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Xavier Gens' Terrorfilm bietet inhaltlich nicht allzuviel Neues. Er bewegt sich auf üblichen Backwoods-Pfaden, nur dass es hier keine Hillbillys, sondern Altnazis sind, die sich kannibalistisch durchs Ensemble meucheln. Gerade in letzter Zeit hat man diese Art Film - "Timber Falls", "The Hills Have Eyes 2" oder auch "Storm Warning" fallen hier ein - etwas zu oft gesehen, so dass die Wirkung beim Horror-Allesgucker wohl einigermaßen verpufft. Hat man den Wust an ähnlich gelagerten Filmen in den letzten Monaten nicht gesehen, dann wirkt der Streifen deutlich stärker nach. Und für Horrornovizen wird sogar die um mehrere Minuten gekürzte Fassung noch hart sein. Immerhin muss man Gens' Film zugestehen, dass er technisch sehr viel schöner geworden ist als die vielen Wald-und-Wiesen-Terror-Filme. Gens erweist sich als ein Meister darin, Bilder zu komponieren, die nachhallen und die in ihrer Schrecklichkeit auch eine gewisse Schönheit offenbaren. Darüber hinaus würzt er seinen Film mit einer Prise Sozialkommentar, auch wenn dieser unterm Strich im Vergleich zu dem Nazi-Opa (und seinem miesen Deutsch-Radebrech im französischen Original) etwas untergeht. Fazit: Inhaltlich wird nicht viel neues geboten, aber optisch kann der Terrorfilm überzeugen
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch und von der Ausstattung her eine sehr ansprechende DVD. Leider wurde der Film um mehrere Minuten gekürzt. Es wird jedoch eine ungeschnittene DVD über ein anderes Label aus Österreich geben.
Bild: Die Farbchoreographie des Films ist sehr schön geworden. Man setzt stark auf gelb-erdige Farben, wenn man im Haus ist, außerhalb jedoch dominiert ein kühles Blau. Rauschen ist in leichtem Maße vorhanden und nicht störend. Der Kontrast schlägt sich sehr gut. Auch bei den vielen im Halbdunkel spielenden Szenen hat man eine klare Darstellung, bei der Vorder- und Hintergrund gut voneinander abgehoben sind (00:40:26). Die Schärfe ist sehr gut, bis hin zu echter Porentiefe (Gesicht bei 00:23:03). Aber auch bei Halbtotalen und Totalen überzeugt sowohl die Kantenführung als auch die Detailwiedergabe.
Ton: Der Ton ist sehr lebendig ausgefallen. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen klar verständlich und werden auch nicht von Geräuschen oder Musik übertönt. Dazu gilt für die Synchronisation, dass auch der oftmals bei solchen Arbeiten vorkommende sterile Klang fehlt. Vielmehr wirkt sie natürlich. Die Musik wartet mit hämmernden Beats auf und lässt den Subwoofer vibrieren. Bei den Actionsequenzen, aber auch den Terrorszenen ist der Soundmix sehr gelungen und sorgt für wohlige Schauer.
Extras: Neben einem Audiokommentar und dem Trailer in deutscher und französischer Sprache gibt es auf der Bonusdisk ein knapp halbstündiges Making Of, in dem Gens auch davon schwärmt, was ihn zu diesem Film inspirierte: "Texas Chainsaw Massacre" und "Saló". Es gibt eine Fotogalerie und ein paar Storyboards zu sehen. Die entfallenen Szenen zeigen Ausschnitte des flotten Vierers und ein paar Gewaltspitzen. Die Skyblogs sind bessere B-Rolls. Das Bonusmaterial liegt in französischer Sprache vor, ist jedoch deutsch untertitelt. --movieman.de
Kurzbeschreibung
Während der Unruhen in den Pariser Banlieues verüben ein paar Kleinkriminelle einen Banküberfall, bei dem jedoch einer von ihnen getötet wird. Die Gang, zu der die schwangere Yasmina gehört, muss fliehen und verabredet sich in einem schäbigen Gasthaus im Niemandsland an der belgischen Grenze. Doch was sie dort erwartet, ist die Hölle auf Erden: Sie sind in die Fänge einer degenerierten Nazi-Familie geraten, die nur auf frisches Blut für das Ausleben ihrer wahnwitzigen Machtfantasien wartet. Als Yasimas Freunde auf unbeschreiblich brutale Weise gefoltert und getötet werden, erwacht jedoch ihr Mutterinstinkt, um sich und ihr ungeborenes Kind zu retten. Ein blutiger, gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt!
Rezension
Die Franzosen lassen die Sau raus. In der Tradition von Splatter-Attacken wie ''High Tension'' und ''Inside'' geht auch Xavier Gans in seinem verstörenden Regiedebüt zu Werke, das die Intensität eines ''Texas Chainsaw Massacre'' mit politischer Sprengkraft - Neo-Nazis vs. Immigranten - vermengt. Das Ergebnis ist ein in gehetzte Bilder gegossener Albtraum, der dem Zuschauer alles abverlangt. Und so gelungen ist, dass Gans daraufhin nach Hollywood geladen wurde, um den aktuellen Actionhit ''Hitman'' zu inszenieren. (mediabiz.de)