Danny Vaughn gehört schon immer zu meinen Favoriten, was den Melodic Rock - Sektor betrifft. Der Mann hat einfach eine geniale Rockerstimme und deswegen war ich sehr froh, daß Frontiers ihn für das Projekt "From the inside" signen konnte. Ähnlich wie beim Projekt "Perfect World" wird hier einiges gecovert, was man eher aus dem Popsektor kennt. "Suddenly" z.b. ist von LeAnn Rimes, aber in der Version von Danny Vaughn einfach auch gut. Nicht besser, aber anders. Einfach rockiger. Auch der Opener "Nothing at all" geht in diese Richtung. Eine eingängige Rockhymne mit Ohrwurmqualitäten der Extraklasse. "Fight for love" ist einer der wenigen Eigenkreationen auf der CD, aber kann auch voll überzeugen. Hier werden die Gitarren etwas zurückgenommen und so kann man die Stimme von Danny Vaughn noch mal besser geniesen. Danach hört man "Losing Game" - hier in Deutschland bekannt von Martin Kesici, im Original aber von Martin Stenmarck von seiner erstklassigen CD namens "One" - beide Versionen finde ich ich gut, und auch die von Danny Vaughn ist gelungen - liegt wohl am erstklassigen Song; da kann man nicht viel falsch machen. Ob "Damn" jetzt ein Cover weiß ich leider nicht genau, aber das ist mir auch egal, denn das ist für mich einer der besten Song auf der CD - eine Midtemponummer, die hier voll auf Emotionen setzt, vor allem Danny Vaughn packt es hier mit seiner Stimme den Zuhörer sofort in den Bann dieser Hammernummer zu ziehen. Klasse! Genauso klasse ist "Stop" als nächster Song. Auch hier ist das Original von Martin Stenmarck und ich muß sagen, daß ich etwas Zeit brauchte, um mich mit der Version von "From The Inside" anzufreunden, irgendwie klingen die Gitarren hier einfach nicht so stimmig, aber da der Song einfach ein Ohrwurm 1 A ist, macht das zusammenfassend eigentlich nicht so viel aus. "Relentless" kommt dann als Halbballade daher und wirkt irgendwie düster, gefällt mir nicht so gut wie der Rest der CD. Sicherlich nicht schlecht, aber im Vergleich zu den anderen Songs einfach nur mittelmässig. Das ist bei "Blessing in disguise" wieder anders. Eine frische Uptemponummer, die einfach Spaß macht. "Is Anybody Watching Me" fragt Danny Vaughn dann - ja, Mann, wir müssen Dich doch hören, Danny und nicht sehen, oder? Bei diesem Knallersong müssen wir Dir einfach zuhören - danke für dieses Meisterwerk.
Nach dem etwas schwächeren "Always" kommt dann mit "Beautiful goodbye" eine Nummer, die Amanda Marshall schon ma zum Besten gab. Und genauso wie bei der Version von Mrs. Marshall wird hier eine Feuerwerk an Emotionen gezündet, so daß sich bei mir immer wieder eine Gänsehaut bildet, wenn ich den Song höre.
Fazit: Eine Hammer-CD. Okay, viele Covers hören wir hier, aber die sind einfach gelungen, so daß das nicht ins Gewicht fällt. Schade, daß diese CD mal wieder untergehen wird und einfach keine Erfolg haben wird, denn die Zeit für Melodic Rock dieser Art in den Charts ist schon lange vorbei. Dabei ist das MUSIK - wer also sein musikalisches Gewissen bereinigen will, sollte hier zugreifen!