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Frosch rettet Tokyo Gebundene Ausgabe – 3. März 2006


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 92 Seiten
  • Verlag: DuMont; Auflage: 1. (3. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832179739
  • ISBN-13: 978-3832179731
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 653.949 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Haruki Murakamis Karriere begann 1974 an einem warmen Frühlingstag: Während eines Baseballspiels kam ihm die Inspiration zu seinem ersten Roman. Es war der Start einer beeindruckenden literarischen Laufbahn des 1949 in Kyoto geborenen Autors. Nach seinem Abschluss an der Waseda-Universität in Tokio betrieb er zunächst eine kleine Jazzbar. Später verbrachte er mehrere Jahre als freier Schriftsteller und Dozent in Princeton, USA. Murakamis Leidenschaft für die Literatur kennt, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen - übersetzt er doch auch berühmte Kollegen wie John Irving ins Japanische.

Produktbeschreibungen

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Eigentlich beginnt alles wie in Franz Kafkas grandioser Erzählung Die Verwandlung. Bereits der erste, überraschend klare und zugleich verstörende Satz klingt so, als sei er aus der Feder des großen Prager Schriftstellers entsprungen. „Als Katagiri in seine Wohnung kam“, heißt dieser Satz, „wartete dort ein riesenhafter Frosch auf ihn.“ Danach kann man sich der Lektüre einfach nicht mehr entziehen.

Aber wir sind in der Welt des japanischen Autors Haruki Murakami, der sich -- das zeigt nicht zuletzt die Geschichte Frosch rettet Tokyo, der dieser Satz entstammt -- nicht nur durch die europäische Literaturgeschichte gelesen hat. Murakami versteht es auch meisterhaft, die Trivialmythen seiner eigenen Kultur in Hochliteratur zu verwandeln. Und so geht es in Frosch rettet Tokyo weiter wie im besten Godzilla-Film, der den Kampf mutierter Giganten zum Thema hat. Denn der immerhin zwei Meter große Frosch unterbreitet dem verdutzten Beamten nicht nur, dass er von seiner Umwelt hoffnungslos unterschätzt sei. Er offenbart ihm auch, dass Tokyo von der zerstörerischen Kraft eines riesenhaften Wurms heimgesucht werden würde, die den Normalsterblichen wie ein riesiges Erdbeben erscheinen müsse. Nur er in Personalunion mit Herrn Katagiri könne das Desaster aufhalten, indem beide gemeinsam in den Untergrund der Großstadt hinabsteigen und den Kampf gegen den Wurm und seine Insektenarmee aufnehmen würden. Aber dann kommt ein Wahnsinniger mit einer Waffe der Rettung Tokyos fast noch in die Quere…

So herrlich skurril und geheimnisvoll wie Frosch rettet Tokyo kommen auch die anderen beiden Erzählungen Murakamis daher, die in dem Band versammelt sind, wobei die letzte (Birthday Gilr) ins Märchenhafte abgleitet. Sie alle belegen die große Meisterschaft ihres Verfassers. Weltliteratur in kleinen Häppchen, ideal, um einen großen Autor zu entdecken. -- Stefan Kellerer

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto geboren, die Eltern sind Lehrer für japanische Literatur. Einzelkind, Studium der Theaterwissenschaften und Drehbuchschreiben in Tokyo, aufkeimendes Interesse an amerikanischer Literatur und Musik, erste, fehlgeschlagene Schreibversuche, aus Aversion gegen einen Konzernjob. 1974 Gründung des Jazzclubs "Peter Cat", den er bis 1982 betreibt. Fortgesetzte Schreibversuche, die 1978 zum Erfolg führen. Sein damals entstandener Roman "Wild sheep chase" ("Wilde Schafsjagd", Insel, 1991) erreicht 1982 eine Millionenauflage. In den 80er Jahren dauerhaft in Europa ansässig (u.a. in Frankreich, Italien und Griechenland), geht er 1991 in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrt - dem Jahr des schweren Erdbebens von Kobe und des Anschlags der Aum-Sekte auf die Tokyoter U-Bahn. Ein Akt der Solidarität, denn: "Ich hatte das Gefühl, dies sei ein Wendepunkt für Japan." 1987 erschien Murakamis bis dato erfolgreichster Roman, dem er den Titel eines Beatles-Ohrwurms ("Norwegian Wood", dt. "Naokos Lächeln", DuMont 2001) gab: Allein in Japan wurden über 4 Mio. Exemplare verkauft. Der Roman bündelt brennglasartig Stil und Themen des Erfolgsliteraten: "Ich hasste die japanische Literatur, also borgte ich mir amerikanische Erzählstrukturen, von Raymond Chandler und Kurt Vonnegut. Aber ich habe nicht ein Stückchen meiner japanischen Identität dabei verloren," so Murakami in einen "Zeit"-Interview. Kurze Sätze, kaum Adjektive, Innenansichten aus der Perspektive seiner meist männlichen Helden - das sind die prägenden Stilmerkmale. Hier wie in den anderen Romanen wird die Handlung von einem Einzelgänger mittleren Alters getragen - in dem stark kollektiv orientierten Japan die Ausnahme und zugleich Voraussetzung dafür, dass Murakami zum Kultautor werden konnte. Zentrales Thema Murakamis aus der Sicht von "Zeit"-Redakteur Ulrich Greiner: "Wie funktioniert unser Gedächtnis, wer beherrscht es? Wir selber sind es offenbar nur in höchst unzureichendem Maß. Erinnerung an die Verluste, an die verlorenen Gefühle - das ist das große Ziel." Mit Greiner, der Murakami einen "belesenen Könner" nennt ("Die Balance, der Rhythmus, die Tonart: Das alles ist wohl bedacht"), stimmt auch Harald Martenstein überein ("Der Tagesspiegel"). Auch für ihn geht es bei Murakami "immer um die großen, schweren Fragen des Lebens". Aber: "Es liest sich federleicht. Auf den ersten Blick ist er ein altmodischer Erzähler. Erst allmählich spürt man, wie raffiniert er ist und wie sehr auf der Höhe der Zeit. Die Erzählstruktur ist also auf so perfekte Weise modern, dass man sie fast schon wieder für traditionell hält." "Gefährliche Geliebte" von 1992 (deutsch bei DuMont, 2000), handelt von einem Jazzclub-Besitzer, der nach 25 Jahren wie in einer Halluzination seiner Geliebten aus früher Jugend wieder begegnet und sich zwischen zwei Lebenspolen zerschleißt: dem Versuch, ein unauffälliges Leben made in Japan zu führen und seinem Wunsch nach individuellem Glück. "Mr. Aufziehvogel" (1994/deutsch 1998 bei DuMont) ist Murakamis opus magnum - und das nicht nur wegen seines Umfangs von annähernd 700 Seiten. Das Buch gibt zunächst vor, wieder ein Einzelgängerleben darzustellen - diesmal das eines 30jährigen arbeitslosen Juristen - , bei den Ausflügen in die verzweigten unterirdischen Gänge seines Lebens aber weitet sich die Erzählung zu einem Panorama der Epoche, einem "unglaublich dichten und dreidimensionalen Bild Japans im späten 20. Jahrhundert" (Thomas Hartl in "Der Standard"). Murakami habe so etwas wie die Quadratur des Kreises bewältigt: "Ein höchst lesbarer und spannender, aber auch vielschichtiger Text, der mit postmoderner spielerischer Leichtigkeit Genres wie Bildungsroman, Krimi, Liebesgeschichte, politische Allegorie und andere vermengt und dem das scheinbar Unmögliche gelingt: Auf keiner einzigen Seite kommt eine Spur Langeweile auf, nie gerät Murakamis erzählerischer Atem ins Stocken." Der so Gelobte hat natürlich auch seine Kritiker, namentlich in Japan selbst, wo ihn konservative Feuilletons und Schriftstellerkollegen als "batakusai" - "nach Butter stinkenden Wessi" beschimpfen. Trotzdem hat der japanische Literaturbetrieb in den letzten 20 Jahren an seinem neben Banana Yoshimoto erfolgreichsten Exponenten nicht vorbeisehen können; er hat ihn mit allen herausragenden und hoch dotierten Literaturpreisen des Landes überhäuft. Zuletzt erschienen von ihm in deutscher Übersetzung der Roman "Tanz mit dem Schafsmann" (2002), "Sputnik Sweetheart" (2002), "Kafka am Strand" (2004), die Neuauflage von "Wilde Schafsjagd" und die Filmerzählung "Tony Takitani" (2005), sein Buch über den Tokyoter Giftgasanschlag "Untergrundkrieg" (2002), der Erzählband "Nach dem Beben"(2003) sowie die von ihm herausgegebene Anthologie "Birthday Stories"(2004). 2004 erschien Jay Rubins Biografie "Murakami und die Melodie des Lebens".

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Kundenrezensionen

3.3 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Guido am 6. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Wenn hier geschrieben wird, "viele Stories sind bereits aus 'Nach dem Beben' bekannt", kommt mir das etwas seltsam vor, denn es sind ja überhaupt nur drei Geschichten in diesem Bändchen versammelt. Wer redet denn da von "vielen Stories"? Wie dem auch sei, der Hinweis mag trotzdem hilfreich sein.

Für alle, die "Nach dem Beben" so wie ich nicht kennen, ist dies eine überaus hübsche Sammlung typischer Kurzgeschichten von Murakami. Wie üblich wird man kurzerhand in eine merkwürdige Handlung geworfen - und verlässt das Geschehen wieder, ohne dass es jemals wirklich eine Auflösung oder ein Ende gibt - das dürfte sicher den einen oder anderen Leser abschrecken. Wer sich aber damit anfreunden kann, keine Vollständigkeiten vorgekaut zu bekommen, erhält hier drei ganz wunderbare, geheimnisvolle und doch tief im Alltag verwurzelte, sprachlich sehr filigrane und doch manchmal auch grobe Geschichten: "Frosch rettet Tokyo", der fantastischste der drei Texte; "Thailand" und "Birthday Girl".

Dieses Buch ist schnell verschlungen und kann allen ans Herz gelegt werden, die zum Beispiel auch etwas mit der Kurzgeschichtensammlung "Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah" oder "Der Elephant verschwindet" anfangen konnten.

Das Bändchen selbst hat schon einen besonderen, bibliophilen Charme, man könnte es sogar als kindgerecht bezeichnen, mit seiner abgenehm großen Schrift und dicker Pappe für Vorder- und Rückseite - ein Kleinod. Man könnte natürlich auch dagegenhalten, die Texte seien aufgeblasen produziert, damit sie überhaupt für Buch langten. Ich empfand das aber beim Lesen nicht so.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Harald Weissen am 3. Juli 2007
Format: Gebundene Ausgabe
In 'Frosch rettet Tokyo' vereint der Dumont-Verlag 3 Geschichten Murakamis, die bereits andernorts erschienen sind (in 'Nach dem Beben' und 'Blinde Weide, schlafende Frau'). In der absurd-lustigen Titelgeschichte bekommt ein lakonischer Angestellter einer Bank Besuch von einem Riesenfrosch, der Tokyo vor der Zerstörung durch einen gigantischen Wurm retten will. In der schwermütigen Geschichte 'Thailand' sieht eine Wahrsagerin in die hasserfüllte Seele einer Ärztin, die nach einem Kongress in Bangkok zu sich finden will, nachdem ein Mann ihre Lebenshoffnungen zerstört hat. In 'Birthday Girl' schliesslich beschert der Zufall die Erfüllung eines geheimen Wunsches einer jungen Kellnerin, die am Abend ihres zwanzigsten Geburtstages arbeitet.

Mit den gewählten Geschichten (welche ganz verschiedene Facetten und Spielweisen des Autores aufzeigen) bietet dieses an sich liebevoll gemachte Büchlein für den Murakami-Fan leider nichts Neues. Es allerdings vorschnell als Mogelpackung abzuschreiben, wäre aber falsch. Denn für Neueinsteiger, die einfach mal für wenig Geld erfahren wollen, was denn der berühmte Japaner so schreibt, eignet sich 'Frosch rettet Tokyo' bestens. Auch als Geschenk stellt es eine wunderbare Wahl dar.
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25 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 8. März 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Dieser Kurzgeschichtenband ist Lesern, die bereits "Nach dem Beben" gelesen haben nicht zu empfehlen. Viele Geschichten tauchen in beiden Bänden auf.
Für alle anderen gilt: Tolle Geschichten nach bekannter Murakami-Art.
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