Es bleibt dabei: Gut recherchiert und in eine klasse, runde Story gepackt, dickes Lob an Moore. Ich würde mir keinen Comic kaufen, nur weil er von Campbell gezeichnet wurde, aber es bleibt dabei: Sehr stimmig umgesetzt.
Meine Kritik an Band 1, dass Moore zwischen Fantasy und Historie unschlüssig hin und her zu schwanken scheint, klärt sich bis zum 3. Band auf: Weder noch. Moore entscheidet sich für eine der (mehr oder weniger plausiblen) Hypothesen zu den Hintergründen zu den Morden (wobei er seine "Literaturliste" ein wenig künstlich aufgebläht zu haben scheint; die meisten Gedanken hat er aus einem, max. zwei Arbeiten übernommen); darauf basierend fängt er an, über die "psychologischen" Determinanten des Verhaltens der Hauptakteure zu spekulieren. Daraus entsteht eine großartige Geschichte, die deutliche Fantasy-Elemente enthält. Damit ist aber, trotz aller Recherche, dieses Buch kein "Tatsachenroman" oder gar eine graphische Umsetzung geschichtlicher Ereignisse. Auch wenn die Rezensionen zur deutschen Veröffentlichung das Gegenteil behaupten.
Tilsner hat es dann auch geschafft, meine Kopien von Band 2 und 3 vollständig und in der richtigen Reihenfolge zusammengetackert auszuliefern, also für Band 3 diesen Zacken Punktabzug dann auch nicht mehr.