltag, aber dem Leser zuliebe hätte der Autor doch vieles raffen können beziehungsweise sollen. Die falschen Fährten sind nicht sehr überzeugend angelegt und verlieren sich meist sang- und klanglos im Nichts. Einen klassischen skandinavischen Krimi sollte der Leser, der den Autor noch nicht kennt, bezüglich der Handlung und des Konzepts somit nicht erwarten. Nur der sozialkritische Aspekt verbindet Indridason mit seinen Kollegen aus Schweden und Norwegen.
Das Buch vermittelt vor allem Gesellschaftskritik, die zwar sicher ihre Berechtigung hat, jedoch z. B. bei Mankell nur nebenher einfließt und trotzdem viel eindringlicher erscheint. Mitteleuropäische Leser werden sich eher vor allem vom Lokalkolorit dieses Romans fesseln lassen. Die Stimmung des isländischen Winters ist intensiv mit der Handlung und dem Seelenleben der Protagonisten verwoben.
Eine sozialkritische Island-Erzählung also mit einem Mord und einem sensiblen Ermittlerteam. Sicher ganz interessant zu lesen, aber als Krimi kein großer Wurf.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Conny
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem ich alle anderen Bücher von A. Indridason mit großer Freude gelesen habe, habe ich -ob der teils negativen Kritik- gespannt mit "Frostnacht" angefangen. Es ist sicher nicht das spannendste Buch von A. Indridason. Aber langweilig ist es keinstenfalls. Auch in diesem Buch erfährt man wieder viel über das Privatleben von Kommissar Erlendur. Gerdade diese Schilderungen der Hintergründe und der Privatleben der Hauptfiguren von der Polizei Reykjavik sind es doch, die die Krimis von A. Indridason aus der grauen Masse hervorheben. Wer auf schiere Action und Hochspnnung bis zur letzten Seite hofft, wird von diesen Krimis sicher enttäuscht werden. Hier geht es eher um die "leise" Schilderung von Vermissten- und Mördfällen von der grandiosen Kulisse Islands. ganz "nebenbei" erfährt man noch Interessantes aus dem "Privatleben" der Kommissare und über ihre ganz persönlichen Schicksale. man kann sich in der meisten Fällen schon recht früh denken, wer der Mörder ist und was sein Motiv war. Aber die Schilderungen, wie sich dann ein "Rädchen" in das andere fügt und wie sich die Schicksale der Protagonisten verbinden sind wirklich sehr lesenswert! Ich kann die Bücher von A. Indridason sehr empfehlen. Auch dieses (wenn ich "Neulingen" auch nicht empfehlen würde, mit diesem anzufangen)!

Ich erwarte schon gespannt das nächste Buch!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine andere (kalte) Welt 9. August 2009
Format:Taschenbuch
Die Beschreibung des langen, isländischen Winters, der Dunkelheit und des heruntergekommenen Wohnhauses, vor dem die Leiche des kleinen Elias aufgefunden wird, erzeugt beim Lesen eine beklemmende, kalte Atmosphäre, die es ermöglicht, sich sehr plastisch in die Geschichte hinein zu denken. Es bleibt dennoch genug Raum für die Entfaltung der eigenen Phantasie.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hat mir von der ersten Seite an zugesagt.
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Veröffentlicht am 12. November 2009 von bestellfuzzy
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