Wie soll ich nur eine Gruppe bzw. ihre Musik bewerten, von der ich noch nie zuvor gehört habe, sondern durch puren Zufall auf sie gestoßen bin?
Dank meines gelangweilten Dahinzappens blieb ich nämlich vor wenigen Wochen bei ihren Video zu „from your favourite sky" hängen. Nicht wegen des Clips, sondern wegen des Gesangs stand für mich sofort fest, dieses Lied muss du dir besorgen. Als ich nun endlich das Gesuchte bei mir hatte, war ich selbstverständlich gespannt, ob das Lied noch einmal eine solche Wirkung auf mich haben würde und wie wohl die anderen vier Stücke sein würden.
Fazit: Die CD läuft nun den ganzen Tag rauf und runter. Denn nicht nur allein „from your favourite sky" konnte mich erneut überzeugen, sondern auch „this house is haunted" (besonderer Leckerbissen die Klaviermelodie), „cinders." und „deep blue sea" lösten jede Menge Emotionen in mir aus. Bramwells Stimme geht einfach unter die Haut und macht süchtig nach mehr.
I Am Kloot haben an sich nichts sensationell Neues geschrieben. So muss man auch keine großen Recherchen anstellen, lässt sich ihre britische Herkunft doch schnell heraushören und Bramwells Gesang an Turin Brakes erinnern. Dennoch liefern sie richtig gute und einfach schöne Songs ab, mit interessanten Texten, melancholischen Melodien und einer unvergesslichen Stimme, bei der man sich nur noch Kopfhörer und eine bequeme Couch herbeiwünscht.
Fans mögen mir meine bisherige Unkenntnis über das Dasein einer Band wie I Am Kloot verzeihen und andere Unwissende bzw. MusikliebhaberInnen sollten diese Lücke in ihrer Musiksammlung unbedingt schließen.