Mit diesem Zitat aus einem Brief von „Jack the Ripper" beginnt der Film. Absender des einzig im britischen Museums aufbewahrten Briefs, von dessen Herkunft man überzeugt ist, von Jack the Ripper" lautet „From Hell". Bis zu diesem Streifen waren mir die Gebrüder Allen und Albert Hughes einzig durch den Film „Menace II Society" bekannt und ich konnte mir erst gar nicht vorstellen was Sie großes zur Thematik Jack the Ripper beizusteuern hatten.
Als ich dann „From Hell" erstmals im Kino sah war ich mehr als positiv überrascht. Die beiden Regisseure schaffen es Ihrem Film „From Hell" in der langen Reihe von Filmen über Jack the Ripper eine ganz besondere Stellung zu geben. Mit einer eindrucksvollen Detailbesessenheit schaffen Sie es das Thema einerseits in einen Hollywood Film zu verwandeln, heben sich trotzdem aber sehr wohltuend von der Großzahl an Horrorfilmen der letzten Jahre hervor.
Wenige Wochen reichten Jack the Ripper im Jahr 1888 um das britische Empire in seinen Grundfesten zu erschüttern. Auf fünf bestialische Morde an Prostituierten begründet sich der zweifelhafte Ruhm des ersten richtig bekannt gewordenen Serienkillers. Bis heute sind über Jack the Ripper wesentlich mehr Bücher geschrieben worden als beispielsweise über Abraham Lincoln.
Da der Killer nie gefasst wurde, gibt es bis heute zahlreiche Theorien aus welchen Kreisen er gestammt hat. „From Hell" verfolgt eine Verschwörungstheorie die auch bis heute laut Berichten am glaubhaftesten erscheint.
Als lebendig gewordenen Alptraum bezeichnte die Londoner Polizei das Ganze als im Armenviertel Whitechapel nacheinander fünf Prostituierte verstümmelt und ausgeweidet aufgefunden wurden. Inspektor Fred Abberline (Johnny Depp), der nach dem Tod seiner Frau und seines Kindes nach Vergessen in Opium und Absinth sucht, wird zusammen mit seinem Assistenten Godley (Robbie Coltrane, der Hagrid aus Harry Potter) auf diesen Fall angesetzt. Statt Vergessen findet Abberline jedoch Visionen von grausigen Verbrechen und düstere Vorahnungen in seinem Drogenrausch. Diese Visionen sind es auch die Ihm eine Verbindung zu Jack the Ripper herstellen lassen. Bei den Nachforschungen begegnen Sie auch der irischen Prostituierten Mary Kelly (Heather Graham), welche mit allen Opfern des Killers befreundet war. Die Damen scheinen allesamt ein düsteres Geheimnis zu teilen, dessen Bewahrung es Wert scheint dafür zu sterben.
Mit Johnny Depp, Heather Graham, Robbie Coltrane und vor allem auch mit Ian Holm (Alien, Das fünfte Element) ist dieser wirklich erstklassige Horrorthriller hervorragend besetzt. Johnny Depp scheint die Rolle des drogenberauschten Inspektors Abberline wieder einmal auf den Leib geschrieben zu sein.
Die hier bei Amazon erhältliche Special Edition wird zwar nicht ganz Ihrem Namen gerecht, aber für den hier gebotenen Preis lohnt sich die Anschaffung im Vergelcih zur Single Disc allemal. DVD 1 ist identisch mit der herkömmlichen Single Disc, auf der Bonus DVD befinden sich mehrere recht aufschlussreiche Dokumentationen über und um den Film. Es wird einem Einblick über die Entstehung, das Set, die Gschichte und über das als Rauschmittel geltende Getränk Absinth gegeben. Sicher hätte man sich von einer Special Edition ein klein wenig mehr Material gewünscht, aber man kann nicht immer alles haben. Bild und Ton sind erstklassig und der Film kann nur fünf Sterne bekommen.
„Eines Tages werden die Menschen zurückblicken und sehen, dass ich das 20.Jahrhundert zur Welt gebracht habe" (Jack The Ripper)