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Frostfeuer. 5 CDs
 
 

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Frostfeuer. 5 CDs [Audiobook] [Audio CD]

Kai Meyer , Katharina Thalbach
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sankt Petersburg, 1893: Seit jemand den Herzzapfen der Schneekönigin gestohlen hat, wird der Winter immer grausamer, und Eis und Schnee erobern die Stadt. Das kümmert Maus allerdings wenig. Denn das Mädchen, das im Hotel Aurora die Schuhe und die Baderäume putzt, hat das Hotel noch nie verlassen. Ihre traurige Welt beschränkt sich auf die Räume, Treppen und geheimen Schlupfwinkel des Hotels -- und auf die anderen Angestellten, die ständig auf ihr herumhacken. Doch dann zieht eine geheimnisvolle Frau ein, zusammen mit einem seltsamen stummen Jungen. Außerdem taucht Tamsin Spellwell auf, die nicht nur erstaunlich bunte Kleider, sondern auch magische Kräfte besitzt. Schon bald steckt Maus mitten in einem Kampf um das Schicksal der Welt. Und es ist gar nicht so leicht, herauszufinden, wer dabei gut und wer böse ist ...

Bestsellerautor Kai Meyer hat in diesem Buch eine magische Welt geschaffen, in der Kälte, Frost und Eis alles bestimmen. Bis ins kleinste Detail lässt er die Kälte vor unseren Augen erstehen. Doch am eindrucksvollsten ist ihm Maus, die Hauptfigur, gelungen, deren Leben und Schicksal einen von Anfang an berührt. Sie ist gefangen in einer bedrückenden Situation. Doch nach und nach nimmt sie ihr Schicksal in die eigenen Hände und schafft es schließlich, nicht nur sich selbst, sondern auch den Rentierjungen und die vom Eis bedrohte Welt zu befreien. -- Ein eindringliches, bilderkräftiges Buch, das nicht nur Kinder ab 12 Jahre ansprechen wird. --Gabi Neumayer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Eindrucksvoll führt Katharina Thalbachs dunkel raue Stimme die Hörer durch die spannende Handlung und haucht jeder der märchenhaften Figuren eigenes Leben ein." HR2

Kurzbeschreibung

St. Petersburg, Hauptstadt des Zarenreiches 1893
Über die Feste der Schneekönigin hinweg jagte ein Schneeadler. Er hatte gestohlen, was der Königin das Teuerste war. Maus, das Mädchen, das die meisten für einen Jungen halten, putzt im Grandhotel "Aurora" in St. Petersburg die Schuhe. Sie verbringt ihr Leben zwischen der Zarensuite im oberen Stockwerk und dem Keller, in dem sich der geheimnisvolle Eisenstern verbirgt. Und dann begegnet sie der Schneekönigin, dem stummen Jungen Erlen und der Magierin Tamsin. Mit ihnen taucht sie ein in eine magische Welt, die beherrscht wird von der Jagd nach einem Zapfen aus Eis, einem Zapfen vom Herzen der Schneekönigin.
Die aus Theater, Kino und Film bekannte Schauspielerin Katharina Thalbach zieht in diesem Hörbuch alle Register ihres Könnens.

Klappentext

»Kai Meyer ist eines der großen deutschen Erzähltalente.« Der Spiegel

»Kai Meyer auf Bestsellerkurs!« Focus

"Kai Meyer entwirft eigenwillige, ambivalente Figuren und siedelt sie in pittoresken Milieus an." Frankfurter Allgemeine -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Kai Meyer, geb. 1969 studierte Film und Theater, arbeitete einige Jahre als Journalist und widmet sich seit 1995 ganz dem Schreiben von Büchern. Viele seiner Romane wurden zu Bestsellern. Seine Bücher erscheinen in mehr als 40 Ländern, u.a. in den USA, in England, Japan, Italien, Frankreich und Russland.Katharina Thalbach stand schon als vierjährige auf der Bühne. Sie feierte frühe Erfolge am Berliner Ensemble und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Sie spielte große Rollen in Filmen wie "Die Blechtrommel. Sie prägte die Bühne in Theaterstücken wie "Käthchen von Heilbronn" (Schauspielern des Jahres 1980. Sie trat als Regisseurin hervor, u.a. mit "Don Juan". Ihre einzigartige Stimme, ihr Rollenverständnis, ihr Sinn für Regie machen sie zu einer Hörbuchsprecherin ganz eigener Klasse.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wo Nacht und Norden enden, liegt über Nebeln die Feste der Schneekönigin.Niemand hat ihr eisiges Reich je vermessen.Keiner geht ohne guten Grund dorthin. Und kaum jemand ahnt, dass ihr Palast auch heute noch dort steht, auf der letzten und höchsten aller Klippen, wo Stein und Eis zu Ewigkeit verschmelzen.Die Schneekönigin ist alt, aber keiner weiß, wann sie zum ersten Mal die eiskalten Öden durchstreifte. Aus Wind und Frost und Zauber erbaute sie ihren Palast, und noch heute winseln die Stürme um Gnade, wenn sie sich in den endlosen Gängen und Hallen verirren. Schnee treibt durch die verwinkelten Kammern, ohne jemals den Himmel zu sehen. Und selbst das Sternenlicht des Anbeginns ist hier eingeschlossen, in Türmen aus Eiskristall und in den tödlichen Augen der Königin.Vor Jahren, die heute wie viele erscheinen, in Wahrheit aber nur ein Blinzeln in der Lebensspanne des Palastes bedeuten, jagte ein Schneeadler durch das Labyrinth der Säle und Klüfte. Er war kein gewöhnlicher Adler, aber das wussten nur er selbst und jene eine, deren hasserfüllter Blick ihm folgte. Er hatte gestohlen, was ihr das Teuerste war.In seinen Krallen, überzogen von glitzerndem Raureif, trug er einen Zapfen aus Eis - einen Zapfen vom Herzen der Schneekönigin.Wer so alt und kalt und schlau ist wie die Herrin des Nordlandes, der trägt sein Herz nicht in der Brust. Ein Herz kann selbst die schwärzeste Seele wärmen - manchmal, wenn sogar die Schlechtesten nicht damit rechnen -, und auch jenes der Königin hätte wohl dann und wann Freude empfunden oder in einem seltenen Glücksmoment schneller geschlagen.All dem aber hatte die Königin vorgebeugt. In ihr war stets nur Kälte gewesen. Schon vor vielen Zeitaltern hatte sie sich das Herz aus der Brust gepflückt und bewahrte es seither in einer Kammer ihres Palastes auf, unbehelligt von menschlicher oder magischer Regung.Niemandem war es je gelungen, einen Blick darauf zu werfen - bis zu jenem Tag, an dem der Schneeadler durch einen Spalt im Eis der Feste flog, sich auf dem Herzen der Königin niederließ und einen Zapfen davon abbrach. Der Schmerz, den dieser Diebstahl ihr verursachte, war rasch verflogen. Doch im selben Moment, da der Zapfen von ihrem Herzen splitterte, verlor sie einen Großteil ihrer Macht. Selbst ein Wesen wie sie hat eine schwache Stelle, und diese war, wie sie nun erkannte, ihr eigenes eisiges Herz.Sogleich rief sie ihre grausamen Diener herbei, um den Adler einzufangen und den Zapfen zurück an seinen Platz zu bringen. Aber auch sie bekamen den Vogel nicht zu fassen.Mit ausgebreiteten Schwingen fegte er durch die Hallen und verschlungenen Gänge. Manches Mal erschrak er, wenn sein Spiegelbild auf blankem Eis an ihm vorüberhuschte oder wenn Lawinen aus Schnee durch die Korridore tobten und mit Kristallkrallen nach ihm schlugen.Endlich aber fand der Adler zurück zu dem Spalt, durch den er in das Allerheiligste der Königin eingedrungen war, und mit ihm entkamen die gefangenen Stürme hinaus in die Freiheit der Nordlandödnis.Nebel wogte um die Steilwand aus Eis, die unter ihm mit dem Rand der Klippe verschmolz. Tiefer hinab konnten selbst seine Adleraugen nicht spähen: Was immer von jenseits der Nacht gegen die Felsen brandete, ein Meer war es nicht. Vielleicht das Ende der Welt; oder ein Rest von dem, was vor ihr war; oder gar das, was noch kommen mochte, nach dem Abschied aller Tage.Der Schneeadler schlug einen Haken und glitt landeinwärts, getragen von den entfesselten Winden, die ihn aus Freude über ihre Freiheit schneller über die weiße Wüste trugen als je einen anderen Vogel zuvor.Am Boden blieben die verschneiten Dächer einer Stadt zurück, die sich an die Felsen der Festung krallte, gekrümmt, gebuckelt, in Demut und Furcht vor der Herrin. Der Adler wusste, dass ihn Augen von dort unten beobachteten, verborgen im Schatten dicker Fellkapuzen, Menschen, die wussten, was er getan hatte, und dankbar dafür waren.Pfeilschnell schoss er über die gefrorene Einöde. Einmal glaubte er, einen furchtbaren Aufschrei hinter sich zu hören, halb wahnsinnig vor Zorn und Rachsucht. Aber er blickte nicht zurück zum Schloss, denn er fürchtete, das Gesicht der Königin zu sehen, hoch droben über den Zinnen und Türmen, geformt aus Schneetreiben und dem Nachtschwarz am Rande der Welt.Den Zapfen ihres Herzens hielt er fest in seinen Krallen, flog, so schnell er konnte, weit, weit, weit ins Land hinaus, gen Süden dem Zarenreich entgegen, dorthin, wo er verschnaufen und sich selbst und den Zapfen verbergen konnte.Unterwegs verwandelte sich der Adler zurück in eine Frau mit blauem Haar, die ihre Reise auf einem Schlitten fortsetzte. Neben ihr standen ein Koffer und ein Regenschirm. Sie schaute noch immer nicht über ihre Schulter. Sie ahnte, dass sie verfolgt wurde.Ein weiter Weg.Eine seltsame Frau.Und der Beginn einer wundersamen Geschichte.Das Kapitel,in dem die wahre Heldin dieser Erzählung noch gar nicht auftrittSankt Petersburg, Hauptstadt des Zarenreiches 1893Der alte Mann saß auf einer Bank vor dem Winterpalais und fütterte die Schneeflocken. Neben ihm lag ein kleiner Lederbeutel, aus dem er dann und wann eine Hand voll silbrigen Staubes hervorzog und mit einem leisen, glücklichen Lachen vor sich in die Luft streute. Die wattigen Flocken, die seit Tagen ununterbrochen aus dem grauen Himmel fielen, schwärmten sogleich aus allen Richtungen herbei und ballten sich um die glitzernde Wolke. Wenn sie am Boden ankamen, war der Staub verschwunden. Die Schneeflocken hatten ihn aufgezehrt.Der Mann war groß und von bulliger Gestalt, trotz seines hohen Alters. Niemand hätte gewagt, den freien Platz neben ihm auf der Bank zu beanspruchen. Man sah nicht viel von seinen wettergegerbten Zügen, denn er verbarg sie hinter einem buschigen Vollbart, so hell wie der Schneein der nördlichen Taiga. Seine Augen inmitten verwitterter Faltensterne strahlten in einem kristallenen Blau.Der Mann trug einen Mantel aus Bärenfell und eine mit Schnee gepuderte Mütze, doch schien er auf beides kaum Wert zu legen: Der Mantel stand offen, die Kopfbedeckung war nachlässig verrutscht. Die Kälte konnte ihm nichts anhaben."Guten Tag, Väterchen Frost."Der Mann blickte auf. Für einen Augenblick schwand sein Lächeln, weil jemand es wagte, ihn bei der Fütterung der Flocken zu stören. Dann aber erkannte er die Frau, die ihn angesprochen hatte. Sein Lächeln kehrte zurück."Lady Spellwell?", fragte er. "Tamsin Spellwell?"Eine Frau war aus dem Schneetreiben getreten wie ein kunterbuntes Gespenst. Ihr zinnoberfarbener Mantel reichte bis zum Boden. Die Schuhe, die darunter hervorschauten, waren spitz wie Stoßzähne - und violett lackiert. Auf dem Kopf trug sie einen viel zu großen Zylinder aus Filz, zusammengeschoben wie eine Ziehharmonika, als hätte jemand daraufgesessen. Ein farbenfroher Schal war mehrfach um ihren Hals geschlungen und dennoch so lang, dass die Enden fast bis zum Boden baumelten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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