Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Frontberichte: Die Macht der Medien in Zeiten des Krieges
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Frontberichte: Die Macht der Medien in Zeiten des Krieges [Gebundene Ausgabe]

Bettina Gaus
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 193 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (13. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593375435
  • ISBN-13: 978-3593375434
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 596.834 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein desillusionierendes Buch zu einem unschönen Thema haben wir hier anzuzeigen. Trotzdem sollte man es lesen! Die taz-Korrespondentin Bettina Gaus berichtet darin von ihren journalistischen Fronterfahrungen, analysiert die journalistischen Produktionsbedingungen in Zeiten des "militainment" und entlarvt die Informationsgesellschaft als "eine große, kollektive Selbsttäuschung".

Auch wenn man uns die Bilder live ins Wohnzimmer einspielt, wie im Golfkrieg 2003, sind wir noch lange nicht wirklich informiert! "Für seriöse und verantwortungsbewusste Fotografen, Reporter, Kameraleute, Moderatoren und Nachrichtenredakteure besteht eine der wichtigsten, aber zugleich schwierigsten Aufgaben darin zu erkennen, wann sie instrumentalisiert werden sollen und wie sie sich dem entziehen können", schreibt Gaus, die jahrelang für verschiedene Medien aus den Krisengebieten Afrikas berichtet hat und dabei selbst hat erleben müssen, wie man Journalisten gezielt zu instrumentalisieren sucht. Viel zu oft erfolgreich! Nicht nur muss man das falsche Spiel erst einmal durchschauen, man ist darüber hinaus schließlich auch auf die Duldung einer der beteiligten Parteien angewiesen ist -- und auf deren "Informationen".

Nicht minder schwer wiegen selbstgemachte Zwänge: "Der Wunsch nach Zuspitzung, nach Personalisierung sachlicher Fragestellungen und Probleme, nach einer Dynamik der Ereignisse, kurz: nach einer Berichterstattung, die nicht langweilt", eine Tendenz befördert hat, "über Kriege auf eine Art und Weise zu informieren, als handele es sich um sportliche Ereignisse." Und dies gilt nicht nur für das Fernsehen, sondern auch für weite Teile der so genannten Qualitätspresse. In der Summe droht deshalb eine schleichende Verharmlosung des Krieges. Nicht nur in den Medien, sondern vor allen Dingen auch in unser aller Köpfen. All dies führt Gaus' Buch sehr anschaulich vor Augen. – Hasso Greb

Pressestimmen

06.09.2004 / Frankfurter Rundschau: Das Militainment "Das Buch bietet weit mehr als nur einen Erfahrungsbericht von der journalistischen Front. Es enthält im Kern den Kodex für einen aufgeklärten und kritischen Journalismus unter Arbeitsbedingungen, die leicht korrumpieren."

30.09.2004 / Die Zeit: Wenn Journalisten in den Krieg ziehen - und was sie dabei anrichten "Für diese luzide Frontberichterstattung müssen sich selbst diejenigen bedanken, die mit leichterem Herzen in die neuen Kriege ziehen. Ein verblüffendes Journalistenbuch. Reverenz!"

13.11.2004 / Dresdner Neueste Nachrichten: Plädoyer für kritischen Journalismus "Ein spannender Reise- und Werkstattbericht einer engagierten Journalistin."

05.12.2004 / NZZ am Sonntag: Immer dabei sein, aber nie dazugehören "Die Sachlichkeit, mit der Gaus emotionsbeladene Themen wie Krieg oder Terror angeht, macht ihr Buch unaufgeregt und spannend zugleich."

14.02.2005 / Süddeutsche Zeitung: Humanitäre Missverständnisse "Bettina Gaus hat mit Verve und Lust am Streit ein sehr lesbares, ein bedenkenswertes Buch über die Arbeit der Medien in Zeiten geschrieben, in denen der Krieg offensichtlich nicht mehr als letztes Mittel gilt."

17.02.2005 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Viele Fragen "Der Wert des Bändchens ist beträchtlich, weil die Autorin mit großer intellektueller Redlichkeit Fragen stellt, die seit dem ersten Irak-Krieg von 1991 in neuer Form gestellt und bisher nicht hinreichend beantwortet worden sind."

14.03.2005 / Der Tagesspiegel: Medien sind Waffen "Bettina Gaus hat die Mittel und Möglichkeiten, mit denen die Medien Macht über uns gewinnen, exemplarisch beschrieben ... und klug kritisiert."

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(7)
(1)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Medien im Krieg 3. Oktober 2004
Kriege werden auch mit Hilfe der Medien gewonnen - oder verloren.
Die ehemalige Afrika-Korrespondentin der taz, Bettina Gaus, hat in einer sehr klaren, klugen Analyse geschrieben was das für Journalistinnen und Journalisten bedeutet, die aus Krisengebieten berichten.
Sie hat Kriege von sehr nahem gesehen und es wird in jeder Zeile klar, wie genau sie kennt, worüber sie schreibt.
Sachlich und engagiert zugleich erzählt Bettina Gaus wie die Arbeit eines Journalisten im Krieg aussieht, welche komplexen Interessenlagen bei allen Beteiligten eine Rolle spielen, sie schreibt über Instrumentalisierung, Feindbilder, über Möglichkeiten und Grenzen eines „eingebetteten" Reporters.
Das Buch geht allerdings weit über diese Fragen hinaus. Es bietet auch fundierte und überzeugende Erklärungen, warum militärische Interventionen - und seien sie noch so ehrenwert begründet - im wirklichen Leben nicht ganz so einfach zum Ziel führen wie in Leitartikeln. „Ein Militäreinsatz ist keine Fortsetzung der humanitären Hilfe mit anderen Mitteln" und den gordischen Knoten, der mit Hilfe einiger Soldaten mal eben durchschlagen werden könnte, gibt es nicht.
Wer es vergessen haben sollte: keine der letzten Militärinterventionen hat ihr Ziel erreicht - auch darauf weist die Autorin hin und verlangt zumindest eins: „Erfolgskontrolle".
Wer das Buch von Bettina Gaus gelesen hat, wird Berichte und Bilder über Krieg, Terror und Gewalt anders wahrnehmen: mit einer klareren Vorstellung von den Bedingungen unter denen sie entstehen, mit großer Skepsis was manch flotte Einschätzung und kurzfristige Erfolgsmeldung der jeweils letzten militärischen Intervention angeht und mit großem Respekt für all diejenigen, die sich bemühen unter oft schwierigen Bedingungen die oft komplizierten Gründe für das, was geschieht, zu verstehen und zu erklären.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kriege werden nicht nur auf dem Schlachtfeld ausgetragen, sondern auch im Kampf um die öffentliche Meinung. Von der Rolle, die Medien dabei spielen, handelt dieses Buch. Eine trockene Analyse? Weit gefehlt. Bettina Gaus war dabei, als die Bundeswehr einen ihrer ersten Auslandseinsätze 1993 in Somalia durchführte, sie berichtete als Korrespondentin der Berliner "tageszeitung" sechs Jahre aus den Krisen- und Kriegsgebieten Ost- und Zentralafrikas und besuchte zuletzt die Bundeswehrstandorte im afghanischen Kundus.

Sie weiß also aus eigener Erfahrung, worüber sie schreibt, und ihr Buch liest sich mitunter wie ein spannender Reisebericht. Nicht aufgrund aufregender und tragischer Erlebnisse, die es auch enthält, sondern weil es eine andere Sichtweise erschließt, etwa auf die "Einbettung" von Journalisten in die militärischen Strukturen der Konfliktparteien, auf mangelnde Gegenrecherchen oder auf Vorurteile und Unwissen, vor deren Folie gerade die politischen Verhältnisse in Afrika viel zu häufig ausgeblendet werden. Es geht um die Umwertung von Begriffen, an die wir uns längst gewöhnt haben, etwa die Darstellung von Militäreinsätzen als "humanitäre Maßnahmen". Die Autorin kann aus der praktischen Anschauung darlegen, dass sie nichts mit der "humanitären Hilfe" von Hilfsorganisationen zu tun haben.

Kriegsparteien setzen gezielte Falschinformationen in die Welt, weil sie ihren Krieg als einen "notwendigen" und "gerechten" darzustellen wünschen. Sie schüchtern mitunter kritische Journalisten ein oder bedrohen sie. All das kommt zur Sprache, aber Bettina Gaus hütet sich vor Verschwörungstheorien. Trotz emotionaler Beteiligung schreibt sie angenehm unaufgeregt, argumentiert überzeugend und berichtet nicht ohne Selbstkritik über die Funktionsweise der Medien. Wie kommt ein Bericht zustande? Welchen Arbeitsbedingungen unterliegen Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten? Welches Verhältnis besteht zwischen Medien und Rezipient? Denn Sensationsberichte befriedigen eine Sensationslust, und einfache Antworten werden nicht nur gegeben, sie sind auch gefragt. Statt einer gezielten Manipulation der Öffentlichkeit durch die Medien das Wort zu reden, wird ein komplexes System freigelegt: Der Zeitdruck, unter dem Reportagen entstehen, die Interessen der Medienanstalten und des Publikums, die Macht der Bilder oder die Schnelllebigkeit des Medienzeitalters. Nachrichten müssen zum Beispiel neue Informationen enthalten, und der Frontverlauf bietet immer mehr Aktualität als die Opfer. Darum erfahren wir sowenig von ihnen, erst recht wenn sie namenlos sind und keine Geschichte aufweisen.

Somit ist das Buch auch der Werkstattbericht einer engagierten Journalistin, die auch den Mut findet, darzulegen, dass sie ihren Ansprüchen selbst nicht immer gerecht werden kann. Seine Lektüre eröffnet selbst kritischen Geistern einen neuen Blick auf die morgendliche Zeitung. Was kann man mehr von einem Buch erwarten?

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eulenspiegelei 23. September 2007
Die Inhaltsangabe spiegelt nicht einmal in Ansätzen den Inhalt wider. Dieses Buch beschäftigt sich nicht nur (aber auch) mit den Medien sondern vielmehr mit der Frage wie wir Nachrichten aufnehmen, welche Mechanismen - bewußte und unbewußte - wirken und uns dazu verleiten uns gerne dann und wann manipulieren zu lassen ... oftmals wieder besseren Wissens oder dem schlichten Hausverstand. Frau Gaus erhebt dabei aber nicht mahnend den Finger und wirft dem Leser Kritiklosigkeit vor sondern erklärt pointiert Zusammenhänge die vielen von uns - in dieser Form - möglicherweise garnicht bewußt waren. Ich halte dieses Buch für äusserst lesenswert und habe noch selten knapp ¤ 20,- besser investiert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar